Brač
Tief in einer Schlucht bauten geflüchtete Priester ab 1551 ein Kloster mit eigener Druckerei und später sogar einer Sternwarte.

Kroatiens Strände bestehen fast überall aus Kies oder Fels, echte Sandstrände sind an der Adria die große Ausnahme. Wer direkt am Wasser übernachten will, findet die schönsten Plätze in unserem Camping-Überblick. Genau das ist aber kein Nachteil: Weil kein Sand aufgewirbelt wird, gehört das Wasser an der kroatischen Küste zum klarsten des Mittelmeers. Wer trotzdem Sand unter den Füßen will, wird an einer Handvoll Orten fündig, allen voran auf der Insel Rab, in der Lagune von Nin bei Zadar und am Sakarun auf Dugi otok. Und noch etwas solltest du wissen: Alle Strände in Kroatien sind per Gesetz öffentlich, einen abgesperrten Hotelstrand mit Eintritt gibt es nicht.
Rund 5.835 Kilometer Küstenlinie hat Kroatien, davon entfallen etwa 4.058 Kilometer auf die 1.244 Inseln, Eilande und Felsen vor dem Festland. Dieser Überblick sortiert dir das Angebot: welche Strandtypen dich erwarten, wo die Klassiker von Zlatni Rat bis Stiniva liegen, wo Familien und wo FKK-Fans richtig sind.
Wenn du bisher Nordsee, Ostsee oder spanische Sandküsten kennst, stell dich um. Die kroatische Adria funktioniert anders, und jeder Strandtyp hat seine eigene Logik:
| Strandtyp | So sieht das aus | Typische Orte |
|---|---|---|
| Feiner Kies | Weiße bis graue Kieselchen, oft unter Pinien | Makarska Riviera, Rabac, Baška auf Krk |
| Grober Kies und Steine | Größere Kiesel, teils Geröll | Viele Buchten auf Inseln wie Cres oder Vis |
| Felsplatten und Badeleitern | Glatte Felsen, Einstieg über Leitern ins tiefe Wasser | Riviera von Opatija, Rovinj, viele Inselküsten |
| Betonierte Plateaus | Sonnenplattformen vor Hotels und Promenaden | Größere Badeorte, etwa Opatija oder Split |
| Sand | Selten, meist in flachen Lagunen und Buchten | Rab (Lopar), Nin, Sakarun, Bijeca bei Medulin |
Der wichtigste Ausrüstungstipp für die kroatische Küste sind deshalb Badeschuhe. Auf Kies läuft es sich damit entspannter, auf Felsplatten sicherer, und in felsigen Buchten leben tatsächlich Seeigel. Was sonst noch im und am Wasser Respekt verdient und was im Fall der Fälle hilft, klärt der Überblick zu Kroatiens Tieren Gefährliche Tiere. Kein Grund zur Sorge, aber ein Grund, die fünf Euro für ein Paar Badeschuhe zu investieren. An fast jedem Badeort bekommst du sie im Sommer an jeder Ecke.
Was der Kies dir zurückgibt: Wasser, das auch am Nachmittag noch glasklar ist, kein Sand in der Tasche, im Essen und in der Ferienwohnung, und Strände, die auch nach einem stürmischen Tag sauber sind.
Die Suche nach dem Sandstrand in Kroatien endet oft in Enttäuschung, weil viele Portale jeden hellen Kiesstrand zum Sandstrand erklären. Wirklich Sand liegt nur an einer Handvoll Orten: an der Rajska plaža und ihren Nachbarbuchten bei Lopar auf Rab, am rund drei Kilometer langen Königinnenstrand in der Lagune von Nin und am türkisfarbenen Sakarun auf Dugi otok, dazu in einzelnen kleineren Buchten von Istrien bis Süddalmatien. Als Faustregel gilt: Wer den Urlaub komplett vom Sandstrand abhängig macht, bucht Rab oder Nin, alle anderen nehmen den Kies und bekommen dafür das klarere Wasser. Jeden einzelnen Sandstrand mit Anreise, Wassertiefe und Familientauglichkeit beschreibt dir unsere Sandstrand-Übersicht.
Kroatiens meistfotografierter Strand liegt bei Bol auf der Insel Brač: eine Kieszunge aus feinem, hellem Kies, die rund 500 Meter weit ins Meer ragt und ihre Form mit Wind und Strömung ständig verändert. Mal zeigt die Spitze nach links, mal nach rechts, kein Luftbild gleicht dem anderen. Nachmittags frischt hier verlässlich der Wind auf, weshalb der Zlatni Rat auch eines der besten Windsurf-Reviere der Adria ist. Im Hochsommer kommst du am besten früh, ab Split fahren im Sommer Schnellboote direkt nach Bol. Eintritt, Anfahrt und die beste Tageszeit stehen auf der eigenen Seite zum Zlatni Rat.
Die Bucht Stiniva an der Südküste von Vis war einmal eine Karsthöhle, deren Decke vor Jahrtausenden einstürzte. Übrig blieb ein Kessel aus hohen Felswänden, in den das Meer nur durch einen wenige Meter breiten Spalt hineinreicht, dahinter ein kleiner Kieselstrand. 2016 wählten bei European Best Destinations mehr als 10.000 Teilnehmer Stiniva zum schönsten Strand Europas. Du erreichst die Bucht nur über einen steilen Fußweg oder per Boot, und genau diese Unzugänglichkeit hat sie gerettet. Bequemer geht es mit einer Bootstour ab Vis oder Komiža.
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Feiner weißer Kies, Pinien bis ans Wasser, dahinter die fast 1.800 Meter hohe Wand des Biokovo: Punta Rata in Brela ist der Inbegriff des dalmatinischen Strands und tauchte schon in der Forbes-Auswahl der schönsten Strände der Welt auf. Das Wahrzeichen ist ein einzelner pinienbewachsener Felsblock im Wasser, das wohl meistfotografierte Steinmotiv des Landes. Die ganze Riviera von Brela bis Gradac ist im Grunde ein durchgehender Kiesstrand mit Promenade. Was Brela als Urlaubsort daraus macht, liest du auf der Brela-Seite Brela.
Der Kiesstrand Zrće auf der Insel Pag ist ein Sonderfall: kein Ort zum Muschelnsuchen, sondern Kroatiens Festival- und Clubstrand. Von Juni bis August legen in den Beachclubs internationale DJs auf, Shuttles pendeln vom zwei Kilometer entfernten Novalja. Wer das nicht sucht, macht um Zrće schlicht einen Bogen, der Rest der Insel Pag ist erstaunlich ruhig.
Einen eigenen Charakter haben auch die Badeleitern der Kvarner Bucht Kvarner: An der Riviera von Opatija steigst du über Leitern direkt vom Fels ins tiefe, klare Wasser, dahinter Belle-Époque-Villen statt Strandbars. Baden wie vor hundert Jahren, im besten Sinn.
Die vier berühmtesten Strände liegen auf diesen Seiten, mit Anfahrt und Praxis.
Tief in einer Schlucht bauten geflüchtete Priester ab 1551 ein Kloster mit eigener Druckerei und später sogar einer Sternwarte.
Vor dem Strand Punta Rata liegt ein einzelner Fels mit sieben Kiefern, geschützt wie ein Naturdenkmal und nicht zu besteigen.
Karge Mondlandschaft, würziger Paški sir, Salzgärten und mit dem Zrće Beach Kroatiens Partystrand: die Insel Pag hat zwei Gesichter.
Die Insel war bis 1989 militärisches Sperrgebiet, deshalb wirkt sie bis heute unverbaut.
Für die beliebtesten Badeorte gibt es eigene Strandseiten mit Tabelle, Auswahl nach Typ und Praxis-Tipps.
Verudela, Ambrela, Havajska: welcher Strand in Pula zu dir passt und wo das Wasser am klarsten ist.
Bijeca ist Istriens Sandstrand, aber nicht der einzige Grund: alle Strände zwischen Medulin und Kamenjak.
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Breiter Kies, Sandflecken und Blaue Flagge: die Strände der Crikvenica-Riviera für Familien und Ruhesuchende.
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Kroatien ist das klassische FKK-Land Europas, und das seit 90 Jahren. Den Anstoß gab ausgerechnet ein englischer König: 1936 ließen sich Edward VIII. und Wallis Simpson von den Behörden der Insel Rab genehmigen, in einer Bucht nackt zu baden, die bei Einheimischen bis heute English Beach heißt. 1961 folgte bei Vrsar in Istrien mit Koversada das erste kommerzielle FKK-Resort der Welt. Offizielle FKK-Strände und Naturisten-Camps sind ausgeschildert, die Schwerpunkte liegen in Istrien, auf Rab und den Kvarner-Inseln. Alle ausgewiesenen Strände, die großen Camps und die ganze Geschichte findest du auf der eigenen Seite zu den FKK-Stränden in Kroatien.
Für Familien mit kleinen Kindern zählen drei Dinge: flacher Einstieg, Schatten und kurze Wege. Danach sortiert sind das die besten Ecken:
Zwei Praxistipps dazu: Badeschuhe gelten für Kinder doppelt, und an Kiesstränden lohnt eine kleine Schaufel trotzdem, gebaut wird dann eben mit Kieseln. Unterkünfte in erster oder zweiter Reihe sind an den Familienorten früh weg, gerade Ferienhäuser mit Pool Ferienhäuser als Strand-Alternative für den Nachmittag.
Die Insel Susak besteht komplett aus feinem Dünensand, seit Generationen mit angepflanztem Schilf vor dem Verschwinden bewahrt.
1936 badete hier der britische König Edward VIII. mit Wallis Simpson nackt, seither heißt die Bucht bei Einheimischen English Beach.
Fast 45 Kilometer lang und stellenweise keine zwei Kilometer breit, wirkt diese Insel auf der Landkarte wie ein schmaler Strich.
Gegenüber auf der Halbinsel liegt eine römische Kaiservilla mit Mosaiken und einer echten Fußbodenheizung.
Die kroatische Adria gehört seit Jahren zu den saubersten Badegewässern Europas. In den Berichten der Europäischen Umweltagentur (EEA) lag Kroatien lange mit über 95 Prozent "ausgezeichnet" bewerteter Badestellen in der europäischen Spitzengruppe. Im aktuellen Bericht zur Saison 2025 sind es 86,2 Prozent, womit Kroatien knapp über dem europaweiten Schnitt von 85 Prozent liegt, aber vom fünften auf den zwölften Platz zurückfiel. Der Bericht verortet die Schwächen dabei vor allem bei Binnenbadestellen, also an Flüssen und Seen im Landesinneren, nicht an der Adriaküste, an der du deinen Urlaub verbringst.
Praktisch gesprochen: An den Küstenbadestellen kannst du die Wasserqualität als gegeben abhaken, viele bekannte Strände wie die Rajska plaža tragen zusätzlich die Blaue Flagge. Die Wassertemperatur erreicht im Hochsommer je nach Region 23 bis 25 Grad, alle Monatswerte findest du unter Wetter und Klima.
Ein Punkt, der Kroatien von vielen Mittelmeerländern unterscheidet: Die gesamte Küste ist als "pomorsko dobro" (maritimes Gut) öffentliches Eigentum. Kein Hotel, kein Campingplatz und kein Beachclub darf einen Strand einzäunen oder Eintritt verlangen, auch konzessionierte Strandabschnitte bleiben frei zugänglich. Bezahlen musst du nur, was du freiwillig nutzt: Liegen und Schirme der Konzessionäre, teils das Parken. Mit eigenem Handtuch und Sonnenschirm liegst du überall gratis, auch direkt neben dem Fünf-Sterne-Resort.
Für die Anreise an die Küste, inklusive Maut und der besten Routen aus Österreich und Süddeutschland, lies Anreise.
Direkt am Wasser oder ein paar Minuten dahinter: Preise und Verfügbarkeit für die drei Strand-Hochburgen der Adria.
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Ja, aber wenige. Die wichtigsten echten Sandstrände sind die Rajska plaža und ihre Nachbarbuchten bei Lopar auf Rab, der rund drei Kilometer lange Königinnenstrand in der Lagune von Nin, der Sakarun auf Dugi otok und Bijeca bei Medulin in Istrien. Der Rest der Küste ist Kies und Fels. Die komplette Liste mit allen Details findest du unter Sandstrände.
Die drei meistgenannten Kandidaten: Zlatni Rat bei Bol auf Brač, die ins Meer ragende Kieszunge, die ihre Form ändert; die Felsbucht Stiniva auf Vis, 2016 zum schönsten Strand Europas gewählt; und Punta Rata in Brela mit weißem Kies vor der Biokovo-Kulisse. Welcher gewinnt, hängt davon ab, ob du Fotomotiv, Abgeschiedenheit oder Badekomfort suchst.
Praktisch ja. Kies und Felsplatten sind barfuß unbequem bis rutschig, und in felsigen Buchten leben Seeigel. Badeschuhe gibt es an jedem Urlaubsort für wenige Euro, für Kinder gehören sie ins Gepäck.
Ja. Die Küste ist per Gesetz öffentliches Gut, niemand darf einen Strand absperren oder Eintritt verlangen. Kosten entstehen nur für Extras wie Liegen, Schirme oder Parkplätze.
Flach und sandig: die Lagune von Nin und die Rajska plaža auf Rab. Flach und kiesig mit guter Infrastruktur: Crikvenica, Baška auf Krk und die Makarska Riviera. Steile Felsküsten wie um Opatija oder auf Cres sind eher etwas für sichere Schwimmer.
Im Juli und August je nach Region 23 bis 25 Grad, in Istrien meist ein bis zwei Grad kühler als in Süddalmatien. Badesaison ist verlässlich von Mitte Juni bis Ende September, Monatswerte für alle Regionen unter Wetter und Klima.
An den ausgeschilderten FKK-Stränden und -Anlagen, deren dichteste Konzentration in Istrien (Koversada, Valalta) und auf den Kvarner-Inseln liegt. In einsamen Buchten wird Nacktbaden meist toleriert, an Orts- und Familienstränden nicht. Alle ausgewiesenen Strände und Camps stehen auf der Seite zu den FKK-Stränden.
Auf der Insel Pag, rund zwei Kilometer von Novalja entfernt. Von Juni bis August laufen dort in den Beachclubs Festivals und DJ-Sets, Shuttles pendeln aus dem Ort.
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