Museum der zerbrochenen Beziehungen Zagreb: Besuch und Tickets
Museum der zerbrochenen Beziehungen Zagreb: Tickets, Öffnungszeiten, Anfahrt

Zagreb ist die Hauptstadt Kroatiens und mit rund 767.000 Einwohnern die einzige kroatische Großstadt, die nicht am Meer liegt: Sie liegt rund 165 Kilometer landeinwärts am Fuß des Medvednica-Gebirges. Zagreb passt zu dir, wenn du Städtereisen mit Kaffeehauskultur, Geschichte und kuriosen Museen magst, oder wenn du ohnehin mit dem Auto Richtung Adria unterwegs bist, denn die Autobahn A1 führt praktisch durch die Stadt. Mit dem Auto erreichst du Zagreb ab Wien in rund 4 Stunden, ab München in rund 5,5 Stunden, mit dem Flugzeug landest du auf dem Flughafen Zagreb rund 17 Kilometer südöstlich des Zentrums.
Anders als Split oder Dubrovnik zeigt Zagreb Kroatien von seiner mitteleuropäischen Seite: Jugendstilfassaden, Kaffeehäuser und eine Oberstadt, die du mit einer der kürzesten Standseilbahnen der Welt erreichst. Wer nur zwei, drei Tage Zeit hat, sieht trotzdem die wichtigsten Ecken, wer mit dem Auto zur Küste durchfährt, nimmt mit einem halben Tag Zwischenstopp schon einen guten Eindruck mit.
Die Oberstadt (Gornji Grad) ist das historische Herz Zagrebs, entstanden aus den einst getrennten Siedlungen Gradec und Kaptol. Ihr auffälligstes Wahrzeichen ist die Markuskirche mit ihrem berühmten Dach aus rot-weiß-blauen Ziegeln, in die die Wappen Kroatiens und der Stadt Zagreb eingelassen sind Markuskirche. Nur wenige Schritte entfernt steht das Kamenita vrata, das steinerne Stadttor: Von einst vier Zugängen zur mittelalterlichen Stadt Gradec ist es der einzige erhaltene, errichtet im 13. Jahrhundert. Beim großen Stadtbrand von 1731 blieb ausgerechnet ein Marienbild im Torinneren unversehrt, seither ist hier ein Andachtsraum mit Kerzen eingerichtet, und seit 1991 gilt die Muttergottes vom Steintor als Schutzpatronin Zagrebs.
Am südlichen Rand der Oberstadt wacht der Lotrščak-Turm, errichtet 1266 als Teil der Stadtbefestigung. Von seiner Aussichtsplattform siehst du über die Dächer der Unterstadt, berühmter ist aber die Grič-Kanone: Seit dem 1. Januar 1877 feuert sie pünktlich um 12 Uhr mittags, ursprünglich als Zeitsignal für die Glöckner der Stadtkirchen, heute stellen viele Zagreber schlicht ihre Uhr danach. Verbunden sind Ober- und Unterstadt durch die Standseilbahn Uspinjača: Seit 1893 überwindet sie auf gerade einmal 66 Metern Länge einen Höhenunterschied von gut 30 Metern, die Fahrt dauert etwa 55 Sekunden und gilt als eine der kürzesten öffentlichen Standseilbahnen der Welt.
In der Unterstadt (Donji Grad) beginnt der Tag für viele Zagreber auf dem Dolac-Markt über dem zentralen Ban-Jelačić-Platz, unter charakteristischen roten Sonnenschirmen und liebevoll der "Bauch von Zagreb" genannt Dolac-Markt. Gleich in der Nähe steht die neugotische Kathedrale Mariä Himmelfahrt, seit dem Erdbeben von 2020 in Sanierung und am 17. April 2026 wieder für Besucher geöffnet, wenn auch mit noch unfertigen Türmen Zagreber Kathedrale.


Ungewöhnlich, aber sehenswert: Das Museum der zerbrochenen Beziehungen sammelt seit 2010 Alltagsgegenstände gescheiterter Liebesbeziehungen samt den Geschichten dahinter und wurde dafür 2011 vom European Museum Forum als innovativstes Museum Europas ausgezeichnet. Wer es beschaulicher mag, fährt ein paar Kilometer nordöstlich zum Mirogoj-Friedhof mit seinen grünspanfarbenen Kupferkuppeln, einem der schönsten Parkfriedhöfe Europas, auf dem Angehörige aller großen Konfessionen der Stadt Seite an Seite liegen Mirogoj-Friedhof.
Seit dem 1. Januar 1877 feuert die Grič-Kanone jeden Mittag um 12 Uhr. Viele Zagreber stellen bis heute ihre Uhr danach.
Zagreb liegt nicht am Meer, dafür hat die Stadt drei grüne Gegenpole zum Trubel der Altstadt. Der Maksimir-Park wurde bereits 1787 angelegt und 1794 eröffnet, damit gilt er als einer der ältesten großen öffentlichen Parks Südosteuropas: Wiesen, fünf Seen und der Zagreber Zoo, der seit 1925 hier beheimatet ist, laden zum Spazieren ein. Wer schwimmen will, fährt zum Jarun-See im Südwesten der Stadt, einem 235 Hektar großen Freizeitgelände mit Regattastrecke, auf der 2000 die Ruder-Weltmeisterschaft und 2021 ein Weltcup-Lauf ausgetragen wurden, dazu fünf Kiesstrände mit insgesamt rund 2,5 Kilometern Länge und Blauer Flagge. Für den Blick von oben fährt seit Februar 2022 eine moderne Seilbahn von der Talstation auf 267 Metern in weniger als 20 Minuten hinauf zum Sljeme, dem mit 1.030 Metern höchsten Punkt des Medvednica-Gebirges, direkt vor den Toren der Stadt.
Zagreb kocht kontinental-kroatisch statt mediterran. Die Zagorje-Küche prägt vor allem die Štrukli: ein einfacher Nudelteig mit Topfenfüllung, gekocht oder gebacken, süß oder herzhaft, so sehr Teil der lokalen Identität, dass das kroatische Kulturministerium sie zum immateriellen Kulturerbe erklärt hat. Nach der Hauptstadt benannt ist der Zagrebački odrezak, ein paniertes Kalbsschnitzel gefüllt mit Schinken und Käse, das du in Konobas der ganzen Stadt findest. Abends verlagert sich das Leben auf die Tkalčićeva-Straße: Bis um 1900 floss hier noch der Bach Medveščak zwischen den einstigen Siedlungen Gradec und Kaptol, seit der Verrohrung und der Umbenennung 1913 nach dem Historiker Ivan Tkalčić reiht sich hier Café an Bar an Restaurant, heute Zagrebs zentrale Fußgänger-Ausgehmeile. Im Winter kommt die Adventzeit dazu: Über 25 einzelne Weihnachtsmärkte verteilen sich auf die Plätze der Innenstadt, von 2016 bis 2018 wurde Advent Zagreb dreimal in Folge von European Best Destinations zum besten Weihnachtsmarkt Europas gekürt.
Zagreb liegt fast auf halber Strecke zwischen Wien und der Adriaküste, das macht Ausflüge in beide Richtungen leicht. Die Plitvicer Seen Plitvicer Seen, Kroatiens meistbesuchtes Naturziel, erreichst du in rund 2 Stunden über die A1, viele Küstenurlauber legen den Stopp direkt auf die Anreise. Richtung Meer bist du über die A1 und A6 in rund anderthalb Stunden an der Kvarner Bucht bei Rijeka Kvarner, ein machbarer Tagesausflug, wenn du in Zagreb Basis beziehst und trotzdem einmal ans Wasser willst.
Mit dem Auto bist du ab Wien über Graz und den Grenzübergang Macelj in rund 370 Kilometern und 4 Stunden in Zagreb, ohne teure Sondermautstrecken unterwegs. Ab München führt die Route über Salzburg und den Karawankentunnel nach Slowenien und weiter nach Zagreb, rund 550 Kilometer und 5,5 Stunden. Mautkosten für die Weiterfahrt Richtung Küste findest du unter Maut in Kroatien, die komplette Routenübersicht mit allen Strecken unter Anreise.
Mit der Bahn fährt seit dem Fahrplan 2026 ein EuroCity direkt ab München über Villach und Ljubljana nach Zagreb, aus Wien verkehrt der EuroCity "Croatia" über Graz in knapp 7 Stunden. Der Flughafen Zagreb liegt rund 17 Kilometer südöstlich der Innenstadt und wird von Croatia Airlines, Lufthansa und Austrian mit Direktflügen ab Frankfurt, München und Wien angeflogen, insgesamt bietet er im Sommer 2026 rund 23 internationale Ziele. 2025 verzeichnete der Flughafen mit 4,72 Millionen Passagieren einen neuen Rekord. Vom Terminal bringt dich ein Shuttlebus in rund 30 Minuten zum Busbahnhof im Zentrum.
Die meisten Besucher wohnen zwischen Unterstadt und Hauptbahnhof, dort bist du zu Fuß in der Altstadt und gut an Bus und Bahn angebunden. Wer die Oberstadt bevorzugt, zahlt oft etwas mehr, hat dafür aber die kürzesten Wege zu Markuskirche und Kamenita vrata. Für Zwischenstopps auf der Fahrt zur Küste lohnen sich Unterkünfte in Autobahnnähe im Süden der Stadt.
Zagreb liegt fast auf halber Strecke zwischen Wien und der Adria. Diese drei Ziele erreichst du von hier aus in unter zwei Stunden.
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Museum der zerbrochenen Beziehungen Zagreb: Tickets, Öffnungszeiten, Anfahrt
Zagrebs meistfotografiertes Dach, keine Eintrittsgebühr, aber ein enges Zeitfenster für den Innenraum.
Neugotische Kathedrale mit rund 105 Meter hohen Türmen, seit 17. April 2026 nach Erdbebensanierung wieder…
Zagrebs Marktplatz und sein Monumentalfriedhof, zwei Orte, ein gemeinsamer Ausflug.
Sljeme bei Zagreb: Seilbahn auf 1.033 Meter, Preise und Zeiten
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Wetterdaten © OpenWeather, aktualisiert alle 6 Std.
Durchschnittliche Tageshöchsttemperaturen im Jahresverlauf.
Am angenehmsten: April bis Juni sowie September bis Oktober.
Tipp: Kontinentales Klima: heiße Sommer, kalte Winter mit Frost und gelegentlich Schnee.
Ja, besonders als Ergänzung zum Strandurlaub oder als eigener Städtetrip. Zagreb zeigt mit Oberstadt, Museen und Kaffeehauskultur ein anderes Kroatien als die Küste, und die Autobahn A1 führt praktisch an der Stadt vorbei.
Ein bis zwei volle Tage reichen für Oberstadt, Dolac-Markt, Kathedrale und ein Museum. Mit einem dritten Tag lässt sich ein Ausflug zum Jarun-See, nach Maksimir oder mit der Seilbahn aufs Sljeme einbauen.
Ja, wenn du ohnehin mit dem Auto über die A1 fährst. Ein halber Tag oder eine Übernachtung reichen für die Oberstadt und den Dolac-Markt, bevor es weiter Richtung Plitvicer Seen oder die Adria geht.
Weniger als die Küste. In der Oberstadt und rund um den Dolac-Markt wird es mittags voll, aber Zagreb lebt vor allem von Einheimischen, echte Touristenmassen wie in Dubrovnik oder Split gibt es hier nicht.
Ja, seit dem 17. April 2026 wieder, nach sechs Jahren Sanierung infolge des Erdbebens von 2020. Komplett abgeschlossen ist die Restaurierung der Türme aber noch nicht, du besichtigst also eine Kathedrale im Übergang.
Mit dem Shuttlebus in rund 30 Minuten zum zentralen Busbahnhof, alternativ mit dem Taxi. Der Flughafen liegt rund 17 Kilometer südöstlich der Innenstadt.
Zagreb hat mit der Uspinjača eine der kürzesten Standseilbahnen der Welt: 66 Meter Länge, rund 55 Sekunden Fahrzeit, in Betrieb seit 1893. Ob sie tatsächlich die allerkürzeste ist, wird in Quellen unterschiedlich beurteilt, unter den kürzesten öffentlichen Bahnen weltweit zählt sie aber sicher dazu.
Ja, vor allem wegen des Advents: Über 25 Weihnachtsmärkte verteilen sich auf die Innenstadt, von 2016 bis 2018 wurde Advent Zagreb dreimal in Folge zum besten Weihnachtsmarkt Europas gewählt.
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