Festung Nehaj
Uskoken-Festung von 1558 über Senj, mit Museum und Aussichtsplattform bis zur Insel Krk.

Crikvenica ist der Familienbadeort der Kvarner Bucht: eine rund 15 Kilometer lange Riviera aus dem Hauptort Crikvenica und den Nachbarorten Selce, Dramalj und Jadranovo, mit breiten, flach abfallenden Stränden und einer Promenade, die alle vier Orte verbindet. Seit 1888 ist hier Kurort-Tradition zuhause, entsprechend eingespielt ist die touristische Infrastruktur auch außerhalb der Hauptsaison. Für dich lohnt sich Crikvenica vor allem, wenn du mit kleinen Kindern reist, ein bequemeres Preisniveau als im mondänen Opatija suchst und trotzdem in wenigen Minuten mit dem Boot auf die Insel Krk übersetzen willst. Mit dem Auto bist du ab Graz in gut vier, ab Wien in knapp sechs Stunden da, was Crikvenica zur am schnellsten erreichbaren Adria-Riviera Österreichs macht.
Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes ist zugleich seine Gründungsgeschichte: Am 14. August 1412 schenkte Fürst Nikola IV. Frankopan den Pauliner-Mönchen ein Kloster samt der bereits bestehenden Marienkirche, die Schenkungsurkunde aus Modruš ist das älteste Dokument, das den Namen Crikvenica nennt. Der Ortsname selbst leitet sich von "crkva", kroatisch für Kirche, ab. Das Kloster steht bis heute am Hafen, als Kaštel Frankopan diente es im Lauf der Jahrhunderte unter anderem als Militärlazarett und Kinderheim, seit 1987 ist ein Teil als Hotel Kaštel in Betrieb, andere Räume lassen sich besichtigen. Die benachbarte Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt aus demselben Gründungsjahr 1412 ist die älteste erhaltene Kirche des Ortes.
Die zweite Ortsgeschichte begann rund 450 Jahre später und prägt Crikvenica bis heute stärker: 1877 erhielt der Ort einen Hafen, 1888 das erste öffentliche Seebad und 1895 mit dem Hotel Therapia das erste Hotel der Riviera. 2018 feierte Crikvenica entsprechend 130 Jahre organisierten Gesundheitstourismus, mit dem Hotel Therapia als ältestem noch bestehenden Kurhotel der kroatischen Adria. Bis heute steht mit der Thalassotherapia Crikvenica ein spezialisiertes Reha-Zentrum für Atemwegs- und Bewegungstherapien am Ort, das auf diese Tradition aufbaut und weiterhin Patienten und Kurgäste behandelt.
Zum Bummeln lädt die Uferpromenade ein, die Crikvenica mit Selce im Süden verbindet und dabei durchgehend Blick auf die vorgelagerte Insel Krk bietet, deren Küste von hier aus zum Greifen nah wirkt. Für Museumsfreunde lohnt sich ein Blick ins Kaštel, für Ausflüge ins Hinterland das Vinodol-Tal mit der Burgruine Drivenik, dazu weiter unten mehr.
Die Strände der Crikvenica-Riviera sind überwiegend Kies mit sandigen Abschnitten, seltener reiner Sand, und über weite Strecken flach genug für kleine Kinder. Der Hauptstrand Gradsko kupalište mitten im Ort ist ein grober Kiesstrand mit sandigen Flächen und flachem Einstieg, seit vielen Jahren mit der Blauen Flagge ausgezeichnet, ebenso wie der benachbarte Strand Balustrada. Direkt daneben liegt der Kaštel-Strand vor dem alten Kloster. Alle Strände mit Tabelle, Auswahl nach Typ und Parktipps findest du auf der Seite Strände in Crikvenica.

Nördlich Richtung Jadranovo wird es sandiger: Grabrova ist ein kleiner Sandstrand, dazu kommt der Kiesstrand Havišće. In Selce südlich von Crikvenica fällt der Strand Poli Mora sanft ins Wasser, während Rokan als einer der wenigen Sandabschnitte der Riviera gilt. Dramalj dazwischen punktet mit der Halbinsel Kačjak: feiner Kies mit einbetonierten Sonnenplattformen am Strand Omorika, dazu ruhigere Buchten Richtung Osten. Zusammen kommt die Riviera auf gut zwei Dutzend offizielle Badestellen, für die genaue Strandtypologie ganz Kroatiens lies Strände.
Wer mit Hund unterwegs ist, findet in Crikvenica einen der bekanntesten Hundestrände des Landes, Podvorska, im Volksmund nach einem Streuner "Monty's Dog Beach" genannt. Details dazu und die Regeln für Hunde am normalen Strand stehen unter Kroatien mit Hund.
Crikvenica ist kein Ort für lautes Nachtleben, dafür für entspannte Abende an der Promenade zwischen Hafen und Kaštel. Die Küche folgt dem Kvarner-Standard aus frischem Fisch, Meeresfrüchten und einfachen Grillgerichten, die Auswahl an Konobas zieht sich durch alle vier Ortsteile der Riviera. Wer mehr Trubel sucht, nimmt den Ausflug ins 20 Autominuten entfernte Opatija mit seiner dichteren Café- und Barszene.
Der schnellste Ausflug führt übers Wasser: Seit 2017 verkehrt ganzjährig ein Taxiboot zwischen Crikvenica und Šilo auf der Insel Krk, die Überfahrt dauert nur 5 bis 10 Minuten und kostet als Hin- und Rückfahrt rund 8 Euro pro Person. Die Verbindung hat Tradition: Schon 1905 gründete sich in Šilo die erste Dampfschiff-Gesellschaft der Insel Krk, deren erstes Schiff noch im selben Jahr nach Crikvenica übersetzte. Wer mit dem Auto auf die Insel will, fährt stattdessen über die mautfreie Krk-Brücke bei Rijeka, Details dazu stehen im Kvarner.
Landeinwärts lohnt ein Abstecher ins Vinodol-Tal, wo 1288 das Vinodoler Gesetzbuch entstand, eine der ältesten Rechtsurkunden der slawischen Welt. Über dem Tal thront die Burgruine Drivenik, die am besten erhaltene Festungsanlage der Region. Richtung Süden schließt sich Novi Vinodolski mit seiner Frankopanen-Burg an, Richtung Norden die noble Riviera von Opatija mit ihren Belle-Époque-Villen und dem Lungomare-Küstenweg. Beide Orte samt der Kvarner-Inseln Krk, Cres, Lošinj und Rab stellen wir dir unter Kvarner vor, die Regionsübersicht über alle kroatischen Inseln findest du unter Inseln.
Für Autofahrer aus Österreich ist Crikvenica kaum zu schlagen: Ab Graz sind es rund 335 Kilometer und etwa 3 Stunden 50 Minuten über die Grenze bei Spielfeld, Maribor und Zagreb. Ab Wien liegen rund 521 Kilometer und knapp 5 Stunden 40 Minuten auf der Uhr, ebenfalls über Graz, Maribor und Zagreb. Ab München sind es etwa 555 Kilometer und rund 6 Stunden 45 Minuten über Salzburg, Villach und die slowenische Grenze bei Postojna. Auf allen drei Routen zahlst du in Slowenien eine Vignette und in Kroatien danach streckenbezogene Autobahnmaut, Details dazu liest du unter Maut in Kroatien. Wie du vom Flughafen nach Crikvenica kommst, steht auf der Seite Flughafen Rijeka.
Crikvenica ist die am schnellsten erreichbare Adria-Riviera Österreichs: flache Strände, kurze Wege und in wenigen Minuten mit dem Boot nach Krk.
Der nächste Flughafen ist Rijeka (RJK) auf der Insel Krk bei Omišalj, rund 20 Kilometer beziehungsweise 20 bis 30 Autominuten von Crikvenica entfernt. Alternativ landest du in Pula oder Zagreb, beide gut zwei Autostunden entfernt. Alle Anreisewege mit Auto, Bahn und Flug im Detail liest du unter Anreise.
Crikvenica ist neben Krk das Camping-Zentrum der Kvarner Bucht. Direkt in Selce liegt mit dem Elements Camping ein großer, strandnaher Platz mit Poolanlage im Schatten alter Bäume, weitere Plätze entlang der Küstenstraße Richtung Süden haben in den vergangenen Jahren Außenpools und moderne Mobilheime bekommen. Welche Plätze der Riviera wie groß und wie ausgestattet sind, welche ganzjährig öffnen und wie die Preisklassen liegen, vergleichst du gebündelt unter Camping.
Bei festen Unterkünften dominiert das private Apartment, dazu kommt entlang der Promenade eine für einen Familienort ungewöhnlich dichte Auswahl an Mittelklasse-Hotels, viele davon mit Wellness-Angeboten aus der Kurort-Tradition des Ortes. Ferienhäuser mit Pool findest du eher im ruhigeren Hinterland Richtung Vinodol-Tal, einen Überblick gibt Ferienhäuser.
Von Crikvenica aus erreichst du die ganze Kvarner Bucht: die Insel Krk per Boot, die Nachbarorte über die Küstenstraße.
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Lopari Camping Resortab 18 €/Nacht
Lando Resortab 66 €/Nacht
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Uskoken-Festung von 1558 über Senj, mit Museum und Aussichtsplattform bis zur Insel Krk.
Wehrburg und Aussichtspark über Rijeka, direkt neben Kroatiens ältester Marienwallfahrtsstätte.
Die durchgehende Uferpromenade der Opatija Riviera, gebaut zwischen 1889 und 1911, heute kostenlos begehbar von…
Der höchste Punkt Istriens mit historischem Turm und freiem Blick auf die Kvarner Bucht.
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Wetterdaten © OpenWeather, aktualisiert alle 6 Std.
Durchschnittliche Tageshöchsttemperaturen im Jahresverlauf.
Am angenehmsten: Mai bis Juni sowie September bis Oktober.
Tipp: An der Adria bleibt der Hochsommer heiß; im Winter kann die Bora kalte, böige Tage bringen.
Ja, vor allem für Familien mit kleinen Kindern: flache Strände, kurze Wege, eingespielte Infrastruktur aus über 130 Jahren Kurort-Betrieb und ein spürbar günstigeres Preisniveau als im nahen Opatija. Wer Altstadt-Flair oder Nachtleben sucht, ist in Opatija oder auf Krk besser aufgehoben.
An den Hauptstränden Gradsko kupalište und Balustrada ist im Juli und August viel los, die rund 15 Kilometer lange Riviera aus vier Orten verteilt die Gäste aber breiter als kompaktere Badeorte. Wer Ruhe sucht, weicht auf die Strände in Dramalj oder Jadranovo aus oder reist im Juni oder September an.
Opatija ist die mondäne, historische Riviera mit Belle-Époque-Villen, Felsstränden und Badeleitern. Crikvenica ist der praktischere Familienort mit flacheren, breiteren Kies- und Sandstränden und günstigeren Preisen, dafür ohne die dichte Café-Kultur Opatijas. Beide Orte liegen mit dem Auto nur rund 20 Minuten auseinander.
Für Strandurlaub allein reichen wenige Tage, als Basis für die ganze Kvarner Bucht mit Tagesausflügen nach Opatija, Rijeka, ins Vinodol-Tal und per Boot nach Krk sind es eher fünf bis sieben Tage.
Teilweise. Der Hauptstrand Gradsko kupalište ist grober Kies mit sandigen Abschnitten, echte kleine Sandstrände findest du bei Grabrova Richtung Jadranovo und bei Rokan in Selce. Reinen, langen Sandstrand bietet in der Region eher die Insel Rab, siehe Strände.
Mit dem Taxiboot ab Hafen Crikvenica nach Šilo auf Krk, die Überfahrt dauert nur 5 bis 10 Minuten und kostet rund 8 Euro hin und zurück. Die Linie fährt saisonal abhängig, außerhalb der Hauptsaison seltener.
Ab Graz rund 335 Kilometer und knapp 4 Stunden, ab Wien rund 521 Kilometer und etwa 5 Stunden 40 Minuten, beide Routen über Maribor und Zagreb. Damit ist Crikvenica die am schnellsten erreichbare Adria-Riviera für Reisende aus Österreich.
Ein spezialisiertes Reha-Zentrum am Ort mit rund hundertjähriger Tradition in Meerwasser- und Klimatherapie, heute vor allem auf Atemwegserkrankungen und Bewegungsrehabilitation ausgerichtet. Es steht in direkter Linie zur Kurort-Geschichte, die 1888 mit dem ersten öffentlichen Seebad begann.
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