Arena von Pula
Das römische Amphitheater, in dem heute Kino und Konzerte laufen statt Gladiatorenkämpfe.

Pula ist mit rund 52.220 Einwohnern die größte Stadt Istriens und die einzige, in der neben Tourismus auch Hafen, Werft und Universität den Alltag prägen. Mitten in der Innenstadt steht die Arena, eines der best erhaltenen römischen Amphitheater überhaupt, drum herum ein kompaktes Zentrum mit Augustustempel, Sergierbogen und unterirdischen Tunneln, dazu Strände auf der Halbinsel Verudela nur eine Bushaltestelle vom Zentrum entfernt. Wer Istrien mit dem Flugzeug erreicht, landet ohnehin hier: Der Flughafen Pula liegt direkt vor der Stadt.

Die Arena von Pula ist das Wahrzeichen der Stadt: ein römisches Amphitheater für rund 23.000 Zuschauer, unter Kaiser Augustus begonnen und in seiner heutigen Form im 1. Jahrhundert vollendet, heute das sechstgrößte erhaltene der Welt. Anders als die meisten antiken Arenen steht hier der komplette äußere Mauerring mit allen vier Treppentürmen noch. Der Eintritt kostet 10 Euro für Erwachsene, 5 Euro für Kinder und Studenten, im Hochsommer hat die Arena bis 22 Uhr geöffnet. Einmal im Jahr, meist im Juli, verwandelt sich die Arena zur Kinoleinwand unter freiem Himmel: Beim Pula Film Festival laufen die Abendvorstellungen im Amphitheater ab 21 Uhr, ein Einzelticket kostet 6 Euro, das Paket für alle Arena-Abende 35 Euro. Dazu kommen im Sommer immer wieder große Konzerte.
Vom Amphitheater sind es nur ein paar Gehminuten zum Forum, wo der Augustustempel steht, ein kleiner korinthischer Tempel aus der Zeit um 2 vor Christus, der der Göttin Roma und Kaiser Augustus geweiht war. 1944 traf ihn eine amerikanische Bombe fast im letzten Kriegsjahr, 1945 bis 1947 bauten italienische Archäologen ihn originalgetreu wieder auf. Heute zeigt er eine kleine Sammlung römischer Stein- und Bronzeskulpturen. Ein Stück weiter markiert der Sergierbogen den alten Stadteingang: ein rund acht Meter hoher Triumphbogen aus den Jahren 29 bis 27 vor Christus, den die Adlige Salvia Postuma Sergia auf eigene Kosten für ihre drei im Kampf gefallenen Brüder errichten ließ. Direkt daneben wohnte 1904 und 1905 der junge James Joyce, der in Pula als Englischlehrer arbeitete, ein Sitzstatue erinnert heute an ihn am Cafétisch.
Unter der Stadt liegt ein weiteres Kapitel: die Zerostrasse, ein rund 400 Meter langes Tunnelsystem, das die österreichisch-ungarische Marine im Ersten Weltkrieg als Schutzräume und Munitionslager unter den Hügeln Monte Zaro und Monte Ghiro anlegen ließ. Drinnen bleiben es konstant unter 20 Grad, der Eintritt liegt bei 7 Euro für Erwachsene, 3 Euro für Kinder, Studenten und Senioren.
Am Hafen wird der Charakter der Stadt greifbar: Pula ist keine reine Kulisse, sondern Arbeitsstadt mit Werft, Marine und Studentenleben. Die acht Kräne der traditionsreichen Uljanik-Werft, seit 2014 nachts mit 73 farbig programmierbaren LED-Strahlern als „Lighting Giants" illuminiert, sind zum heimlichen Wahrzeichen geworden, auch wenn die Werft selbst seit Jahren wirtschaftlich ums Überleben kämpft und ein Nachfolgeunternehmen derzeit einen Käufer sucht. Die Silhouette bleibt trotzdem eines der besten Fotomotive der Stadt.
Pula ist keine Kulisse. Hafen, Werft und Universität sorgen dafür, dass die Stadt auch im Winterhalbjahr nicht verwaist.
Pulas Strände konzentrieren sich auf die Halbinseln Verudela und Stoja südlich der Stadt, gut mit dem Bus erreichbar. Der Ambrela-Strand ist ein Kiesstrand mit Blauer Flagge, flach abfallendem Wasser und Bademeister, entsprechend beliebt bei Familien. Nebenan liegt der Havajska (Hawaii-Strand), flache glatte Felsplatten mit türkisfarbenem Wasser, eher das Ziel für jüngere und sportliche Gäste. Sand suchst du hier vergeblich, das ist wie überall in Istrien Kies- und Felsküste, dafür ist das Wasser auffallend klar. Einen Überblick über alle Strandtypen der Region findest du unter Strände. Alle Strände mit Tabelle, Auswahl nach Typ und Parktipps findest du auf der Seite Strände in Pula.
Direkt zwischen den Stränden auf Verudela liegt in einer rund 130 Jahre alten österreichisch-ungarischen Festungsanlage, dem Fort Verudela, das Aquarium Pula mit Fischen aus Adria, Flüssen und tropischen Gewässern. Bei Regentagen oder zur Mittagshitze ist das eine der wenigen Indoor-Alternativen der Stadt, an heißen Nachmittagen lohnt sich der Programmwechsel mit einem der Strände direkt nebenan.
Acht Strände in Pula im Überblick, mit Belag, FKK und Hund. Fast alles ist Kies und Fels, Sand gibt es nicht. Die ausführliche Fassung mit zwölf Stränden steht auf der eigenen Seite Strände in Pula.
Die ausgewiesenen Hundebereiche bei Štinjan und Verudela und alle anderen Standorte Istriens listet Hundestrände in Kroatien; die eingerichteten FKK-Ziele Istriens liegen rund 30 Kilometer nordwestlich, siehe FKK-Strände in Kroatien.
Am Fischereihafen und rund um die Altstadt gibt es eine solide Auswahl an Konobas mit frischem Fisch und istrischer Küche, vom einfachen Grillfisch bis zur Fuži mit Trüffel aus dem Hinterland. Abends verlagert sich das Leben in die Gassen um den Forumplatz und die Flaniermeile Giardini, im Sommer sorgen Filmfestival und Open-Air-Konzerte in und um die Arena für zusätzliches Programm. Wer es ruhiger mag, bleibt an der Uferpromenade Richtung Verudela, wo sich Strandbars an die Hotels reihen.
Anders als in den reinen Ferienorten der Westküste isst und trinkt in Pula auch die Stadt selbst mit: Weil Hafen, Werft und Universität für ein Publikum abseits der Saison sorgen, haben viele Lokale auch außerhalb der Hochsaison geöffnet, was Pula zu einer der wenigen istrischen Städte macht, die auch im Winterhalbjahr nicht komplett verwaist wirkt.
Vom Fischerhafen in Fažana, eine kurze Fahrt nördlich von Pula, setzt das Boot in etwa 20 Minuten zu den 14 Inseln des Nationalparks Brijuni über, wo Titos frühere Residenz mit Safaripark und Golfplatz aus der k.u.k.-Zeit auf Radtouren wartet Nationalparks. Südlich der Stadt liegt das Kap Kamenjak bei Premantura, eine rund vier Kilometer lange, unter Naturschutz stehende Halbinsel mit versteckten Badebuchten und Klippen. Nach Medulin, mit seinem seltenen Sandstrand Bijeca und allen Details samt Eintrittspreisen zum Kamenjak, sind es von Pula aus nur wenige Kilometer Medulin, und wer mehr von der Küste sehen will, erreicht Rovinj in rund 40 Minuten Rovinj.

Pula ist der einzige Ort Istriens mit eigenem internationalen Flughafen direkt vor der Stadt. Im Sommer 2026 fliegt Eurowings unter anderem ab Berlin, Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart hierher, alle Strecken und Alternativen wie Rijeka auf Krk findest du unter Anreise. Wer lieber ohne Auto anreist, kann im Sommer auch mit dem Katamaran ab Venedig oder Triest übersetzen, allerdings nur als Fußpassagier.
Mit dem eigenen Auto ist Pula über die A9 an das istrische Autobahnnetz angebunden. Aus Österreich ist Istrien die mit Abstand schnellste Kroatien-Region: Ab Wien sind es rund 5,5 Stunden über Graz, Maribor und Ljubljana bis an die Westküste, ab München rund 6,5 Stunden über den Karawankentunnel. Denk an die Vignetten für Österreich und Slowenien, in Kroatien selbst fällt streckenbezogene Maut an Maut in Kroatien.
Pula selbst hat vor allem Stadthotels und Ferienwohnungen im Zentrum, die großen Ferienanlagen mit Pool und Strandlage liegen auf Verudela und Stoja, dazu kommen bekannte Campingplätze wie das Arena Stoja Campsite (früher Camping Stoja) direkt am Wasser Camping. Für den Vergleich von Unterkünften und Preisen:
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Pula sitzt an der Südspitze Istriens, alle vier Nachbarn liegen in weniger als einer Autostunde.
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Camping Bijela Uvalaab 24 €/Nacht
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Das römische Amphitheater, in dem heute Kino und Konzerte laufen statt Gladiatorenkämpfe.
Naturschutzgebiet mit wilden Buchten an der Südspitze Istriens, direkt vor Medulin.
Wahrzeichen über der Altstadt: Barockkirche, 60-Meter-Turm und die Legende der Heiligen Euphemia.
Titos Inselreich vor Istrien: Safaripark, Römervilla und Bootstour ab Fažana.
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Wetterdaten © OpenWeather, aktualisiert alle 6 Std.
Durchschnittliche Tageshöchsttemperaturen im Jahresverlauf.
Am angenehmsten: April bis Juni sowie September bis Oktober.
Tipp: An der Adria bleibt der Hochsommer heiß; im Winter kann die Bora kalte, böige Tage bringen.
Ja, vor allem für einen Tagesausflug oder als kurzen Städtestopp: Arena, Augustustempel und Sergierbogen liegen alle in Gehdistanz, dazu kommen Strände auf Verudela nur mit dem Bus erreichbar. Als reine Badebasis für eine ganze Woche ist Pula weniger typisch als Rovinj oder Poreč, dafür bietet keine andere istrische Stadt so viel echtes Alltagsleben und römische Geschichte auf einem Fleck.
Für Arena, Altstadt, Augustustempel und Zerostrasse reicht ein Tag. Mit Stränden auf Verudela, einem Bootsausflug nach Brijuni oder einem Abstecher zum Kap Kamenjak füllst du problemlos zwei bis drei Tage.
In der Altstadt und rund um die Arena wird es im Juli und August tagsüber voll, vor allem wenn Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen. Die Strände auf Verudela sind an Ferienanlagen gebunden und dadurch weniger überlaufen als etwa Rovinj, und außerhalb der Hauptsaison im Mai, Juni oder September ist die Stadt deutlich ruhiger.
10 Euro für Erwachsene, 5 Euro für Kinder, Schüler und Studenten. Kinder unter 5 Jahren haben freien Eintritt. Im Sommer ist die Arena bis 22 Uhr geöffnet, an Konzert- oder Festivaltagen schließt die Besichtigung oft schon am frühen Abend.
Der Flughafen Pula selbst, nur wenige Kilometer vom Zentrum entfernt. Im Sommer 2026 verbindet Eurowings ihn unter anderem mit Berlin, Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart.
Nein, die Strände auf Verudela und Stoja sind Kies- und Felsstrände wie fast überall in Istrien. Den nächstgelegenen Sandstrand findest du im benachbarten Medulin am Bijeca-Strand.
Ein rund 400 Meter langes unterirdisches Tunnelsystem, das die österreichisch-ungarische Marine im Ersten Weltkrieg als Luftschutz- und Munitionsanlage unter der Stadt anlegen ließ. Eintritt 7 Euro für Erwachsene, 3 Euro für Kinder, Studenten und Senioren.
Acht Kräne der Werft Uljanik im Hafen von Pula, seit 2014 nachts mit 73 farbig programmierbaren LED-Strahlern illuminiert. Das Kunstprojekt gilt als heimliches Wahrzeichen der Stadt, auch wenn die Werft selbst seit Jahren wirtschaftlich ums Überleben kämpft.
Am naheliegendsten ist der Bootsausflug zum Nationalpark Brijuni ab Fažana, etwa 20 Minuten Überfahrt, für einen halben bis ganzen Tag. Wer lieber am Land bleibt, kombiniert Kap Kamenjak und den Sandstrand von Medulin an einem Nachmittag, beide liegen nur wenige Kilometer südlich von Pula.
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