Euphrasius-Basilika in Poreč
UNESCO-Welterbe seit 1997: byzantinische Goldmosaiken aus dem 6. Jahrhundert am Ende der Altstadt-Halbinsel von Poreč.

Poreč ist der Familienklassiker der istrischen Westküste: eine kompakte Altstadt auf einer schmalen Halbinsel mit der golden schimmernden Euphrasius-Basilika im Kern, südlich davon die riesigen Ferienzonen Plava und Zelena Laguna mit Hotels, Campingplätzen und kilometerlangen Strandpromenaden. Der Ort passt zu dir, wenn du kurze Wege zwischen Strand, Pool und einer echten Altstadt willst, mit Kindern reist oder einfach eine der bekanntesten Kulturstätten Istriens sehen möchtest. Am schnellsten kommst du über den Flughafen Pula (rund 57 Kilometer südlich) oder mit dem Auto ab Wien in etwa 5,5 Stunden, ab München in etwa 6,5 Stunden Istrien.

Poreč sitzt auf einer schmalen Halbinsel, deren Grundriss noch heute der römischen Kolonie Colonia Iulia Parentium folgt: Unter Kaiser Tiberius zur Kolonie erhoben, legten die Römer ein rechtwinkliges Straßenraster mit Decumanus (Ost-West) und Cardo Maximus (Nord-Süd) an, das die Altstadt bis heute ordnet. Die Decumanus-Straße trägt ihren antiken Namen weiter und ist die Flaniermeile der Stadt, gesäumt von Steinhäusern, dem Gotischen Haus und dem Fünfeckigen Turm.
Am Ende der Halbinsel liegt der eigentliche Grund für den Ruhm des Ortes: die Euphrasius-Basilika aus dem 6. Jahrhundert, seit 1997 UNESCO-Welterbe. Ihre Goldmosaiken zählen zu den am besten erhaltenen frühbyzantinischen Kunstwerken überhaupt, mehr zur Einordnung der Basilika steht im Istrien-Überblick Istrien. Das Ticket gilt für den kompletten Komplex: die Hauptbasilika mit den Mosaiken, das Baptisterium aus dem 5. Jahrhundert, den 1522 erbauten, 35 Meter hohen Glockenturm mit Aussicht über die Altstadt sowie den Bischofspalast mit der Mosaiksammlung im Lapidarium.
Vom Turm aus siehst du auch, wie klein die eigentliche Altstadt ist: In einer guten Stunde läufst du sie komplett ab, vom Marafor-Platz mit den Resten zweier römischer Tempel bis zur Hafenmole. Wer länger bleibt, entdeckt auf dem Weg noch die Fünfeckige Turm-Wehranlage und mehrere kleine Galerien in den Seitengassen.
Tagsüber ist die Altstadt Museum. Abends gehört die Decumanus den Tischen der Restaurants.
Einen Sandstrand hat Poreč nicht zu bieten, das ist an dieser Küste die Regel und keine Ausnahme Strände. Südlich der Altstadt ziehen sich die Ferienzonen Zelena Laguna und Plava Laguna über mehrere Kilometer, mit Kies- und Felsstränden unterhalb der großen Hotels, teils betonierten Sonnenplattformen und mehreren Blaue-Flagge-Abschnitten, etwa unterhalb des Hotels Parentium und beim Hotel Materada. Die Strände sind hotelnah organisiert: Liegen, Schirme und Duschen gehören zur Infrastruktur, das Wasser bleibt trotz des Betriebs klar. Wer Ruhe sucht, geht früh oder weicht auf die kleineren Buchten Richtung Funtana im Süden aus. Alle Strände mit Tabelle, Auswahl nach Typ und Parktipps findest du auf der Seite Strände in Poreč.
Mitten in der Zelena Laguna liegt mit Aquacolors einer der größten Wasserparks Kroatiens, auf über 100.000 Quadratmetern, mit Nachmittagstickets für die Stunden nach 14 beziehungsweise 15 Uhr. Für Familien mit Kindern ist das die verlässlichste Ergänzung zum Kies, an Tagen, an denen der Strand allein nicht reicht. Wer lieber schwimmt statt rutscht, findet an den Hotelstränden ausgewiesene Nichtschwimmerzonen und Stege, gerade in Zelena Laguna ist die Bebauung durchgehend familienorientiert.

Tagsüber ist die Altstadt Museum, abends wird die Decumanus-Straße zur Flaniermeile: Restaurants, Cafés und Bars öffnen ihre Tische bis auf die Gasse, am Marafor-Platz sitzt du in der Cocktailbar Comitium zwischen den Resten der römischen Tempel. Ein paar Schritte weiter haben sich Weinbars wie Bacchus auf istrische Tropfen spezialisiert, allen voran den Malvazija, den du auch in Rovinj und ganz Istrien findest Istrien. Wer es lauter mag, findet in der Zelena Laguna mit dem Club Byblos eine der bekannteren Sommeradressen der Region. Istriens Küche selbst, von Trüffel bis Olivenöl, ist überall in der Altstadt präsent, die Hintergründe dazu liest du im Istrien-Überblick.
Von Poreč aus liegen einige der schönsten Ausflugsziele Istriens in Reichweite:
Die Tropfsteinhöhle Baredine liegt nur rund 8 Kilometer entfernt bei Nova Vas. Die Führung dauert etwa 40 Minuten über einen 300 Meter langen Weg durch fünf Kammern bis zum unterirdischen See in 60 Metern Tiefe, mit etwas Glück siehst du dort einen Grottenolm, den blinden Höhlenmolch, der auch im Dinarischen Karst zuhause ist. Von April bis Oktober ist täglich geöffnet, im Winter nur nach Voranmeldung.
Wer lieber in die Pedale tritt, startet den Parenzana-Radweg direkt in Poreč: Die stillgelegte Schmalspurbahntrasse führte von 1902 bis 1935 auf 123 Kilometern von Triest über Slowenien bis in die Stadt, heute ist die Strecke durchgehend als Radweg ausgebaut und Poreč ihr offizieller Endpunkt. Schon die ersten Kilometer ins Hinterland führen an Weinbergen und Olivenhainen vorbei.
Für einen Tag im grünen Binnenland lohnt die Fahrt nach Motovun, rund 28 Kilometer beziehungsweise eine gute halbe Stunde entfernt, mit Stadtmauer und Trüffelwald Istrien. Näher an der Küste liegen Vrsar mit dem Limski Kanal und Rovinj mit der Euphemia-Kirche, beide Details dazu findest du im Regionen-Überblick Vrsar Rovinj. Wer alle drei an einem Tag verbinden will, fährt am besten früh los: Baredine und Vrsar liegen praktisch auf dem Weg zueinander, Motovun braucht wegen der Serpentinen ins Hügelland etwas mehr Zeit als die reine Fahrstrecke vermuten lässt.
Mit dem Flugzeug landest du am Flughafen Pula, rund 57 Kilometer beziehungsweise etwa 50 Autominuten südlich von Poreč. Im Sommer 2026 fliegt Eurowings unter anderem ab Berlin, Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart dorthin Istrien.
Mit dem Auto ist Poreč eine der am schnellsten erreichbaren Küstenstädte Kroatiens für Reisende aus Österreich und Süddeutschland: Ab Wien sind es rund 545 Kilometer und etwa 5,5 Stunden über Graz, Maribor und Ljubljana, ab München rund 600 Kilometer und etwa 6,5 Stunden über Salzburg und den Karawankentunnel. Denk an die Vignetten für Österreich und Slowenien, die kroatische Maut selbst zahlst du streckenbezogen Maut in Kroatien. Alle Routen und Fahrzeiten im Detail stehen unter Anreise.
Mit dem Katamaran kommst du im Sommer ohne Auto direkt aus Italien: Von Venedig und Triest fahren saisonal Personenkatamarane nach Poreč, weitere Details und Anbieter findest du unter Fähren.
Poreč hat für fast jeden Reisestil ein eigenes Viertel: die Altstadt für Fußweg-Nähe zu Basilika und Abendleben, Plava und Zelena Laguna für Hotelkomfort mit Pool und Kinderprogramm, und rundherum einige der größten Campingplätze Istriens für alle, die lieber unter Pinien schlafen, allen voran Bijela Uvala, Zelena Laguna und Ulika; den Überblick über alle Regionen gibt der Camping-Guide Camping. Wer feste Wände und trotzdem Ruhe vor dem Hotelbetrieb sucht, findet im Umland auch Ferienhäuser und Apartments mit Pool Ferienhäuser.
Poreč liegt im Norden der istrischen Westküste. Drei Nachbarn reihen sich nach Süden an der Küste auf, der vierte liegt im Hügelland dahinter.
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Valamar Camping Marina 4*ab 18 €/Nacht
Camping Ulikaab 20 €/Nacht
Camping Zelena Lagunaab 23 €/Nacht
Camping Punticaab 18 €/Nacht
Camping Bijela Uvalaab 24 €/Nacht
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UNESCO-Welterbe seit 1997: byzantinische Goldmosaiken aus dem 6. Jahrhundert am Ende der Altstadt-Halbinsel von Poreč.
Aquacolors Poreč: Preise, Öffnungszeiten und Anfahrt zum Wasserpark
Höhle Baredine bei Poreč: Preise, Öffnungszeiten und Tipps für den Besuch
Parenzana Radweg ab Poreč: Strecke, Höhenmeter, Tunnel und Anfahrt
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Wetterdaten © OpenWeather, aktualisiert alle 6 Std.
Durchschnittliche Tageshöchsttemperaturen im Jahresverlauf.
Am angenehmsten: April bis Juni sowie September bis Oktober.
Tipp: An der Adria bleibt der Hochsommer heiß; im Winter kann die Bora kalte, böige Tage bringen.
Ja, vor allem für Familien und alle, die kurze Wege zwischen Altstadt, Strand und Ausflugszielen schätzen: Die Euphrasius-Basilika ist eine der bedeutendsten Kulturstätten Istriens, die Ferienzonen bieten organisierte Strände mit Infrastruktur, und Baredine, Parenzana und Motovun liegen alle in weniger als einer Stunde.
In der Altstadt und an den Hauptstränden von Zelena und Plava Laguna ja, besonders im Juli und August, wenn Tagesausflügler und Hotelgäste zusammenkommen. Wer Ruhe sucht, besucht die Basilika früh am Morgen oder weicht auf die ruhigeren Buchten Richtung Funtana aus.
Für die Altstadt selbst reicht ein halber Tag. Als Basis für einen Istrien-Urlaub mit Strandtagen, Baredine-Höhle, Parenzana-Radweg und einem Tagesausflug nach Motovun oder Rovinj lohnen sich aber mindestens vier bis fünf Tage.
10 Euro für Erwachsene, 5 Euro für Studenten. Das Ticket gilt für die gesamte Anlage: Hauptbasilika mit Mosaiken, Baptisterium, den 35 Meter hohen Glockenturm und den Bischofspalast mit der Mosaiksammlung. Sonntags ist die Basilika geschlossen.
Poreč hat keinen klassischen Postkartenstrand, sondern mehrere Kies- und Felsstrände mit Blauer Flagge in Zelena und Plava Laguna, gut organisiert mit Liegen und Duschen. Wer echten Sand sucht, muss weiter fahren, etwa nach Medulin im Süden Istriens Istrien.
Sehr gut: flach abfallende Strandabschnitte, Wasserpark Aquacolors, kurze Wege zwischen Hotel und Meer und mit der Baredine-Höhle ein kindertaugliches Ausflugsziel in der Nähe.
Mit dem Flugzeug über den Flughafen Pula, etwa 50 Autominuten entfernt. Mit dem Auto ab Wien in rund 5,5 Stunden, ab München in rund 6,5 Stunden, womit Poreč zu den am schnellsten erreichbaren Küstenstädten Kroatiens zählt.
Die Tropfsteinhöhle Baredine liegt nur 8 Kilometer entfernt, das Trüffelstädtchen Motovun rund 28 Kilometer im grünen Hinterland, und der Parenzana-Radweg beginnt direkt in Poreč. Auch Vrsar mit dem Limski Kanal und Rovinj sind als Tagesausflug gut zu schaffen.
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