Kirche der heiligen Euphemia in Rovinj
Wahrzeichen über der Altstadt: Barockkirche, 60-Meter-Turm und die Legende der Heiligen Euphemia.

Fažana ist ein rund 3.460 Einwohner zählendes Fischerdorf an Istriens Westküste, nur 8 Kilometer nordwestlich von Pula, und der einzige Abfahrtsort für die Boote zum Nationalpark Brijuni. Der Ort selbst bleibt dabei angenehm klein: eine bunte Hafenzeile, eine Handvoll Kiesbuchten und ein Alltag, der sich noch immer um Fischerei statt um Promenaden-Trubel dreht. Fažana lohnt sich für alle, die eine ruhige Basis mit direktem Blick auf die Brijuni-Inseln suchen und Pulas Arena, Strände und Flughafen trotzdem nur eine Viertelstunde entfernt haben wollen.
Fažanas Geschichte reicht bis in die römische Antike zurück: Schon damals wurden hier Amphoren für den Transport istrischen Olivenöls und Weins hergestellt, unter venezianischer Herrschaft wuchs der Ort zum festen Fischereihafen. Im Ortskern erinnert die Pfarrkirche der heiligen Kosmas und Damian daran, wie alt diese Geschichte ist: Die Pfarrei selbst geht vermutlich auf das 10. oder 11. Jahrhundert zurück, urkundlich erwähnt wird sie 1150, der heutige Bau entstand um 1500 im gotischen Grundstil und wurde später mit Renaissance- und Barockelementen ergänzt. Im Inneren stehen fünf Marmoraltäre, dazu ein Wandgemälde des Letzten Abendmahls des Malers Zorzi Ventura aus Zadar aus dem 16. Jahrhundert.
Das eigentliche Zentrum des Ortslebens ist aber die Riva, die Hafenpromenade: bunte Fassaden, Cafés und Restaurants direkt am Wasser, und mittendrin der kleine Sardellenpark mit Skulpturen des Fisches, der Fažana über ein Jahrhundert lang ernährt hat. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stand hier eine der größten Sardellenfabriken Istriens, die Fang aus der ganzen Region verarbeitete, dazu bestand bereits zu Napoleons Zeiten eine eigene Fischerbruderschaft des heiligen Andreas. Diese Tradition feiert der Ort bis heute beim Sardellenfest im August: Kisten-Wettragen, Rudern und Tauziehen der Fischerzünfte, dazu Live-Musik, Sardellen direkt von der Riva und ein Feuerwerk zum Abschluss.
Von der Riva legen auch die meisten Ausflugsboote ab, ob zum Sonnenuntergangstörn, zur Delfinbeobachtung oder eben zu den Brijuni-Inseln, die von hier aus zum Greifen nah wirken. Wer abends noch etwas Bewegung will, spaziert die Uferpromenade in Richtung Valbandon entlang, vorbei an Fischerbooten, die für den nächsten Morgen aufgetakelt werden, ein Bild, das an der belebten Westküste Istriens sonst selten geworden ist.
Fažana ist der einzige Abfahrtsort für die Brijuni-Inseln und bleibt trotzdem ein Fischerdorf ohne Promenaden-Trubel.
Wie fast überall in Istrien ist auch Fažanas Küste eine Kies- und Felsküste, Sand suchst du hier vergeblich. Direkt am nördlichen Ortsrand liegt der Strand Stara Fažana, ein kompakter Kiesstrand mit Liegen, gut zu Fuß vom Zentrum erreichbar. Südlich davon zieht sich der Strand Pineta durch einen alten Pinienwald, mit Kiesflächen und betonierten Liegeplattformen im Schatten, ein Klassiker für Familien, die Sonnenschutz zu schätzen wissen.
Rund drei Kilometer südlich des Zentrums, auf halbem Weg nach Pula, liegt die größte Bucht der Gegend: Valbandon, eine breite Kiesbucht mit ruhigem Wasser und einer Sandbank, die vom Ufer aus erreichbar ist, umgeben von Restaurants an einer ebenen Promenade. Noch etwas ruhiger geht es im benachbarten Peroj zu, dessen Strandabschnitt spürbar weniger Betrieb hat als Valbandon oder die Buchten direkt in Fažana. Peroj selbst ist eine kleine Überraschung im Hinterland der Bucht: 1657 siedelte die Republik Venedig hier montenegrinische Familien orthodoxen Glaubens an, die vor der osmanischen Herrschaft geflohen waren, und bis heute prägt die serbisch-orthodoxe Kirche des heiligen Spyridon, erbaut 1788 und 1834 in ihrer heutigen Form vollendet, das Ortsbild. Ein kurzer Abstecher lohnt sich, wenn du ohnehin am Strand von Valbandon liegst.
Acht Strände in Fažana und Valbandon im Überblick, mit Belag, FKK und Hund. Die Küste ist Kies mit betonierten Liegeflächen, Bi Val trägt die Blaue Flagge, der Bi Dog Beach ist frei zugänglich (Tourismusverband Fažana, Stand September 2026).
Alle Hundestrände Istriens, meist auf Campingplätzen, listet Hundestrände in Kroatien; die Strände der Nachbarstadt stehen unter Strände in Pula, Istriens einziger Sandstrand bei Medulin unter Strände in Medulin.
Fažana ist kein Ort für lautes Nachtleben, dafür für frischen Fisch direkt an der Riva. Die Konobas am Hafen kochen, was die Boote morgens anlanden, dazu die istrische Grundausstattung aus Olivenöl und einem kühlen Malvazija. Passend zum Ortsnamen landen Sardellen in vielen Varianten auf dem Teller, gegrillt, eingelegt oder als Brotaufstrich, ein direktes Echo der alten Fischereitradition. Abends bleibt es an der Promenade entspannt, Sonnenuntergang über den Brijuni-Inseln inklusive, wer mehr Auswahl an Bars und Restaurants will, findet sie im nur eine Viertelstunde entfernten Pula.
Der Grund, warum die meisten Gäste überhaupt von Fažana sprechen, liegt direkt vor der Küste: der Nationalpark Brijuni. Sämtliche Boote dorthin legen von der Riva in Fažana ab, die Überfahrt zur Hauptinsel Veli Brijun dauert rund 20 Minuten. Tickets bekommst du im Büro des Nationalparks direkt am Hauptsteg im Hafen (Brionska 10) oder vorab online, in den Sommermonaten fahren die Boote von früh bis spät fast im Stundentakt, im Winter deutlich seltener. Wer im Juli oder August anreist, bucht am besten vorab, weil der Park eine Besucherobergrenze hat. Alles zu Preisen, Safaripark und Titos früherer Residenz auf Veli Brijun steht ausführlich unter Nationalparks.

Nach Pula sind es nur 8 Kilometer: die römische Arena, die Zerostrasse und die Strände von Verudela liegen von Fažana aus in einer knappen Viertelstunde Autofahrt Pula. Wer weiter die Küste hinauf will, erreicht Vrsar Vrsar und Rovinj Rovinj ebenfalls in gut 30 bis 40 Minuten.

Fažana liegt an Istriens Westküste und profitiert von der gleichen kurzen Anreise wie der Rest der Halbinsel: Ab Wien sind es rund 5,5 Stunden über Graz, Maribor und Ljubljana, ab München rund 6,5 Stunden über den Karawankentunnel. Wer fliegt, landet direkt vor der Haustür: Der Flughafen Pula liegt rund 13 Kilometer entfernt und wird im Sommer 2026 unter anderem von Berlin, Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart aus angeflogen, von dort holst du dich am einfachsten mit dem Mietwagen oder Taxi ab, einen eigenen Bahnhof hat Fažana nicht. Wer ohne Auto anreist, kann im Sommer auch mit dem Katamaran ab Venedig oder Triest bis Pula übersetzen, allerdings nur als Fußpassagier. Denk an die Vignetten für Österreich und Slowenien, in Kroatien selbst fällt streckenbezogene Maut an Maut in Kroatien. Alle Routen und Alternativen findest du unter Anreise.
Im Ort selbst dominieren kleine Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen, wer feste Wände mit Meerblick sucht, wird hier fündig, wenn auch in kleinerer Auswahl als in den großen Nachbarorten Rovinj oder Poreč. Wer campt, ist in der Gegend goldrichtig: Südlich des Zentrums, direkt gegenüber den Brijuni-Inseln, liegt Bi Village, einer der größten Ferienparks Istriens, wenige Kilometer weiter Camping Pineta im Pinienwald, beide mit ADAC-Superplatz-Auszeichnung. Für eine ruhige Basis mit kurzem Weg zum Brijuni-Boot und trotzdem Pula, Rovinj und Vrsar in Reichweite ist Fažana damit fast egal in welcher Unterkunftsform gut gewählt. Alle Plätze, Typen und Preise im Detail findest du unter Camping.
Fažana liegt an Istriens Westküste, alle drei Nachbarorte sind in höchstens 40 Minuten erreichbar.
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Polidor Family Camping Resortab 18 €/Nacht
Valamar Camping Marina 4*ab 18 €/Nacht
Camping Ulikaab 20 €/Nacht
Camping Zelena Lagunaab 23 €/Nacht
Camping Punticaab 18 €/Nacht
Camping Bijela Uvalaab 24 €/Nacht
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Camping Park Umagab 17 €/NachtBewertung und Richtpreis pro Nacht laut camping.info; tagesaktuelle Preise und Verfügbarkeit auf der Ergebnisseite. Vermittelt über camping.info, bei einer Buchung erhält kroatien.de eine Provision, für dich ohne Aufpreis.
Wahrzeichen über der Altstadt: Barockkirche, 60-Meter-Turm und die Legende der Heiligen Euphemia.
Titos Inselreich vor Istrien: Safaripark, Römervilla und Bootstour ab Fažana.
Naturschutzgebiet mit wilden Buchten an der Südspitze Istriens, direkt vor Medulin.
Das römische Amphitheater, in dem heute Kino und Konzerte laufen statt Gladiatorenkämpfe.
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Wetterdaten © OpenWeather, aktualisiert alle 6 Std.
Durchschnittliche Tageshöchsttemperaturen im Jahresverlauf.
Am angenehmsten: April bis Juni sowie September bis Oktober.
Tipp: An der Adria bleibt der Hochsommer heiß; im Winter kann die Bora kalte, böige Tage bringen.
Ja, vor allem wenn du zu den Brijuni-Inseln willst oder eine ruhige Basis nahe Pula suchst. Als eigenständiges Ausflugsziel ohne Brijuni-Bezug ist der Ort schnell gesehen, als Standort für einen ruhigen Istrien-Urlaub mit kurzen Wegen funktioniert er sehr gut.
Rund um die Abfahrtszeiten der Brijuni-Boote wird es im Juli und August an der Riva voll, der Ort selbst bleibt aber deutlich ruhiger als Rovinj oder Poreč, weil ihm die große Altstadt-Kulisse fehlt. Mai, Juni und September sind spürbar entspannter.
Mit dem Boot direkt von der Riva, die Überfahrt zur Hauptinsel Veli Brijun dauert rund 20 Minuten. Tickets gibt es im Büro des Nationalparks am Hauptsteg oder vorab online, in der Hochsaison lohnt sich die Vorabbuchung.
Für Ort, Riva und Kirche reicht ein halber Tag, mit dem Brijuni-Ausflug wird daraus ein ganzer Tag. Als Standort für mehrere Tage mit Tagesausflügen nach Pula, Rovinj oder eben Brijuni eignet sich Fažana gut.
Nein, alle Strände in und um Fažana, von Stara Fažana über Pineta bis Valbandon, sind Kies- oder Felsstrände. Eine Ausnahme bildet die Sandbank bei Valbandon, die vom Ufer aus erreichbar ist.
Rund 8 Kilometer, mit dem Auto etwa 15 Minuten. Auch der Flughafen Pula liegt in dieser Entfernung.
Im August, mit Fischerwettkämpfen wie Kisten-Wettragen, Rudern und Tauziehen, Live-Musik, Sardellen von der Riva und Feuerwerk. Das genaue Datum legt die Gemeinde jedes Jahr neu fest.
Direkt südlich des Orts gegenüber den Brijuni-Inseln liegt Bi Village, wenige Kilometer weiter im Pinienwald Camping Pineta, beide mit ADAC-Superplatz-Auszeichnung. Details zu allen Plätzen der Region stehen unter Camping.
Peroj wurde 1657 von montenegrinischen Familien orthodoxen Glaubens gegründet, die vor der osmanischen Herrschaft flohen. Die serbisch-orthodoxe Kirche des heiligen Spyridon von 1788/1834 macht den Ort bis heute zu einer religionsgeschichtlichen Besonderheit Istriens, gut kombinierbar mit einem Strandtag in Valbandon.
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