Stadtmauer von Ston: 5,5 Kilometer Festung auf der Halbinsel Pelješac
Stadtmauer von Ston auf Pelješac: Länge, Tickets, Öffnungszeiten, Anfahrt

Mljet liegt der dalmatinischen Küste bei Dubrovnik vorgelagert und ist mit rund 90 Prozent Waldbedeckung die grünste Insel Kroatiens. Ihr westliches Drittel ist seit 1960 Nationalpark mit zwei Salzwasserseen und einer Klosterinsel, der Rest der 37 Kilometer langen Insel bleibt fast unberührt, bis hinunter zur Sandbucht Saplunara im Südosten. Du erreichst Mljet per Autofähre ab Prapratno auf der Halbinsel Pelješac oder per Katamaran ab Dubrovnik, ein Tagesausflug reicht für den Nationalpark, für die ganze Insel lohnt sich eine Übernachtung mehr.
Für wen sich das lohnt: für alle, die zwischen Split und Dubrovnik nicht noch eine weitere Stadt, sondern echte Stille suchen. Wer Nachtleben, Einkaufsstraßen oder ein dichtes Restaurantnetz erwartet, ist auf Mljet an der falschen Adresse, dafür bekommst du Wald bis ans Wasser und einen Nationalpark, den du zu großen Teilen mit dem Fahrrad umrundest.
Das Herzstück von Mljet sind zwei mit dem offenen Meer verbundene Salzwasserseen, Veliko jezero und Malo jezero, eingebettet in einen dichten Kiefernwald aus Aleppokiefern und immergrünen Eichen. Im größeren der beiden Seen liegt ein Inselchen mit einem Benediktinerkloster aus dem 12. Jahrhundert, das du mit dem Ausflugsboot oder eigenem Kajak erreichst. Rund um die Seen führen flache Wege und Radstrecken, Fahrräder kannst du direkt an drei Stellen im Park leihen, in Pomena, am Malo jezero und in Vrbovica am Veliko jezero. Auch in Polače, dem westlichen Nachbarort, gibt es Räder und Kajaks zum Verleih.
Der Eintritt in der Hochsaison von Juni bis September 2026 kostet für Erwachsene 25 Euro, Kinder von 7 bis 18 Jahren zahlen 8 Euro, jüngere Kinder haben freien Eintritt. Wer nach 16 Uhr kommt, zahlt 25 Prozent weniger. Im Ticketpreis enthalten ist die Bootsüberfahrt zur Klosterinsel sowie die Nutzung der markierten Wege rund um beide Seen. Für Autos ist im Park ohnehin kein Platz, die Wege sind reine Fuß- und Radwege, was Mljet einen spürbar anderen Rhythmus gibt als die Küstenorte Dalmatiens.
Innerhalb des Parks liegt auch Goveđari, ein kleines Dorf, das in den 1950er Jahren als Mustersiedlung für die Parkverwaltung entstand und heute Ausgangspunkt für Wanderungen ist.
An der Südküste bei Babino Polje, dem größten Ort der Insel mitten im fruchtbaren Talkessel zwischen den Hügeln Veliki und Mali Grad, liegt die Odisejeva špilja, die Odysseus-Höhle. Der Legende nach soll hier Odysseus nach seinem Schiffbruch gestrandet sein und sieben Jahre bei der Nymphe Kalypso verbracht haben, bevor er weiter nach Ithaka segelte. Belegen lässt sich das nicht, Mljet ist eine von mehreren Inseln im Mittelmeer, die diesen Anspruch erheben, aber die Höhle selbst ist auch ohne Mythos beeindruckend: ein ovaler Hohlraum mit rund fünf Meter breitem Eingang und einem bis zu 20 Meter langen Gang, durch den Sonnenlicht mittags das Wasser in changierenden Blautönen leuchten lässt. Zugang bekommst du über eine steile Nothilfe-Leiter von Land, bequemer schwimmend oder mit dem kleinen Boot von der Bucht aus.
Während der Rest der Insel wie große Teile Dalmatiens auf Kies und Fels setzt, macht der Südosten eine Ausnahme. Bei Saplunara, nahe dem Dorf Korita am äußersten Zipfel von Mljet, liegen zwei echte Sandstrände nebeneinander: die rund 200 Meter breite Velika Saplunara mit flach abfallendem Sand, ideal für Familien, und die kleinere Mala Saplunara mit schattigen Bäumen direkt am Ufer. Ein Pinienwald rahmt die Bucht und liefert Schatten, wenn die Mittagssonne zu stark wird. Beide Strände tragen die Blaue Flagge für Wasserqualität. Der Name soll vom lateinischen Wort für feinen Sand kommen, eine Legende bringt sogar den Apostel Paulus hierher, der auf dem Weg nach Rom Schiffbruch erlitten und der Bucht angeblich ihren Namen gegeben haben soll. Von Sobra oder Babino Polje aus ist Saplunara eine gute halbe Stunde Fahrt, weshalb sie meist nur bleibt, wer auf der Insel übernachtet.
Mljet ist keine Insel für ausgedehnte Restauranttouren. In Pomena und Polače bedienen ein paar Konobas die Tagesgäste des Nationalparks, in Babino Polje findest du die typischen Dorfwirtshäuser mit dalmatinischer Küche und Wein aus eigenem Anbau. Segler steuern gern die Bucht Okuklje an der Ostküste an, wo mehrere Restaurants direkt am Wasser liegen und kostenlose Liegeplätze für ihre Gäste bereithalten. Ein Nachtleben im Sinne von Bars oder Clubs gibt es auf Mljet nicht, und genau das ist für die meisten Besucher der Punkt.
Mljet verkauft keine Partymeile. Kein Nachtleben, kein dichtes Restaurantnetz, dafür Wald bis ans Wasser und ein Nationalpark, den die meisten mit dem Fahrrad umrunden.
Mljet liegt fast auf halbem Weg zwischen Dubrovnik und den mitteldalmatinischen Inseln, entsprechend gut lässt sich ein Besuch kombinieren. Die Küstenroute der Katamarane verbindet Mljet mit Korcula weiter im Norden und mit Dubrovnik im Süden, sodass sich ein Mehrinsel-Trip ohne Auto planen lässt. Wer nach Ruhe auf Mljet noch abgeschiedenere Inseln sucht, findet sie auf Vis oder den Klippen von Dugi Otok. Einen Überblick, welche kroatische Insel zu welchem Urlaubstyp passt, gibt dir Inseln. Und wer sich für Kroatiens Nationalparks insgesamt interessiert, findet die anderen sieben, von den Plitvicer Seen bis zu den Kornaten, unter Nationalparks.

Mit dem Auto kommst du über die Halbinsel Pelješac zur Autofähre Prapratno nach Sobra, die Überfahrt dauert rund 45 Minuten. Das ist die einzige Autoverbindung auf die Insel, weshalb die meisten Selbstfahrer über Dubrovnik oder die Pelješac-Brücke anreisen. Ohne Auto nimmst du den Katamaran ab Dubrovnik, der 2026 auf der neuen Krilo-Linie täglich von Mai bis Mitte Oktober verkehrt: Abfahrt in Dubrovnik am späten Vormittag, Ankunft in Pomena nach rund 1 Stunde 15 Minuten, weiter geht es bis Korčula. Andere Katamaranlinien laufen zusätzlich Sobra und Polače an. Für einen reinen Tagesausflug in den Nationalpark reicht diese Verbindung locker, du bist mittags im Park und abends zurück in Dubrovnik.
Für Gäste aus Österreich ist Dubrovnik der naheliegende Ausgangspunkt: Direktflüge gibt es ab Wien in gut zwei Stunden, von dort ist der Katamaranhafen in Gruž nur wenige Minuten entfernt. Alle Anreisewege nach Kroatien im Detail, inklusive Maut und Grenzformalitäten, findest du unter Anreise.
Wer länger als einen Tag bleibt, wohnt am ehesten in Pomena oder Polače nahe dem Nationalpark, in Babino Polje mitten auf der Insel oder in Saplunara direkt am Sandstrand. Große Hotels gibt es kaum, das Angebot besteht überwiegend aus Ferienwohnungen und kleinen Pensionen in Privathäusern, für die du in der Hochsaison früh buchen solltest. Wer campen will, findet auf Mljet nur wenige, kleine Plätze, die Übersicht mit Regionen und Preisen für ganz Kroatien steht unter Camping.
Mljet liegt fast auf halbem Weg zwischen Dubrovnik und den mitteldalmatinischen Inseln, die folgenden Ziele erreichst du per Katamaran oder Autofähre.
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Wetterdaten © OpenWeather, aktualisiert alle 6 Std.
Durchschnittliche Tageshöchsttemperaturen im Jahresverlauf.
Am angenehmsten: April bis Mai sowie September bis November.
Tipp: An der Adria bleibt der Hochsommer heiß; im Winter kann die Bora kalte, böige Tage bringen.
Für den Nationalpark ja: Die Katamaranverbindung ab Dubrovnik lässt dir mittags mehrere Stunden für die Salzseen und die Klosterinsel. Für die Sandbucht Saplunara im Südosten oder die Odysseus-Höhle brauchst du mehr Zeit und damit eher eine Übernachtung.
Ein Tag deckt den Nationalpark ab. Für Insel und Nationalpark zusammen, inklusive Saplunara und Odysseus-Höhle, sind zwei bis drei Tage realistisch, danach wiederholt sich das Programm.
In der Hochsaison von Juni bis September zahlen Erwachsene 25 Euro, Kinder von 7 bis 18 Jahren 8 Euro, jüngere Kinder sind frei. Nach 16 Uhr gibt es 25 Prozent Rabatt auf die Tagesticket-Preise.
Per Katamaran ab Dubrovnik, 2026 mit einer neuen täglichen Linie von Mai bis Mitte Oktober nach Pomena in etwa 1 Stunde 15 Minuten. Mit dem Auto fährst du die Autofähre Prapratno nach Sobra ab der Halbinsel Pelješac.
Der Sandstrand von Saplunara mit flachem Wasser eignet sich gut für Kinder, ebenso die Radwege rund um die Seen im Nationalpark. Für ein dichtes Freizeitangebot wie in den großen Küstenorten ist die Insel aber zu ruhig, Mljet passt eher zu Familien, die Natur statt Animation suchen.
Ja, im Südosten bei Saplunara: Velika Saplunara und die kleinere Mala Saplunara sind zwei nebeneinanderliegende Sandbuchten mit Blauer Flagge. Der Rest der Insel ist wie fast ganz Dalmatien überwiegend Kies und Fels.
Nein, verglichen mit Hvar oder Korčula bleibt Mljet auch im Hochsommer ruhig. Tagesgäste konzentrieren sich auf den Nationalpark rund um die Bootsanleger, der Rest der Insel bleibt selbst im August erstaunlich leer.
Für einen Tagesausflug in den Nationalpark nicht, dort sind ohnehin nur Rad- und Fußwege erlaubt. Wer mehrere Tage bleibt und auch den Osten mit Saplunara erkunden will, kommt mit Auto oder gemietetem Roller schneller voran, ganz Mljet hat im Grunde nur eine durchgehende Hauptstraße.
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