Zlatni Rat
Kroatiens meistfotografierter Strand bei Bol, eine Kieszunge, die mit jedem Wind ihre Form ändert.

Hvar ist die Insel für alle, die zum Adria-Urlaub Yachthafen-Flair, Lavendelduft und ein Nachtleben wollen, das sonst eher nach Ibiza gehört, und die dafür auch bereit sind, die höchsten Preise Dalmatiens zu zahlen. Mit mehr als 2.700 Sonnenstunden im Jahr gilt Hvar als sonnigste Insel Kroatiens, ihr Aushängeschild ist die gleichnamige Hafenstadt mit venezianischer Piazza und der Festung Fortica darüber. Ohne Auto kommst du am schnellsten per Katamaran ab Split direkt nach Hvar Stadt, in rund einer Stunde, mit Auto per Autofähre nach Stari Grad, in rund zwei Stunden Fähren. Wer es ruhiger mag, wohnt lieber in Stari Grad oder Jelsa statt mitten in der Partystadt.
Der Hauptplatz Trg Svetog Stjepana ist mit seiner länglichen Form der größte Platz Dalmatiens, gerahmt von der Kathedrale St. Stephan, deren heutige Renaissance- und Barockfassade auf den Fundamenten einer frühchristlichen Kirche aus dem 6. Jahrhundert steht. Am Hafenende der Piazza liegt das Arsenal, ursprünglich im 14. Jahrhundert als Werft für die Galeeren der Gemeinde gebaut. Im ersten Stock richtete der venezianische Gouverneur Pietro Semitecolo 1612 ein Theater ein, eines der ersten öffentlichen Bürgertheater Europas, bis heute bespielt und mit einer Kunstgalerie unter einem Dach.
Über der Stadt thront die Festung Fortica, auch Španjola genannt, obwohl sie nichts mit Spanien zu tun hat: Ihre Grundmauern reichen auf illyrische und byzantinische Befestigungen zurück, den Auftrag für den heutigen Bau erteilte die venezianische Verwaltung 1282, fertiggestellt wurde sie erst 1552. Am Bau beteiligte spanische Ingenieure gaben ihr den Beinamen, der bis heute hängen geblieben ist. Oben angekommen, blickst du über die Dächer der Altstadt auf die vorgelagerten Pakleni-Inseln, das schönste Panorama der Insel.

Rund um die Piazza reihen sich außerdem die Reste des Franziskanerklosters am Hafen mit seiner Gemäldesammlung und, im Landesinneren der Insel, die Lavendelfelder um das Dorf Velo Grablje, wo Ende Juni ein Lavendelfest die Ernte feiert. Mit dem Auto oder Roller bist du in wenigen Minuten aus dem Stadttrubel im violett blühenden Hinterland.
Auch auf Hvar gilt die dalmatinische Grundregel: Kies und Fels statt Sand. Direkt in Hvar Stadt liegen betonierte Sonnenplattformen und Badeleitern entlang der Küstenpromenade, brauchbar für den schnellen Sprung ins Wasser, aber kein Fotomotiv. Das holt die Insel an anderer Stelle nach.
Dubovica, rund 8 Kilometer östlich der Stadt an der Südküste, ist die bekannteste Bucht der Insel: ein etwa 200 Meter langer Kiesstrand zwischen alten Steinhäusern und pinienbewachsenen Hängen, das Wasser klar genug für Schnorchler. Zu Fuß geht es über einen unbefestigten Pfad hinunter, oben am Straßenrand parkst du. Unten wartet ein kleines Restaurant mit frischem Fisch und Wein aus der Region.
Weitere Ziele für einen Strandtag sind die Buchten Milna und Zaraće an der Südküste sowie die Strände rund um Jelsa und Vrboska im Osten, allesamt Kies. Wer wirklich feinen Sand will, muss die Insel verlassen, etwa Richtung Rab oder die Lagune von Nin Strände. Auf Hvar selbst zählt eher das Wasser: glasklar, weil kein Sand aufgewirbelt wird.
Sieben Strände und Buchten auf Hvar im Überblick, mit Belag, FKK und Hund. Alles Kies und Fels, Sand gibt es nicht, dafür das klarste Wasser Mitteldalmatiens (Tourismusverband Hvar, Stand September 2026).
Alle Hundestrände Dalmatiens listet Hundestrände in Kroatien, die FKK-Ziele FKK-Strände in Kroatien, und wo an der Küste echter Sand liegt, zeigt die Sandstrand-Übersicht.
Tagsüber ist Hvar Stadt ein Ort für Fisch und Wein: In den Konobas der Altstadt und rund um den Hafen bekommst du gegrillten Fisch, Gregada, den dalmatinischen Fischeintopf, und Weine von der eigenen Insel, allen voran den Plavac Mali, eine autochthone Rotweinsorte, die auf den steilen, steinigen Südhängen von Hvar (Vinogorje Hvar) zu den besten Tropfen Kroatiens zählt. Wer ihn direkt am Weinberg probieren will, findet in Vrbanja und rund um Jelsa mehrere Familienweingüter mit Verkostung.
Abends dreht Hvar auf. Am bekanntesten ist der Hula Hula Beach Bar an der Uferpromenade Richtung Hotel Podstine, gut 15 Gehminuten vom Hauptplatz: tagsüber Liegen und Cocktails mit Blick auf die Pakleni-Inseln, zum Sonnenuntergang wird daraus die inoffizielle Vorparty der Stadt. Wer weiterfeiern will, nimmt ein Wassertaxi zum Carpe Diem Beach Club auf der vorgelagerten Insel Marinkovac, einem der bekanntesten Beachclubs der Adria, der wie die meisten Insel-Clubs nur von Mai bis September öffnet. Für alle, denen das zu viel ist: Stari Grad und Jelsa haben ihr eigenes, deutlich ruhigeres Konobenleben, ganz ohne Bässe bis zum Morgen.
Abends gehört Hvar Stadt den Beachclubs, die stillen Vormittage gehören Stari Grad und Jelsa.
Stari Grad liegt am Ende einer langen, geschützten Bucht und ist mit einer Gründung durch griechische Siedler aus Paros im Jahr 384 vor Christus einer der ältesten durchgehend besiedelten Orte Europas. Die dazugehörige Ebene Stari Grad Plain ist seit 2008 UNESCO-Welterbe, weil Bauern dort bis heute dieselben Parzellen mit denselben antiken Grenzsteinen bewirtschaften wie vor 24 Jahrhunderten. Der Ort selbst ist entspannter und günstiger als Hvar Stadt, mit eigenem Fährhafen für die Autofähre aus Split.
Jelsa an der Nordküste ist ein Fischerhafen mit Strandpromenade und ruhigerem Familienpublikum, Vrboska direkt daneben trägt wegen ihres schmalen, über einen Kilometer langen Kanals mit mehreren steinernen Brücken den Beinamen kleines Venedig Kroatiens, entstanden im 15. Jahrhundert als Fischerhafen mit einer wehrhaften Kirche als Fluchtburg.
Vor Hvar Stadt liegen die Pakleni-Inseln, ein Archipel aus 16 kleinen, unbewohnten Inseln, deren Name vom Pinienharz (paklina) stammt, das früher zum Abdichten von Holzbooten diente. Die bekanntesten sind Jerolim mit FKK-Strand, Marinkovac mit dem Carpe Diem und der Bucht Mlini sowie das größte Eiland Sveti Klement mit der Bucht Palmižana, einer flachen, sandig-kiesigen Lagune inmitten von Pinienwald. Wassertaxis fahren den Sommer über mehrmals täglich ab dem Hafen von Hvar Stadt hinüber, ein klassischer Halbtagesausflug.
Hvar ist eine reine Fähreninsel, eine Brücke wie bei Krk oder Pag gibt es nicht. Von Split aus Split, dem großen Fährhafen Mitteldalmatiens, hast du drei Möglichkeiten:
Die Autofähre Split nach Stari Grad braucht rund 2 Stunden, nimmt Fahrzeuge mit und ist die richtige Wahl, wenn du die Insel mit dem Auto erkunden willst. Für Juli und August solltest du die Überfahrt vorab reservieren, sonst wird es mit Fahrzeugplatz knapp. Der Katamaran Split nach Hvar Stadt fährt direkt in die Inselhauptstadt, braucht rund 1 Stunde und nimmt nur Fußpassagiere, dafür fährt er von Anfang Mai bis Mitte Oktober bis zu 19- bis 20-mal täglich. Wer im Osten der Insel wohnt, spart mit der kurzen Autofähre Drvenik nach Sućuraj rund 30 Minuten Überfahrtszeit, muss dafür aber quer über die Insel weiterfahren.
Ohne eigenes Auto bist du mit dem Katamaran am flexibelsten unterwegs, mit Fahrzeug führt an der Stari-Grad-Route kaum ein Weg vorbei. Fahrpläne, Reservierung und die Wahl zwischen den drei Wegen erklärt dir unsere Fährseite für Hvar Hvar. Wer aus Österreich anreist, fährt zunächst die rund 7,5 Stunden bis Split Anreise und nimmt von dort die Fähre. Alle Routen, Reedereien und Buchungstipps für die gesamte Adria findest du gebündelt auf unserer Fähren-Seite Fähren.
Hvar Stadt bietet die größte Auswahl an Boutique-Hotels und Villen mit Meerblick, ist dafür aber auch die teuerste Adresse der Insel und in der Hochsaison Wochen im Voraus gebucht. Günstiger und ruhiger wohnst du in Stari Grad oder Jelsa, wo Apartments und kleine Pensionen dominieren und du morgens ohne Partylärm aufwachst. Wer campen will, findet auf Hvar nur wenige, kleinere Plätze, die großen Anlagen der Region liegen eher auf dem Festland und den Kvarner-Inseln Camping. Ferienhäuser mit Pool sind im Hinterland der Insel gefragt und oft die entspanntere Alternative zum Hotel Ferienhäuser.
Hvar ist eine reine Fähreninsel. Split ist das Tor dorthin, und von dort erreichst du auch die beiden großen Nachbarinseln.
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Kroatiens meistfotografierter Strand bei Bol, eine Kieszunge, die mit jedem Wind ihre Form ändert.
Der römische Kaiserpalast, in dem Split bis heute wohnt, kocht und feiert.
Aussichtsfestung über der Altstadt von Hvar mit Blick auf die Pakleni-Inseln.
778 Meter hoher Aussichtsgipfel über Bol, der höchste Punkt aller kroatischen Inseln.
Waldpark auf der Halbinsel Splits mit Wanderwegen, Aussichtspunkten und Buchten.
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Wetterdaten © OpenWeather, aktualisiert alle 6 Std.
Durchschnittliche Tageshöchsttemperaturen im Jahresverlauf.
Am angenehmsten: April bis Mai sowie September bis November.
Tipp: An der Adria bleibt der Hochsommer heiß; im Winter kann die Bora kalte, böige Tage bringen.
Ja, wenn du Yachthafen-Atmosphäre, Nachtleben und mediterranes Flair suchst und bereit bist, dafür die höchsten Preise Dalmatiens zu zahlen. Wer Ruhe will, weicht innerhalb der Insel nach Stari Grad oder Jelsa aus und bekommt trotzdem Fähre, Strände und Pakleni-Inseln vor der Tür.
In Hvar Stadt ja, vor allem im Juli und August rund um Hafen und Piazza sowie abends in den Bars. Stari Grad, Jelsa und Vrboska bleiben spürbar ruhiger, ebenso das Hinterland mit den Lavendelfeldern.
Für Stadt, Fortica, einen Ausflug zu den Pakleni-Inseln und mindestens einen Strandtag in Dubovica reichen 3 bis 4 Tage. Mit Stari Grad, Jelsa und Vrboska zusätzlich planst du besser eine ganze Woche.
Weil die Insel seit Jahrzehnten das mondäne Aushängeschild Dalmatiens ist: Yachten, internationales Publikum und begrenzter Platz in der Altstadt treiben Hotel- und Restaurantpreise über das Niveau des restlichen Kroatiens. Im Hinterland, in Stari Grad oder Jelsa, sind die Preise spürbar niedriger.
Ohne Auto mit dem Katamaran direkt nach Hvar Stadt in rund 1 Stunde, saisonal bis zu 20-mal täglich. Mit Auto über die Fähre nach Stari Grad in rund 2 Stunden, in der Hochsaison am besten mit Reservierung.
Ein von griechischen Siedlern 384 vor Christus angelegtes Ackerland bei Stari Grad, dessen antike Parzellengrenzen bis heute nahezu unverändert bewirtschaftet werden. Seit 2008 steht die Stari Grad Plain als UNESCO-Welterbe unter Schutz.
Das hängt vom Urlaubstyp ab: Hvar punktet mit Lifestyle, Nachtleben und Yachthafen-Flair, Brač Brac ist familienfreundlicher, günstiger und mit dem Zlatni Rat berühmt für seinen Strand. Wer Mittelalter und Stadtmauern sucht, schaut sich eher auf Korčula Korcula um. Der große Insel-Überblick mit allen Charakteren steht unter Inseln.
Für die Stadt selbst und die Pakleni-Inseln nicht, dort kommst du zu Fuß und per Boot überall hin. Für Dubovica, Stari Grad, Jelsa und Vrboska ist ein Auto oder Roller praktisch, weil Busse selten fahren und die Distanzen für Fußgänger zu groß sind.
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