Dugi Otok: Steilklippen, Sakarun-Strand, Kornaten nah
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Dugi Otok: Steilklippen, Sakarun-Strand, Kornaten nah

Dugi Otok ist Zadars ruhige Nachbarinsel: Steilklippen in der Telašćica, Sandstrand Sakarun, kaum Trubel. Am Sakarun bleibt das Wasser lange flach.

Dugi Otok, wörtlich die "lange Insel", zieht sich knapp 45 Kilometer von Norden nach Süden vor Zadar durchs Meer, an der schmalsten Stelle ist sie keine zwei Kilometer breit. Sie lohnt sich für dich, wenn du Steilklippen, einen der bekanntesten Sandstrände Kroatiens und vor allem Ruhe suchst, denn feste Infrastruktur ist auf der Insel dünn gesät und ein Auto brauchst du fast überall. Mit dem eigenen Wagen kommst du per Autofähre ab Zadar (Gaženica) nach Brbinj, ohne Auto per Katamaran direkt in die Hafenorte Sali, Zaglav oder Božava Fähren.

Dugi Otok, wörtlich die "lange Insel", zieht sich knapp 45 Kilometer von Norden nach Süden vor Zadar durchs Meer, an der schmalsten Stelle ist sie keine zwei Kilometer breit. Sie lohnt sich für dich, wenn du Steilklippen, einen der bekanntesten Sandstrände Kroatiens und vor allem Ruhe suchst, denn feste Infrastruktur ist auf der Insel dünn gesät und ein Auto brauchst du fast überall. Mit dem eigenen Wagen kommst du per Autofähre ab Zadar (Gaženica) nach Brbinj, ohne Auto per Katamaran direkt in die Hafenorte Sali, Zaglav oder Božava Fähren.

Sehenswürdigkeiten und Erleben: Klippen, ein Salzsee und der höchste Leuchtturm der Adria

Dugi Otok in Zahlen
Insellänge
knapp 45 km
Schmalste Stelle
keine 2 km
Naturpark Telašćica, Fläche
rund 70 km²
Steilklippen Stene, Höhe
bis 200 m
Leuchtturm Veli Rat
42 m, seit 1849
Sakarun, Länge
rund 300 m

Im Süden der Insel liegt der Naturpark Telašćica, seit 1988 geschützt und mit rund 70 Quadratkilometern gut halb Wasser, halb Land. Sein Wahrzeichen sind die Steilklippen namens Stene, die auf der Außenseite zur offenen Adria bis zu 200 Meter über dem Meer aufragen und noch einmal rund 90 Meter unter Wasser weitergehen, die höchste Erhebung im Park, der Vela Straža, misst 338 Meter. Wichtig für die Einordnung: Telašćica ist ein Naturpark, kein Nationalpark, das Regelwerk ist also etwas lockerer als bei den acht echten Nationalparks des Landes Nationalparks. Mitten im Park liegt der Salzsee Mir, ein von dichtem Pinienwald gesäumtes Becken mit unterirdischer Verbindung zum Meer, dessen Heilschlamm am Ufer und eine endemische Aalart, im Volksmund Kajman genannt, ihn zu einer kleinen Naturkuriosität machen.

Im äußersten Nordwesten der Insel, bei Veli Rat, steht seit 1849 ein 42 Meter hoher Leuchtturm mit gelber Fassade, der höchste an der gesamten Adriaküste. Seine Lichtreichweite liegt bei 22 Seemeilen, und der Legende nach sollen für den Anstrich einst 100.000 Eigelb verarbeitet worden sein, verifizieren lässt sich das nicht, erzählt wird es trotzdem gern. Ein Teil des Turms ist heute als einfaches Feriendomizil vermietet, wer nicht übernachtet, kommt trotzdem für die Aussicht und die Ruhe der Landzunge.

Sali, mit rund 740 Einwohnern der größte Ort der Insel, ist ein gewachsenes Fischerdorf um eine geschützte Bucht, ohne Betonpromenade und ohne Ferienanlagen, dafür mit Werften, in denen noch Boote gebaut werden. Von hier starten auch die meisten Ausflugsboote in die Kornaten. Die übrigen Orte, Brbinj, Božava, Zaglav, Savar und das winzige Veli Rat, sind noch kleiner und noch ruhiger, verteilt über die ganze Insellänge und untereinander nur über eine einzige, teils schmale Straße verbunden.

Strände auf Dugi Otok: ein Sandtraum und viel Kies drumherum

Der Sakarun im Nordwesten der Insel ist der Star: eine rund 300 Meter lange, von Pinien gesäumte Bucht mit hellem Sand, die auf Fotos glatt als Karibik durchgeht, wie auch die Redaktion in unserem nationalen Strand-Überblick festhält Strände. Das Wasser bleibt lange flach, noch 250 Meter vom Ufer entfernt sind es erst rund 3,5 Meter Tiefe, ideal für Familien mit kleinen Kindern. Direkt am Strand gibt es zwei kleine Gastro-Stände und Anlegeplätze für Boote, von Božava aus verkehrt in der Saison sogar ein kleiner Zug im Zweistundentakt zum Strand. Der Haken: Sakarun ist per Straße nur über die gesamte Insel erreichbar, und weil er so bekannt ist, wird es im Hochsommer mittags eng.

Der Sandstrand Sakarun im Nordwesten von Dugi Otok mit seinem hellen, flach abfallenden Wasser. Foto: Greta Ceresini, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Der Rest der Küste ist, wie fast überall in Kroatien, Fels und Kies. In der Bucht von Sali und rund um Zaglav findest du flachere Kieszugänge direkt aus dem Ort, wer es einsamer mag, wandert oder fährt mit dem Boot zu einer der vielen unbenannten Buchten an der zerklüfteten Westseite. Innerhalb des Naturparks Telašćica selbst ist Baden an mehreren kleinen Buchten möglich, am bekanntesten ist die Bucht Mir direkt neben dem gleichnamigen Salzsee, allerdings nicht im See selbst.

Strände und Buchten auf Dugi Otok im Vergleich
Strand/BuchtLageUntergrundWas dich erwartet
SakarunNordwesten der Inselheller Sandrund 300 m lang, Wasser lange flach, ideal für Familien
Bucht von Saliim Ort SaliKiesflacher Zugang direkt aus dem Ort
Zaglavim Ort ZaglavKiesflacher Zugang direkt aus dem Ort
Bucht Mirim Naturpark Telašćica, neben dem SalzseeFels und KiesBaden möglich, nicht im Salzsee selbst

Essen und Abendleben: Fisch, Ruhe, kein Trubel

Dugi Otok lebt von der Fischerei, und das schmeckst du: In Konobas wie der Konoba Roko in Sali und Zaglav kommt frischer Fisch und Scampi auf den Tisch, oft mit Gemüse aus dem eigenen Garten. Am kleinen Hafenbecken von Božava reihen sich drei Restaurants und ein Café, mehr Auswahl brauchst du auf dieser Insel auch nicht. Ein Nachtleben im klassischen Sinn gibt es nicht, die Abende spielen sich an den Hafenpromenaden ab, bei einem Fisch zum Sonnenuntergang, nicht an der Bar.

Große Hotels und Nachtleben fehlen auf Dugi Otok komplett, dafür bestimmt eine einzige Straße das Tempo der ganzen Insel.

Ausflüge: Kornaten vor der Tür, Tauchen im Naturpark

Der größte Trumpf von Dugi Otok liegt direkt nebenan: Der Nationalpark Kornati mit seinen 89 kargen Inseln beginnt unmittelbar südlich der Insel, und von Sali aus fahren Tagesausflüge mit dem Boot dorthin, oft kombiniert mit einem Stopp an den Klippen der Telašćica, alle Details zu Parks, Eintritt und Anreise findest du gesammelt unter Nationalparks. Wer selbst ins Wasser will, findet Tauchbasen mit SSI- und CMAS-Anbindung vor allem in Božava und Zaglav, die unter anderem eine versenkte Stahlplattform vor Sali in 18 bis 41 Metern Tiefe sowie das Wrack eines kleinen Segelboots anfahren.

Anreise: Autofähre nach Brbinj oder Katamaran direkt in die Hafenorte

Mit dem Auto fährst du ab Zadar über den Hafen Gaženica mit der Autofähre nach Brbinj im Nordosten der Insel, die Überfahrt dauert rund 1 Stunde 40 Minuten und ist in der Hochsaison reservierbar, Details und Fahrpläne stehen unter Fähren. Ohne Auto ist die Katamaran-Verbindung direkt ab Zadars Stadthafen die bequemere Wahl: Sie läuft täglich weiter über Sali und Zaglav bis Božava und bringt dich damit ohne Umsteigen mitten in die Insel, die Fahrzeit liegt ebenfalls bei rund 1 Stunde 40 Minuten.

Für Reisende aus Österreich ist Zadar der klar nächstgelegene Ausgangshafen: Ab Wien sind es rund 7 Stunden Fahrt bis Zadar, ab Graz und Kärnten spürbar weniger, und die A1 führt praktisch bis vor den Fährhafen Anreise. Wer fliegt, landet in Zadar und ist in einer knappen halben Stunde am Hafen Gaženica, alle Mautabschnitte auf der Strecke sind unter Maut in Kroatien zusammengefasst. Auf der Insel selbst führt eine einzige Hauptstraße von Brbinj im Norden bis Sali im Süden, eng und kurvig, aber ohne Alternative, wer die Insel erkunden will, braucht deshalb praktisch zwingend ein eigenes Fahrzeug oder viel Zeit zum Wandern.

Wie du nach Dugi Otok kommst
AnreisewegStreckeDauerWas du wissen musst
AutofähreZadar (Gaženica) bis Brbinjrund 1 Std 40in der Hochsaison reservierbar
KatamaranZadars Stadthafen bis Sali, Zaglav, Božavarund 1 Std 40täglich, ohne Umsteigen mitten in die Insel
Auto ab Wienüber die A1 bis zum Fährhafen in Zadarrund 7 Stdab Graz und Kärnten spürbar weniger

Beste Reisezeit

Badesaison ist von Mitte Juni bis Mitte September, dann sind Sakarun und die Katamaran-Verbindungen im vollen Sommertakt. Für die Wanderung zu den Telašćica-Klippen und einen ruhigeren Sakarun-Besuch eignen sich Mai, Juni und September deutlich besser, ohne Mittagshitze und ohne die dichtesten Tagesausflugsboote. Klimadaten für die ganze Region findest du unter Wetter und Klima.

Übernachten auf Dugi Otok

Große Hotels fehlen auf der Insel komplett, das Angebot besteht aus privaten Apartments und Zimmern in Sali, Božava und Zaglav sowie einigen kleinen Campingplätzen in Strand- und Hafennähe für alle, die die Stille auch nachts erleben wollen, mehr zu den kroatischen Campingmöglichkeiten liest du unter Camping. Wer auf Dugi Otok bucht, sollte in der Hochsaison früh dran sein, das Zimmerangebot ist überschaubar und schnell ausgebucht.

Nachbarinseln ab Dugi Otok

Dugi Otok liegt direkt vor Zadar, mit dem Nationalpark Kornati als nächstem Nachbarn im Süden.

Über den Autor

Marcus

Reise-Redakteur Adria

Marcus schreibt als Reise-Redakteur für kroatien.de, Schwerpunkt Adria.

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Unterkünfte

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Highlights

Sehenswürdigkeiten in Dugi Otok

Park und Garten Nationalpark Paklenica

Nationalpark Paklenica

Kroatiens wichtigstes Kletterrevier: zwei Schluchten im Velebit direkt über dem Meer bei Starigrad.

Naturwunder Naturpark Telašćica

Naturpark Telašćica

Die höchsten Steilklippen der Adria und ein warmer Salzsee mitten im Naturpark auf Dugi Otok.

Erlebnisse

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Anreise

Mit der Fähre nach Dugi otok

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Wetter in Dugi Otok

17°Klarer Himmel · Wind 17 km/hWasser 23°
heute21° 17° 0%
Mo22° 19° 0%
Di22° 20° 0%
Mi22° 21° 96%
Do24° 22° 100%
Fr23° 17° 87%

Wetterdaten © OpenWeather, aktualisiert alle 6 Std.

Reiseplanung

Klima & beste Reisezeit Dugi Otok

Durchschnittliche Tageshöchsttemperaturen im Jahresverlauf.

Klima im Jahresverlauf

Am angenehmsten: April bis Mai sowie September bis November.

Beste ReisezeitÜbrige Monate

Tipp: An der Adria bleibt der Hochsommer heiß; im Winter kann die Bora kalte, böige Tage bringen.

Wo liegt Dugi Otok?

Karte von Kroatien mit Markierung Dugi Otok

Häufige Fragen zu Dugi Otok

Lohnt sich ein Urlaub auf Dugi Otok?

Ja, wenn dir Ruhe, Natur und ein besonderer Sandstrand wichtiger sind als Nachtleben und dichte Infrastruktur. Für Partyurlaub oder ein großes Freizeitangebot bist du auf Pag oder Krk besser aufgehoben Inseln.

Ist Dugi Otok überlaufen?

Nein, abseits des Sakarun und der Hauptsaison-Mittagsstunden bleibt die Insel auffällig leer. Selbst im August findest du an der zerklüfteten Westküste einsame Buchten, weil viele nur zu Fuß oder per Boot erreichbar sind.

Wie viele Tage braucht man für Dugi Otok?

Für Sakarun, einen Spaziergang durch Sali und die Klippen der Telašćica reichen 2 bis 3 Tage. Wer noch einen Bootsausflug zu den Kornaten einplant oder tauchen will, bleibt besser 4 bis 5 Tage.

Wie kommt man auf die Insel Dugi Otok?

Mit dem Auto per Autofähre ab Zadar (Gaženica) nach Brbinj in rund 1 Stunde 40 Minuten. Ohne Auto fährt täglich ein Katamaran ab Zadars Stadthafen direkt nach Sali, Zaglav und Božava, ebenfalls in etwa 1 Stunde 40 Minuten. Alle Details stehen unter Fähren.

Was ist der Unterschied zwischen dem Naturpark Telašćica und den Kornaten?

Beide liegen direkt nebeneinander, sind aber unterschiedlich geschützt: Telašćica auf Dugi Otok ist ein Naturpark mit lockereren Regeln, die Kornaten südlich davon sind einer von Kroatiens acht echten Nationalparks. Die Übersicht aller Parks samt Eintritt findest du unter Nationalparks.

Wie hoch sind die Klippen im Naturpark Telašćica?

Auf der Außenseite zur offenen Adria ragen die Stene genannten Klippen am Aussichtspunkt Grpašćak rund 160 Meter über den Meeresspiegel auf und fallen noch einmal rund 90 Meter unter Wasser weiter ab.

Ist der Sakarun ein Sandstrand?

Ja, mit rund 300 Metern Länge und hellem Sand ist er einer der bekanntesten echten Sandstrände Kroatiens, dazu bleibt das Wasser lange flach. Eine Übersicht aller Sandstrände des Landes steht unter Strände.

Kann man von Dugi Otok aus zu den Kornaten fahren?

Ja, der Nationalpark Kornati liegt direkt südlich der Insel, Tagesausflüge mit dem Boot starten meist ab Sali und lassen sich mit einem Stopp an den Telašćica-Klippen kombinieren Nationalparks.

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