Brač
Tief in einer Schlucht bauten geflüchtete Priester ab 1551 ein Kloster mit eigener Druckerei und später sogar einer Sternwarte.

Vor Kroatiens Küste liegen 1.244 Inseln, Inselchen und Felsriffe, nur rund 50 davon sind bewohnt. Für den Urlaub interessant ist etwa ein Dutzend: Hvar für Lifestyle und Sonne, Brač für Familien, Pag für Partynächte am Zrće, Vis und Mljet für alle, die Ruhe suchen. Die meisten Inseln erreichst du per Autofähre oder Katamaran ab Split und Zadar, auf Krk und Pag fährst du sogar über eine Brücke, ganz ohne Schiff.
Bevor wir in die Inselporträts einsteigen, die Kurzentscheidung. Jede kroatische Insel hat einen eigenen Charakter, und wer die falsche erwischt, ärgert sich zwei Wochen lang.
| Du suchst | Deine Insel |
|---|---|
| Party und Festivals | Pag (Novalja mit dem Zrće Beach) |
| Familienurlaub mit Kies- und Sandstränden | Brač, Krk |
| Lifestyle, Promis, Hafenflair | Hvar |
| Ruhe und einsame Buchten | Vis, Lastovo, Dugi otok |
| Natur pur im Nationalpark | Mljet |
| Anreise mit dem Auto ohne Fähre | Krk, Pag (beide mit Brücke) |
| Inselhopping ohne Auto | Katamaran-Netz ab Split: Brač, Hvar, Vis, Korčula |
Hvar gilt als sonnigste Insel Kroatiens, und die Stadt Hvar mit ihrer venezianischen Piazza und der Festung darüber ist das Saint-Tropez der Adria: Yachten im Hafen, Beachclubs, dazu Lavendelfelder und Weinberge im Inselinneren. Wer es ruhiger mag, wohnt in Stari Grad oder Jelsa auf der Nordseite. Orte, Strände und die passende Fährverbindung nimmt sich Hvar im Detail vor, alle Routen und Fahrzeiten stehen unter Fähren.
Brač liegt Split direkt gegenüber und ist die unkomplizierteste der großen Dalmatien-Inseln: kurze Anreise, viele Apartments, flach abfallende Kiesstrände. Ihr Wahrzeichen ist das Goldene Horn (Zlatni Rat) bei Bol, die ins Meer ragende Kieszunge, die je nach Wind und Strömung ihre Form ändert und auf fast jedem Kroatien-Prospekt zu sehen ist. Wie du hinkommst und welcher Ort auf der Insel zu wem passt, klärt Brac.
Pag sieht aus wie keine andere kroatische Insel: karge, fast weiße Steinhänge, die die Bora seit Jahrhunderten freilegt, dazwischen Salzgärten und Schafweiden, von denen der würzige Paški sir stammt, Kroatiens bekanntester Käse. Berühmt ist die Insel aber vor allem für Novalja mit dem Partystrand Zrće, an dem von Juni bis August die Festivals laufen, während der Rest der Insel davon erstaunlich unberührt bleibt. Beide Gesichter, dazu Anreise über Brücke oder Fähre, zeigt dir Pag.
Die Altstadt von Korčula schiebt sich als befestigte Halbinsel ins Meer, ihre Gassen sind wie ein Fischgrätmuster angelegt, damit die Bora nicht durchpfeift. Die Insel nennt sich Geburtsort von Marco Polo, belegen lässt sich das nicht, ein Museum gibt es trotzdem. Drumherum: Weindörfer wie Lumbarda mit dem Grk-Wein, Kiefernwälder und kleine Badebuchten. Mit dem Auto setzt du von Orebić auf der Halbinsel Pelješac in rund 20 Minuten nach Dominče über, ohne Auto fährst du ab Split per Fähre oder Katamaran nach Vela Luka, je nach Schiff zweieinhalb bis dreieinhalb Stunden.
Vis war als jugoslawischer Militärstützpunkt bis 1989 für Ausländer gesperrt, und genau das ist heute ihr Glück: kein Massentourismus, keine Bettenburgen, stattdessen die zwei Hafenorte Vis und Komiža, Weinfelder und Buchten wie Stiniva, die du nur zu Fuß oder per Boot erreichst. Von Komiža starten die Ausflugsboote zur Blauen Grotte auf dem Nachbarinselchen Biševo. Die Autofähre ab Split braucht 140 Minuten, im Sommer verbindet zusätzlich ein Schnellboot Split über Bol und Hvar mit Vis. Wer Abgeschiedenheit sucht, findet hier die authentischste der größeren Adria-Inseln.
Das westliche Drittel von Mljet ist seit 1960 Nationalpark, einer der ältesten Kroatiens. Sein Herzstück sind zwei mit dem Meer verbundene Salzwasserseen mitten im Kiefernwald, im größeren liegt ein Inselchen mit einem Benediktinerkloster aus dem 12. Jahrhundert. Autos spielen im Park keine Rolle, du leihst dir ein Rad oder Kajak und hast nach den Tagesausflüglern aus Dubrovnik den Wald für dich. Die Autofähre Prapratno (Pelješac) nach Sobra braucht 45 Minuten, im Sommer fahren zusätzlich Katamarane ab Dubrovnik.
Der Name bedeutet schlicht "lange Insel": 45 Kilometer lang, an der schmalsten Stelle nicht einmal zwei breit. Im Süden liegt der Naturpark Telašćica mit einer der größten Naturhäfen der Adria und Klippen, die bis zu 160 Meter senkrecht ins Meer fallen, im Norden der Sakarun, eine türkisfarbene Bucht mit hellem Kiesgrund, die auf Fotos glatt als Karibik durchgeht. Dazwischen: ein paar Dörfer, Olivenhaine, sehr wenig Verkehr. Die Autofähre Zadar (Gaženica) nach Brbinj ist rund 1 Stunde 40 Minuten unterwegs, Katamarane verbinden Zadar mit Sali und Božava.
Lastovo ist Kroatiens abgelegenste bewohnte Urlaubsinsel und samt seiner 44 umliegenden Inselchen seit 2006 Naturpark. Es gibt einen Hauptort im Inselinneren, eine Handvoll Konobas, dunkle Nachthimmel zum Sternegucken und sonst vor allem: nichts. Genau dafür kommt man her. Die Fähre ab Split läuft über Vela Luka auf Korčula und endet in Ubli. Wer hierher fährt, plant besser eine Woche als zwei Tage, allein wegen der Anreise.
Die vier großen Inseln der Kvarner Bucht sind aus Deutschland und Österreich am schnellsten erreichbar und ein Kapitel für sich, den Regionsüberblick samt Festlandorten gibt dir Kvarner. Das Wichtigste in Kürze: Auf das gut erschlossene Krk fährst du über die mautfreie Krk-Brücke, ganz ohne Fähre Krk. Das wilde, dünn besiedelte Cres erreichst du per Kurzfähre ab Istrien oder ab Krk Cres, das grüne Lošinj mit seinen Delfinen hängt per Straße an Cres Mali Losinj. Und Rab mit seinen Sandstränden von Lopar liegt nur eine kurze Überfahrt vor dem Festland Rab.
Split ist die Drehscheibe für die dalmatinischen Inseln, und ohne Auto bist du beim Hopping flexibler und günstiger unterwegs. Welche Routen sich kombinieren lassen, wie die Schnellboote fahren und wann du vorbuchen musst, steht mit allen Strecken und Häfen auf unserer Fähren-Seite Fähren.
Die spektakulärsten Strände Kroatiens liegen auf den Inseln: das Goldene Horn bei Bol, der Sakarun auf Dugi otok, die Felsbucht Stiniva auf Vis, dazu die Sandstrände von Lopar auf Rab. Eine Übersicht mit Anfahrt und Charakter jedes Strands findest du unter Strände. Camper zieht es vor allem nach Krk, Cres und Pag, wo einige der größten Plätze des Landes direkt am Meer liegen, etwa das riesige Straško bei Novalja. Welcher Platz zu dir passt, liest du unter Camping. Auf den Dalmatien-Inseln dominieren private Apartments und Ferienhäuser, gerade auf Brač, Hvar und Korčula ist das Angebot groß, in der Hochsaison aber früh ausgebucht. Tipps zur Suche findest du unter Ferienhäuser. Und wer Mljet besucht, kombiniert den Trip gut mit den anderen Parks des Landes Nationalparks.
Aus Österreich bist du schneller da, als viele denken: Wien nach Split sind rund 7,5 Stunden Fahrt, und Split ist der Fährhafen für Brač, Hvar, Vis und Korčula. Ab München rechnest du nach Split mit etwa 9 Stunden, nach Zadar (Häfen für Dugi otok und die Brücke nach Pag) etwas weniger. Die Kvarner-Inseln sind das Kurzstreckenziel: Krk erreichst du über die Brücke komplett ohne Fähre. Wer fliegt, nimmt Split für Mitteldalmatien, Zadar (Ryanair-Basis) für den Norden Dalmatiens oder Rijeka, das direkt auf Krk liegt. Details zu Routen, Maut und Flügen stehen unter Anreise.
Badesaison ist von Mitte Juni bis Ende September, im Hochsommer wird es auf Hvar und Vis heiß und voll. Für Inselhopping sind Juni und September ideal: Die Katamarane fahren noch im Sommertakt, die Fährschlangen fehlen. Beachte: Viele Schnellboot-Linien pausieren von Oktober bis April. Klimatabellen und Wassertemperaturen findest du unter Wetter und Klima.
Kroatien hat 1.244 Inseln, Inselchen und Felsriffe, nur rund 50 davon sind bewohnt. Die bekanntesten Urlaubsinseln sind Krk, Rab, Pag, Brač, Hvar, Korčula, Vis und Mljet.
Kurzformel: Party auf Pag (Novalja), Familie auf Brač oder Krk, Lifestyle auf Hvar, Ruhe auf Vis, Lastovo oder Dugi otok, Natur im Nationalpark auf Mljet. Wer nicht auf die Fähre will, nimmt Krk oder Pag mit Brücke.
Krk über die mautfreie Krk-Brücke bei Rijeka und Pag über die Brücke im Süden der Insel. Für alle anderen Urlaubsinseln findest du die Autofähren-Routen unter Fähren.
Die bekannten Lösungen sind Krk, Rab, Pag und Vis. Alle vier sind zugleich beliebte Urlaubsinseln, Krk und Pag erreichst du über Brücken, Rab und Vis per Fähre.
Auf Pag bei Novalja, alles zum bekanntesten Partystrand Kroatiens liest du auf Pag.
Das Goldene Horn (Zlatni Rat) liegt bei Bol an der Südküste von Brač, Anfahrt und Details stehen auf Brac.
Hvar gilt mit mehr als 2.700 Sonnenstunden pro Jahr als sonnigste Insel Kroatiens. Zum Vergleich: Deutschland kommt je nach Region auf etwa 1.500 bis 1.900 Sonnenstunden.
Elf Inseln mit eigener Seite: Fähre, Strände, Orte und beste Reisezeit.
Tief in einer Schlucht bauten geflüchtete Priester ab 1551 ein Kloster mit eigener Druckerei und später sogar einer Sternwarte.
Fast zwei Jahrhunderte lang galt Krk als größte Insel, bis neue Vermessungen ausgerechnet Cres den Titel gaben.
Fast 45 Kilometer lang und stellenweise keine zwei Kilometer breit, wirkt diese Insel auf der Landkarte wie ein schmaler Strich.
Im Arsenal am Hafen entstand 1612 eines der ersten öffentlichen Theater Europas, mitten zwischen Werft und Kunstgalerie.
Vor dem Landtor tanzen bis heute Schwertkämpfer die Moreška, eine Tradition, die anderswo im Mittelmeer längst verschwunden ist.
Rund um Vrbnik wächst auf einer Steilklippe eine Rebsorte, die es fast nirgendwo sonst auf der Welt gibt.
Im Goldjahr 1868 liefen hier elf Werften gleichzeitig, die Handelsflotte übertraf damals sogar die von Rijeka, Triest und Venedig.
Der Legende nach strandete Odysseus hier und blieb sieben Jahre lang bei der Nymphe Kalypso hängen.
Das Tor zu den Kornaten: per Zugbrücke erreichbar, Bootsausflüge ab Murter, der Sandstrand Slanica und vier ruhige Orte.
Karge Mondlandschaft, würziger Paški sir, Salzgärten und mit dem Zrće Beach Kroatiens Partystrand: die Insel Pag hat zwei Gesichter.
1936 badete hier der britische König Edward VIII. mit Wallis Simpson nackt, seither heißt die Bucht bei Einheimischen English Beach.
Die flache Ferieninsel per Brücke direkt vor Zadar: Sand- und Kieselstrände, viel Camping, kurze Wege ans Meer.
Die Insel war bis 1989 militärisches Sperrgebiet, deshalb wirkt sie bis heute unverbaut.
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