Nationalpark Paklenica
Kroatiens wichtigstes Kletterrevier: zwei Schluchten im Velebit direkt über dem Meer bei Starigrad.

Zadar ist die drittgrößte Stadt Dalmatiens und ihr nördliches Tor: eine römisch-venezianische Altstadt auf einer schmalen Halbinsel, weltbekannt für die Meeresorgel und den „Gruß an die Sonne" des Architekten Nikola Bašić, umgeben von einem Archipel aus über 300 Inseln. Der Ort lohnt sich für dich, wenn du Kultur, kurze Wege zwischen Sehenswürdigkeiten und Strand und günstige Flüge willst: Dank der Ryanair-Basis ist Zadar oft die preiswerteste Verbindung nach Dalmatien. Du kommst per Direktflug in unter 2 Stunden, mit dem Auto ab Wien in rund 6 bis 6,5 Stunden oder ab München in etwa 8 Stunden, und als Fährhafen ist die Stadt zugleich dein Absprungpunkt zu den vorgelagerten Inseln.
Zadars Altstadt liegt komplett auf einer schmalen Halbinsel, umschlossen von venezianischen Stadtmauern, die seit 2017 als Teil der „Verteidigungsanlagen der Republik Venedig" UNESCO-Welterbe sind. Durch das Landtor (Kopnena vrata), 1543 vom veronesischen Architekten Michele Sanmicheli als Triumphbogen mit geflügeltem Markuslöwen gebaut, betrittst du die Altstadt bis heute so, wie es Generationen vor dir getan haben.
Im Zentrum liegt das Forum Romanum, mit rund 90 mal 45 Metern das größte römische Forum an der kroatischen Küste, errichtet zwischen dem 1. Jahrhundert vor und dem 3. Jahrhundert nach Christus unter Kaiser Augustus. Nach einem schweren Erdbeben im 6. Jahrhundert wurden die Trümmer der Forumsgebäude wiederverwendet, unter anderem für die Donatuskirche, die im 9. Jahrhundert direkt auf den Fundamenten entstand und als größter vorromanischer Rundbau Kroatiens gilt. Ein kombiniertes Ticket für die Kirche und das benachbarte Archäologische Museum kostet 7 Euro. Im Sommer wird die Kirche selbst zur Bühne: Von 5. Juli bis 6. August 2026 finden hier zum 66. Mal die „Musikalischen Abende in St. Donatus" statt, klassische Konzerte in einem der eindrucksvollsten Kirchenräume Dalmatiens.
Gleich nebenan erhebt sich die Kathedrale der heiligen Anastasia (Katedrala sv. Stošije), größtenteils romanisch aus dem 12. und 13. Jahrhundert und die größte Kirche Dalmatiens. Ihr 54 Meter hoher Glockenturm lässt sich besteigen und bietet den besten Blick über die Dächer der Altstadt bis zu den Inseln.
An der Uferpromenade endet der Rundgang dort, wo Zadar weltberühmt wurde: An der Meeresorgel treiben die Wellen seit 2005 Luft durch 35 unter Marmorstufen verborgene Pfeifen, sodass das Meer selbst Musik macht, ein Werk von Nikola Bašić, das 2006 den European Prize for Urban Public Space gewann. Direkt daneben liegt seine begehbare Lichtinstallation „Gruß an die Sonne" (Pozdrav suncu), eine 22 Meter durchmessende Scheibe aus Photovoltaik-Modulen, die abends im Rhythmus der Wellen und Sonnenaktivität leuchtet. Alfred Hitchcock schwärmte schon 1964, er habe in Zadar den schönsten Sonnenuntergang der Welt gesehen, und wer hier zur goldenen Stunde sitzt, widerspricht ihm nicht.

Alfred Hitchcock sah hier 1964 den schönsten Sonnenuntergang der Welt. Wer zur goldenen Stunde an der Meeresorgel sitzt, widerspricht ihm nicht.
Direkt in der Stadt findest du keinen Sandstrand, sondern zwei sehr unterschiedliche Kies- und Betonstrände. Kolovare, keine 10 Gehminuten östlich der Altstadt, ist Zadars ältester und mit rund 350 Metern längster Stadtstrand: Kies mit betonierten Sonnenterrassen, Pinienschatten, seit 2014 mit Blauer Flagge ausgezeichnet und barrierefrei mit Rampen erschlossen. Das flache, fast wellenfreie Wasser macht ihn zum beliebtesten Familienstrand der Stadt.
Borik, gut 4 Kilometer nördlich im gleichnamigen Hotelviertel, ist mit 1,3 Kilometern der größte Strand Zadars: kleine runde Kiesel und Betonplatten, dazu Wasserrutschen, Spielplätze, Beachvolleyball und Verleihstationen für Kajak, Jetski und Parasailing. Auch hier ist der Einstieg flach und das Wasser ruhig, ebenfalls mit Blauer Flagge.
Wer echten Sand will, muss die Stadt verlassen: Die Lagune von Nin, eine gute halbe Stunde nördlich, hat mit ihrem rund drei Kilometer langen Sandstrand den längsten des Landes, dazu heilenden Peloid-Schlamm im Uferschlamm. Alle Details zu Nin und den übrigen Sandstränden der Region stehen unter Strände.
Zadars Küche ist dalmatinisch: Fisch und Meeresfrüchte, Oliven und Pršut aus dem Umland. Zwei Häuser hat der Michelin-Guide 2026 ausdrücklich empfohlen: Foša, direkt am Fuß der Stadtmauer gegenüber dem kleinen Hafen, kocht dalmatinisch-klassisch mit modernem Twist, bekannt etwa für gegrillten Steinbutt. Kaštel bringt mit einem gebürtig peruanischen Küchenchef Ceviche und südamerikanische Akzente in die dalmatinische Fischküche, elegant serviert mit französisch-italienischem Einschlag. Abends gehört die Riva den Spaziergängern und Straßenmusikern, richtiges Nachtleben mit Bars und Clubs findest du eher im nahen Novalja auf Pag als in Zadar selbst.
Kaum ein Ort in Dalmatien liegt so zentral zwischen Meer, Karst und Nationalparks wie Zadar. Der Nationalpark Kornati, 89 karge Inseln ohne Straßen und Süßwasser, ist nur per Boot erreichbar, Tagestouren ab Zadar starten meist inklusive Baden und Mittagessen. Ins Gebirge geht es nach Paklenica, wo sich rund 45 Autominuten nördlich zwei Schluchten steil in den Velebit schneiden, Kroatiens wichtigstes Kletterrevier mit hunderten Routen. Beide Parks, Preise und Details findest du gebündelt unter Nationalparks.

Die Plitvicer Seen erreichst du von Zadar aus in rund anderthalb Autostunden, oft die kürzeste Anfahrt aller dalmatinischen Standorte. Vor der eigenen Haustür liegt außerdem der Zadar-Archipel mit über 300 Inseln: Fähren ab dem Hafen Gaženica bringen dich unter anderem in 25 Minuten nach Ugljan oder in eineinhalb Stunden nach Dugi otok mit seiner Sandbucht Sakarun, alle Routen unter Fähren. Wer weiter südlich will, findet in Šibenik mit Kathedrale und Krka-Nationalpark Sibenik das nächste Etappenziel, mehr zur ganzen Region unter Dalmatien.
Flughafen Zadar ist eine der Ryanair-Basen in Kroatien und dadurch meist die günstigste Option Richtung Dalmatien: Für den Sommer 2026 baut die Airline ihr Streckennetz ab Zadar weiter aus, mit Verbindungen unter anderem ab Memmingen, Frankfurt-Hahn, Köln/Bonn, Weeze, Berlin, Wien und zahlreichen weiteren Zielen. Auch Eurowings fliegt Zadar an. Vom Flughafen sind es nur rund 10 Kilometer in die Altstadt.
Mit der Fähre landest du im Hafen Gaženica, etwas außerhalb der Altstadt, von wo die Inselverbindungen abgehen. Details und internationale Routen ab Italien findest du unter Fähren.
Mit dem Auto ab Wien fährst du über Graz und Zagreb auf der A1 in rund 6 bis 6,5 Stunden nach Zadar, ohne die österreichischen Sondermauten der Salzburger Route, nur mit Vignette und kroatischer Streckenmaut. Ab München sind es über den Karawankentunnel etwa 8 Stunden. Zadar liegt damit jeweils rund eine Stunde näher als Split, was die Stadt gerade für Wochenendtrips aus Österreich attraktiv macht. Alle Mautkosten und Routen im Detail stehen unter Anreise und Maut in Kroatien.
Zadar bietet die ganze Bandbreite: familiengeführte Apartments in der autofreien Altstadt, Hotels rund um Kolovare und Borik direkt am Strand sowie Ferienwohnungen im Umland für alle, die Ruhe vor der Tür und die Stadt in Fahrdistanz wollen. In der Altstadt zahlst du für Lage und Flair, an den Stränden fürs bequeme Baden ohne Auto.
Zadar liegt genau da, wo Norddalmatien anfängt: zwei Ziele erreichst du über die Küstenstraße, zwei per Fähre ab dem Hafen Gaženica.
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Boutique Camping Bunjaab 25 €/Nacht
Camping Ugljanab 70 €/Nacht
Camping Likaab 22 €/Nacht
Camping Karinab 33 €/Nacht
Camping Perošab 22 €/Nacht
Falkensteiner Camping Zadarab 48 €/Nacht
Valamar Camping Krk 5*ab 38 €/Nacht
Camping Viterab 39 €/NachtBewertung und Richtpreis pro Nacht laut camping.info; tagesaktuelle Preise und Verfügbarkeit auf der Ergebnisseite. Vermittelt über camping.info, bei einer Buchung erhält kroatien.de eine Provision, für dich ohne Aufpreis.
Kroatiens wichtigstes Kletterrevier: zwei Schluchten im Velebit direkt über dem Meer bei Starigrad.
Die höchsten Steilklippen der Adria und ein warmer Salzsee mitten im Naturpark auf Dugi Otok.
Die weltberühmte Meeresorgel und ihr Lichtpartner Gruß an die Sonne an der Spitze von Zadars…
Inselwildnis vor Murter, die du nur vom Boot aus erlebst.
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Wetterdaten © OpenWeather, aktualisiert alle 6 Std.
Durchschnittliche Tageshöchsttemperaturen im Jahresverlauf.
Am angenehmsten: April bis Mai sowie September bis November.
Tipp: An der Adria bleibt der Hochsommer heiß; im Winter kann die Bora kalte, böige Tage bringen.
Ja, besonders wenn du Kultur, kurze Wege und einen zentralen Ausgangspunkt für Ausflüge suchst. Die komplette Altstadt-Halbinsel ist in ein bis zwei Stunden zu Fuß erkundet, dazu kommen Strände direkt in der Stadt und Kornaten, Paklenica sowie Plitvice in Tagesausflugs-Reichweite.
Für die Altstadt selbst reichen 1 bis 2 Tage. Mit einem Ausflug zu den Kornaten oder nach Paklenica plane 3 bis 4 Tage ein, wer zusätzlich die Plitvicer Seen oder die Inseln Ugljan und Dugi otok mitnehmen will, bleibt besser eine Woche.
Weniger als Dubrovnik oder Split. Die Altstadt-Halbinsel ist groß genug, dass sich Besucher verteilen, an der Meeresorgel und zum Sonnenuntergang wird es in der Hochsaison aber voll. Am ruhigsten ist es früh morgens oder nach 21 Uhr.
Ein 2005 fertiggestelltes Bauwerk des Architekten Nikola Bašić: 35 unter den Stufen der Uferpromenade verborgene Orgelpfeifen, durch die Wellen und Wind Luft pressen und so Musik erzeugen. Direkt daneben liegt seine Lichtinstallation „Gruß an die Sonne".
Nein, die Stadtstrände Kolovare und Borik bestehen aus Kies und Betonplatten. Der nächste echte Sandstrand liegt in der Lagune von Nin, rund eine halbe Autostunde nördlich.
Ein kombiniertes Ticket für die Donatuskirche und das Archäologische Museum Zadar kostet 7 Euro pro Person, ermäßigt 2 Euro für Schüler, Studierende und Rentner, Kinder bis 10 Jahre frei.
Kommt auf deinen Fokus an. Zadar punktet mit günstigeren Flügen, kürzeren Wegen in der Altstadt und der Nähe zu den Kornaten und Plitvice. Split ist größer, hat den Diokletianpalast als Weltkulturerbe und mehr Fährverbindungen zu den mitteldalmatinischen Inseln wie Hvar oder Brač.
Meist per Flug: Zadar ist eine der Ryanair-Basen in Kroatien, dadurch sind Direktflüge ab vielen deutschen Flughäfen wie Memmingen, Frankfurt-Hahn oder Köln/Bonn oft die preiswerteste Verbindung nach Dalmatien.
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