Biokovo Skywalk
Glasplattform über der Makarska Riviera, Kroatiens erster Skywalk in 1.228 Metern Höhe.

Tučepi ist ein Ferienort mit rund 1.800 Einwohnern an der Makarska Riviera, gut 5 Kilometer südöstlich von Makarska und damit ebenfalls unter den steilen Wänden des Biokovo-Gebirges gelegen. Der Ort passt zu dir, wenn du einen ruhigeren, familiär-modernen Strandurlaub suchst, mit demselben Bergpanorama wie Makarska, aber ohne dessen Trubel und Nachtleben. Für Kultur und Substanz einer echten Altstadt bist du hier falsch, Tučepi ist ein reiner Ferienort ohne historischen Kern an der Küste. Du erreichst ihn am schnellsten über den Flughafen Split (rund 95 Kilometer, knapp anderthalb Stunden Autofahrt) oder mit dem eigenen Auto über die A1, die bis zur Anschlussstelle Ravča im Hinterland der Riviera reicht, dieselbe Route wie nach Makarska.
Was Tučepi von Makarska unterscheidet: Am Wasser gibt es keine historische Altstadt, sondern eine Kette moderner Hotelresorts und Ferienanlagen entlang der Promenade, viele davon mit Pools, Spa und Halbpension, wie sie die Kette Bluesun hier betreibt. Das prägt den Ortscharakter: mehr Resort-Komfort, weniger Gassen-Flair. Wer trotzdem Geschichte sucht, findet sie oberhalb des Ortes.
Gornji Tučepi, das alte Tučepi, lag ursprünglich am Fuß des Biokovo, zusammen mit den kleinen Weilern Podpeč, Čovići, Srida Sela, Šimići und Podstup, in denen die Bevölkerung über Jahrhunderte lebte, auch um sich vor Piratenüberfällen zu schützen. Nach dem schweren Erdbeben von 1962, das auch die Küstenorte der Riviera beschädigte, zogen die Bewohner nach und nach hinunter ans Meer, wo daraus der heutige Ferienort entstand. Der Name Tučepi selbst geht vermutlich auf ein altillyrisches Wort für "Ort an der Quelle" zurück, die Region ist bis heute reich an Trinkwasserquellen. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort 1434 in der Kreševo-Urkunde des bosnischen Herrschers Juraj Vojsalić. In Gornji Tučepi selbst steht mit der Kirche des heiligen Georg aus dem Jahr 1311 einer der ältesten erhaltenen Bauten der ganzen Riviera, einige der alten Steinhäuser sind heute zu Konoben mit Blick über die Küste umgebaut.
Von Pašalići, einem Weiler oberhalb von Tučepi, startet einer der Zugangswege zur Nebeska šetnica, dem Biokovo-Skywalk in 1.228 Metern Höhe, den wir ausführlich auf der Makarska-Seite vorstellen. Der Fußweg von unten ist anspruchsvoll: felsiges Gelände, kaum Schatten und laut Wanderportalen eine Gesamtgehzeit von 5 bis 6,5 Stunden je nach Fitness, in der Praxis also eher etwas für konditionsstarke Wanderer als für den spontanen Nachmittagsausflug. Wer den Skywalk bequemer erreichen will, fährt stattdessen mit dem Auto über die Serpentinenstraße ab Makarska hinauf, dort findest du auch die aktuellen Ticketpreise und Öffnungszeiten des Naturparks. Für alle, die den Aufstieg trotzdem zu Fuß wagen wollen: feste Wanderschuhe, viel Wasser und ein früher Start sind Pflicht, am besten in den milderen Monaten April bis Juni oder September und Oktober.

Tučepi gilt als der Ort mit dem längsten zusammenhängenden Strandabschnitt der Makarska Riviera: rund 4 Kilometer Kies, der sich in vier benannte Abschnitte gliedert, die durch die kleine Marina und einzelne Stege unterbrochen werden, spazieren lässt sich die Strecke deshalb eher als Kette aneinandergereihter Buchten denn als ein durchgängiger Strand. Die Abschnitte heißen Slatina, das kleinere Lučica, das weitläufige Kamena und Dračevac, das teilweise als FKK-Bereich genutzt wird. Der Strand ist überall Kies, breit, von Pinien beschattet und flach abfallend, was ihn neben Familien auch für einen längeren Strandspaziergang attraktiv macht. Entlang der Promenade reihen sich Cafés, Restaurants und Konditoreien, dazu ein kleiner Jachthafen, von dem aus Bootsausflüge nach Hvar und Brač starten. Alle Strandtypen der Küste im Detail erklären wir unter Strände.
Tučepi lebt vom Strand- statt vom Nachtleben. Die Promenade ist abends belebt mit Restaurants und Cafés, aber ohne die Cocktailbars und Clubs, die Makarska zum Party-Hauptort der Riviera machen. Wer tagsüber Strand und abends etwas Trubel will, fährt die kurze Strecke nach Makarska hinüber, wer Ruhe nach dem Strandtag sucht, bleibt in Tučepi.
Tučepi ist Makarska ohne Trubel: dasselbe Bergpanorama, aber ruhigerer Strand und kein Nachtleben.
Makarska selbst ist mit dem Auto in wenigen Minuten erreicht, dort warten Kačić-Platz, Muschelmuseum und das Nachtleben der Riva. Über die Küstenstraße oder die A1 bist du in gut einer Stunde in Split mit dem Diokletianpalast. Richtung Norden lohnt ein Tagesausflug nach Omiš mit Rafting und Zipline über dem Cetina-Canyon. Die Insel Brač erreichst du über die Fähre ab Makarska nach Sumartin, Details zu Fahrplan und Reservierung stehen unter Fähren, die Insel selbst unter Inseln. Und die übrige Riviera liegt gleich nebenan: nördlich Baška Voda und Brela, südlich Podgora und die weiteren Riviera-Orte, alle in 10 bis 20 Autominuten.
Der nächste Flughafen ist Split, rund 95 Kilometer beziehungsweise knapp anderthalb Stunden Fahrzeit entfernt, minimal weiter als von Makarska aus. Von dort verkehren im Sommer Linienbusse und Transfers zur Riviera, für Ausflüge in die Umgebung lohnt sich aber ein Mietwagen.
Mit dem eigenen Auto aus Österreich nutzt du dieselbe Route wie nach Makarska und Split: ab Wien über Graz, Zagreb und die A1, ab München über Salzburg, den Karawankentunnel und Ljubljana. Die kroatische Autobahn A1 ist bis zur Anschlussstelle Ravča im Hinterland der Riviera ausgebaut, von dort führt eine kurze Zufahrt zur Küstenstraße bei Tučepi. Rechne ab Wien mit rund 9 Stunden reiner Fahrzeit, ab München mit gut 10,5 Stunden, jeweils aufbauend auf den Fahrzeiten nach Split. Mautkosten und die komplette Streckenführung stehen unter Anreise. Eine internationale Autofähre legt in Tučepi nicht ab, die nächste Fährverbindung findest du im Nachbarort Makarska.
Tučepi ist Resort-Land: Die meisten Unterkünfte sind Hotelanlagen und Apartmentkomplexe direkt an der Promenade oder am Strand, viele mit Pool und Halbpension, dazu private Ferienwohnungen etwas oberhalb im Ort. Wer die Riviera zur Basis machen will, ist hier richtig, für Nachtleben fährst du die kurze Strecke nach Makarska. Campingplätze gibt es entlang der ganzen Riviera.
Tučepi liegt mittig auf der Riviera: Makarska erreichst du in wenigen Autominuten, die übrigen Nachbarorte in 10 bis 20 Autominuten.
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Glasplattform über der Makarska Riviera, Kroatiens erster Skywalk in 1.228 Metern Höhe.
778 Meter hoher Aussichtsgipfel über Bol, der höchste Punkt aller kroatischen Inseln.
Kroatiens meistfotografierter Strand bei Bol, eine Kieszunge, die mit jedem Wind ihre Form ändert.
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Wetterdaten © OpenWeather, aktualisiert alle 6 Std.
Durchschnittliche Tageshöchsttemperaturen im Jahresverlauf.
Am angenehmsten: April bis Mai sowie September bis November.
Tipp: An der Adria bleibt der Hochsommer heiß; im Winter kann die Bora kalte, böige Tage bringen.
Ja, wenn du Strand, Bergkulisse und Ruhe suchst und auf eine historische Altstadt verzichten kannst. Als Basis für Nachtleben oder Kultur ist Makarska nebenan die bessere Wahl, für einen entspannten Familien- oder Paarurlaub am längsten Strand der Riviera ist Tučepi genau richtig.
Rund 4 Kilometer, verteilt auf die vier Abschnitte Slatina, Lučica, Kamena und Dračevac, damit gilt er als der längste zusammenhängende Strandabschnitt der Makarska Riviera. Weil Marina und Stege den Verlauf unterbrechen, ist es eher eine Kette aneinandergereihter Buchten als ein einziger durchgehender Strand.
Kies. Der Strand fällt flach ab und ist von Pinien beschattet, Sand gibt es in Tučepi nicht.
Rund 5 Kilometer beziehungsweise wenige Autominuten. Viele wohnen in Tučepi und fahren für Nachtleben, Muschelmuseum oder Altstadtbummel kurz nach Makarska hinüber.
Der Strandabschnitt Dračevac am südlichen Ende wird teilweise als FKK-Bereich genutzt. Die bekanntere FKK-Bucht der Riviera, Nugal, liegt zwischen Makarska und Tučepi und ist nur zu Fuß, per Boot oder Kajak erreichbar.
Ja, ein Fußweg führt vom Weiler Pašalići oberhalb von Tučepi zum Skywalk, die Gehzeit liegt aber bei 5 bis 6,5 Stunden über felsiges, schattenloses Gelände. Für den bequemeren Weg nimmst du das Auto über die Serpentinenstraße ab Makarska.
Ja. Der Strand fällt flach ab, ist breit genug für Rückzug vom Trubel und die Promenade ist gut ausgebaut, viele Hotels sind auf Familien mit Pool und Kinderbetreuung ausgerichtet. Nachtleben findet eher im Nachbarort Makarska statt.
Am Wasser wenig, der Ort ist ein moderner Ferienort. Im Hinterland liegt Gornji Tučepi, das alte, nach dem Erdbeben von 1962 aufgegebene Bergdorf, mit der Kirche des heiligen Georg aus dem Jahr 1311, einem der ältesten Bauten der Riviera.
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