Krka-Wasserfälle: Kaskaden vor der Haustür Dalmatiens
Naturwunder bei Skradin: Kaskaden, Klosterinsel und der Ort, an dem Kroatien einst Strom aus Wasserkraft…

Split ist die zweitgrößte Stadt Kroatiens und der einzige Ort der Welt, dessen Altstadt buchstäblich in einem römischen Kaiserpalast steht: Rund um das Jahr 300 ließ sich Diokletian hier seinen Alterssitz bauen, heute wohnen, kochen und feiern Menschen zwischen den antiken Mauern. Split passt zu dir, wenn du Stadtleben, Geschichte und Baden an einem Ort willst und von hier aus mit der Fähre weiter auf die Inseln möchtest. Du erreichst die Stadt über den Flughafen Split (rund 24 Kilometer westlich), mit dem Auto über die Autobahn A1 oder als Fährpassagier aus Ancona.
Split ist damit anders als die reinen Badeorte der Makarska Riviera oder das beschauliche Trogir nebenan: eine echte Stadt mit rund 160.000 Einwohnern, Alltag, Verkehr und einer Altstadt, die UNESCO-Welterbe ist, ohne Museum zu sein. Wer nur zwei, drei Nächte hat, sieht hier trotzdem mehr als anderswo in Dalmatien in einer Woche.
Der Diokletianpalast ist keine Ruine, die du besichtigst, sondern ein Stadtviertel, durch das du gehst Diokletianpalast. Das Palastareal ist frei zugänglich und komplett in die Altstadt verwachsen: Wäsche hängt zwischen antiken Säulen, Cafés stehen in ehemaligen Palastgängen, und abends versammeln sich Straßenmusiker im Peristyl, dem antiken Säulenhof im Zentrum der Anlage. Seit 1979 zählt der Palast zum UNESCO-Welterbe.
Ihr Herzstück ist die Kathedrale des heiligen Domnius, ein rund 25 Meter hoher Achteckbau, der ursprünglich als Mausoleum Diokletians errichtet und im 7. Jahrhundert zur Kirche umgewidmet wurde. Damit residiert eine der ältesten noch genutzten Kathedralen der Welt ausgerechnet im Grabmal jenes Kaisers, der Christen verfolgen ließ, während ihr heutiger Namensgeber Domnius genau dieser Verfolgung zum Opfer fiel. Kathedrale, Krypta, Baptisterium (die ehemalige Jupiter-Kapelle) und der Glockenturm mit Blick über die Dächer lassen sich einzeln oder in Kombination besichtigen, ebenso die weitläufigen Kellerräume des Palastes, ein Labyrinth aus rund 170 unterirdischen Sälen, in dem unter anderem Szenen von "Game of Thrones" gedreht wurden. Für die genauen Tarife lohnt ein Blick auf die Tafeln an den Eingängen, sie wechseln je nach Kombination.

Direkt am Wasser liegt die Riva, Splits Flaniermeile mit Palmen, Cafés und der besten Sicht auf die einlaufenden Fähren. Wer es ruhiger mag, steigt hinauf zum Marjan, dem bewaldeten Hügel am westlichen Stadtrand Marjan: Auf über 2 Quadratkilometern Kiefernwald führen Wege zu drei Gipfeln, der höchste, Telegrin, misst 178 Meter und ist nach einer napoleonischen Telegrafenstation benannt. Von der Aussichtsplattform auf dem mittleren Gipfel schaust du über die Altstadt bis zu den Inseln Šolta und Brač, weshalb die Splićani ihren Hausberg schlicht "die Lunge der Stadt" nennen.

Eine echte Stadt mit rund 160.000 Einwohnern, und der Sandstrand liegt wenige Gehminuten von der Altstadt entfernt.
Anders als der Rest Dalmatiens hat Split einen echten Sandstrand mitten im Zentrum: Bačvice, nur wenige Gehminuten von der Altstadt entfernt, mit flach abfallendem, seichtem Wasser. Genau hier wurde in den 1920er-Jahren Picigin erfunden, ein Ballspiel im Kniehohen Wasser, das heute als immaterielles Kulturerbe Kroatiens geschützt ist und jeden Sommer eine eigene Weltmeisterschaft am Strand austrägt. Tagsüber liegen hier Familien, abends wird Bačvice zur Strandbar-Meile.
Wer es ruhiger will, findet an der Halbinsel Marjan und der Riviera Richtung Süden Fels- und Betonplattformen mit Badeleitern, wie sie für Dalmatien typisch sind. Ein klassischer Kiesstrand mit Pinien liegt dagegen nicht direkt in der Stadt, sondern erst an den Nachbarorten der Riviera. Wer eine Woche Strandurlaub will, kombiniert Split am besten mit einem Tag oder zwei am Sand von Bačvice und Ausflügen an die Küste Strände.
Splits Küche ist dalmatinisch pur: Pašticada, ein tagelang in Rotwein geschmortes Rinderfleisch mit Gnocchi, gilt als das dalmatinische Festtagsgericht schlechthin und wird traditionell zu Hochzeiten und Feiertagen serviert. Aus der Region Poljica zwischen Split und Omiš stammt der Soparnik, ein dünner, mit Mangold gefüllter Fladen, der auf heißen Steinen in der Glut gebacken wird und in Kroatien als immaterielles Kulturerbe geschützt ist. Beide bekommst du in Konobas der Altstadt, oft nur an bestimmten Wochentagen frisch zubereitet.
Abends verlagert sich das Leben zwischen Riva und Peristyl: Straßenmusik im Palast, Bars auf der Promenade, später Richtung Bačvice, wo bis in die Nacht Musik läuft. Wer die Stadt ruhiger erleben will, kommt früh morgens oder nach 17 Uhr, wenn die Tagesausflügler weg sind.
Split ist Ausgangspunkt für einen der dichtesten Ausflugsradien Dalmatiens. Trogir, seit 1997 UNESCO-Welterbe mit seiner kompletten Altstadt auf einer winzigen Insel, liegt nur eine halbe Stunde westlich und direkt am Weg zum Flughafen Trogir. In der Gegenrichtung erreichst du in rund anderthalb Stunden den Nationalpark Krka mit seinen Kaskaden Nationalparks, und Richtung Süden wartet Omiš, wo die Cetina durch eine Schlucht ins Meer stürzt und Rafting sowie Klettern locken Omis. Auch die Plitvicer Seen sind als langer Tagesausflug machbar, wenn auch mit gut zweieinhalb Stunden Fahrzeit pro Richtung eher etwas für eine Zwischenstation auf der Anreise Nationalparks.
Der eigentliche Trumpf liegt aber vor der Küste: Split ist der Fährhafen für fast alle mitteldalmatinischen Inseln, von Brač und Hvar bis Vis und Korčula Inseln. Alle Routen, Fährzeiten und Buchungstipps findest du gesammelt unter Fähren.
Der Flughafen Split liegt rund 24 Kilometer westlich der Stadt bei Kaštela, nur wenige Kilometer von Trogir entfernt, und ist der Flughafen mit dem größten Angebot ab Deutschland und Österreich, bedient unter anderem von Croatia Airlines, Lufthansa, Eurowings und Austrian. Von dort bringen dich Shuttlebusse in gut 30 bis 40 Minuten in die Stadt.
Mit dem Auto führt der schnellste Weg über die Autobahn A1: Ab Wien sind es rund 740 Kilometer und 7,5 Stunden reine Fahrzeit über Graz und Zagreb, ab München rund 915 Kilometer und 9 Stunden über den Karawankentunnel und Zagreb, an Sommer-Samstagen jeweils mit 1 bis 3 Stunden Stauzuschlag. Details zu Mautkosten und Routen findest du unter Anreise.
Als Fährhafen ist Split zudem der größte Passagierhafen der Adria mit rund 6 Millionen Reisenden im Jahr, hier legen neben den Inselfähren auch die Nachtfähren aus Ancona an. Wer aus Österreich anreist, kann alternativ den saisonalen Nachtzug nehmen, der über Nacht direkt nach Split rollt und das Auto mitnimmt.
Die Auswahl reicht von kleinen Steinhaus-Apartments mitten im Palast über Hotels an der Riva bis zu modernen Ferienwohnungen Richtung Bačvice und Marjan. Wer im Palastviertel wohnt, hat abends die kürzesten Wege, muss dafür aber mit engen Gassen und ohne Auto-Zufahrt rechnen; Unterkünfte Richtung Bačvice liegen näher am Strand und am Busbahnhof.
Split liegt so, dass sich fast jedes andere Ziel Mitteldalmatiens anhängen lässt: zwei davon über die Küstenstraße, zwei per Fähre ab dem Stadthafen neben der Altstadt.
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Naturwunder bei Skradin: Kaskaden, Klosterinsel und der Ort, an dem Kroatien einst Strom aus Wasserkraft…
Festung und Aussichtspunkt oberhalb von Split, bekannt aus Game of Thrones.
778 Meter hoher Aussichtsgipfel über Bol, der höchste Punkt aller kroatischen Inseln.
Der römische Kaiserpalast, in dem Split bis heute wohnt, kocht und feiert.
Aussichtsfestung über der Altstadt von Hvar mit Blick auf die Pakleni-Inseln.
Waldpark auf der Halbinsel Splits mit Wanderwegen, Aussichtspunkten und Buchten.
Kroatiens meistfotografierter Strand bei Bol, eine Kieszunge, die mit jedem Wind ihre Form ändert.
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Wetterdaten © OpenWeather, aktualisiert alle 6 Std.
Durchschnittliche Tageshöchsttemperaturen im Jahresverlauf.
Am angenehmsten: April bis Mai sowie September bis November.
Tipp: An der Adria bleibt der Hochsommer heiß; im Winter kann die Bora kalte, böige Tage bringen.
Ja, besonders wenn du Stadt, Geschichte und Meer verbinden willst. Split hat mit dem Diokletianpalast eine der dichtesten Sehenswürdigkeiten-Konzentrationen Dalmatiens, einen Sandstrand mitten im Zentrum und ist zugleich der beste Startpunkt für Inselhopping.
Zwei volle Tage reichen für Altstadt, Diokletianpalast, Marjan und Bačvice. Mit drei bis vier Tagen lässt sich ein Tagesausflug nach Trogir oder zum Nationalpark Krka einbauen, mit einer Woche kommen ein bis zwei Inseln per Fähre dazu.
In der Altstadt und im Peristyl ja, besonders mittags und an Kreuzfahrttagen. Die Riva und Bačvice bleiben trotzdem angenehm, weil sie deutlich größer sind als das enge Palastareal, und wer früh morgens durch die Gassen geht, hat sie fast für sich.
Ja, Bačvice direkt am Rand der Altstadt ist einer der wenigen echten Sandstrände Dalmatiens, mit flachem, seichtem Wasser. Weiter Richtung Marjan und Süden folgen dann die für die Adria typischen Fels- und Betonplattformen.
In der Stadt selbst nicht, die Altstadt ist ohnehin autofrei und alles fußläufig. Für Ausflüge nach Trogir, Omiš oder zum Nationalpark Krka ist ein Mietwagen praktisch, lässt sich aber auch über Bus- und Bootstouren ab Split lösen.
Mit dem Shuttlebus in etwa 30 bis 40 Minuten oder per Taxi, die Strecke beträgt rund 24 Kilometer. Wer zuerst nach Trogir will, ist von dort in wenigen Minuten am Ziel, der Flughafen liegt praktisch dazwischen.
Das Palastareal selbst schon, du kannst frei durch alle Gassen und über den Peristyl gehen. Eintritt kosten nur einzelne Teile wie die Kellerräume, die Kathedrale, das Baptisterium und der Glockenturm, teils in Kombitickets.
Mit der Fähre ab dem Hafen direkt neben der Altstadt, dem größten Passagierhafen der Adria. Von hier fahren Linien unter anderem nach Brač, Hvar, Vis und Korčula, alle Verbindungen stehen unter Fähren.
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