Stadtmauer von Ston: 5,5 Kilometer Festung auf der Halbinsel Pelješac
Stadtmauer von Ston auf Pelješac: Länge, Tickets, Öffnungszeiten, Anfahrt

Pelješac ist die 65 Kilometer lange Halbinsel zwischen Dubrovnik und den Mittelmeerinseln, bekannt für die Steillagen Dingač und Postup, in denen die Rotweinsorte Plavac Mali wächst, für die 5,5 Kilometer lange Wehrmauer von Ston und für Austern aus der Bucht von Mali Ston. Der Ort lohnt sich für dich, wenn du Wein, Ruhe und ehrliches Essen suchst statt Strandtrubel, und wenn du bereit bist, auf Kies statt Sand zu baden. Seit die mautfreie Pelješac-Brücke 2022 eröffnet wurde, erreichst du die Halbinsel direkt von der Autobahn A1 aus, ganz ohne den früheren Grenzstopp in Bosnien-Herzegowina bei Neum, und der Flughafen Dubrovnik liegt in gut zwei Autostunden.
Ston, direkt hinter der Brücke am Zugang zur Halbinsel, ist eine kleine Stadt mit einer großen Kuriosität: eine 5,5 Kilometer lange Wehrmauer aus dem 14. Jahrhundert, Baubeginn 1358, die längste erhaltene Festungsmauer Europas. Die Republik Dubrovnik ließ sie bauen, um ihre wichtigste Einnahmequelle zu schützen, die Salzgärten von Ston, die seit der Antike Salz schöpfen und bis heute aktiv sind. Die Anlage umfasst neben der eigentlichen Mauer drei Forts, sieben Bastionen und 41 Türme, die Route zwischen Ston und Mali Ston kannst du komplett begehen. Der Eintritt kostet 2026 für Erwachsene 10 Euro, für Kinder und Jugendliche von 7 bis 18 Jahren 5 Euro, Gruppen ab 10 Personen zahlen 8 Euro pro Person, geöffnet ist in der Saison täglich von 8 bis etwa 19:30 Uhr. Im Ticket ist die separat stehende Festung Veliki Kaštio mit inbegriffen.
Landeinwärts, an den Steilhängen oberhalb der Küste, liegen die Weinlagen Dingač und Postup. Hier wächst ausschließlich Plavac Mali, Kroatiens bekanntester autochthoner Rotwein, an Hängen, die so steil sind, dass die Sonne zusätzlich vom Meer reflektiert wird. Dingač war 1961 die erste Lage des Landes mit geschützter Herkunftsbezeichnung, Postup zog wenig später nach. Mehrere Familienweingüter entlang der Straße zwischen Ston und Trpanj bieten Verkostungen direkt im Weinberg an, am dichtesten rund um die Dörfer Potomje und Trstenik. Plane für eine Verkostung mit Fahrer, die Straße hoch zu den Lagen ist schmal und kurvig.
Wer hier Strandtrubel sucht, ist falsch: Pelješac lebt von Steillagen, einer Wehrmauer und Austern aus einer einzigen Bucht.
Orebić, am Westende der Halbinsel, war einst Kapitänsstadt der Adria: Reiche Kapitänsfamilien bauten hier ihre Villen, umgeben von Palmengärten, die bis heute das Ortsbild prägen. Von hier legt die Autofähre nach Korčula ab, die Überfahrt nach Dominče dauert nur rund 20 Minuten. Über der Stadt liegt das Franziskanerkloster Gospa od Anđela mit Blick über den Kanal, ein kurzer, lohnender Spaziergang für den Sonnenuntergang.
Auch auf Pelješac gilt die dalmatinische Regel: Kies statt Sand, mit einer Ausnahme. Trstenica, der Hauptstrand von Orebić, ist eine Mischung aus feinem Kies und sandigen Abschnitten mit flachem, langsam abfallendem Einstieg, deshalb gut für Familien mit kleinen Kindern geeignet. Der Strand ist auf rund einem Kilometer bebaut mit Duschen, Umkleiden, Tretbooten und einem kleinen Wasserpark, dahinter spendet ein Pinienwald Schatten. Direkt am Strand liegt auch ein Campingplatz, mehr zu Campingplätzen auf Pelješac und in ganz Kroatien liest du unter Camping.
Viganj, an der Südküste zwischen Orebić und dem Kap der Halbinsel, ist einer der bekanntesten Windsurf-Spots der Adria. Der Ort liegt an der schmalsten Stelle des Kanals zwischen Pelješac und Korčula, wo sich der Mistral-Wind zusätzlich beschleunigt und regelmäßig 27 Knoten beziehungsweise rund 50 Kilometer pro Stunde erreicht, meist ab dem frühen Nachmittag bis zum Sonnenuntergang. Die Saison läuft von Mai bis Ende September, am zuverlässigsten weht es von Juni bis August. Mehrere Windsurf- und Kitesurf-Schulen mit Materialverleih sitzen direkt am Strand, hier tragen auch nationale Wettbewerbe wie die kroatische Meisterschaft ihre Läufe aus. Für alle, die lieber baden als surfen, ist Viganj trotz des Winds ein ruhiger Kiesstrand mit klarem Wasser.
Mali Ston, die kleine Schwesterstadt von Ston am anderen Ende der schmalen Landenge, ist die Adresse für Austern in Kroatien. Die Bucht ist eng, geschützt und bekommt reichlich Süßwasser aus dem nahen Fluss Neretva, ideale Bedingungen für die Malostonska kamenica, die Steinauster aus der Bucht, die seit dem 16. Jahrhundert gesammelt wird und heute als eines der geschützten kroatischen Herkunftsprodukte gilt. Direkt an der Uferpromenade servieren mehrere Restaurants die Austern roh mit Zitrone, dazu Fisch aus der eigenen Zucht und ein Glas Pošip oder Plavac Mali von der Halbinsel. Wer die Weinlagen selbst sehen will, kombiniert das Austernessen am besten mit einer Verkostung bei einem der Familienweingüter zwischen Ston und Trpanj.
Der naheliegendste Ausflug ab Orebić ist die Insel Korčula: Die Autofähre nach Dominče braucht nur 20 Minuten, danach bist du in wenigen Autominuten in der Altstadt mit ihrem Fischgrätenmuster und den eigenen Weißweinen. Richtung Süden erreichst du Dubrovnik über die Pelješac-Brücke in rund eineinhalb Autostunden, komplett ohne Grenzübertritt. Der Ston-Rundgang selbst lässt sich gut mit einem Stopp am Salzgarten und einem Austernessen in Mali Ston zu einem Tagesausflug verbinden, ideal als Zwischenstopp auf der Fahrt von oder nach Dubrovnik. Wer noch weiter will: Ab Orebić und Ston kombinieren viele Gäste die Halbinsel mit einem Abstecher zu den Elaphiti-Inseln oder nach Mljet, mehr zu allen Fährverbindungen der Region unter Fähren.

Mit dem Auto aus Österreich fährst du über die A1 via Zagreb und Split weiter Richtung Süden bis zur Abfahrt Richtung Pelješac, ab Wien sind das insgesamt rund 9 bis 10 Stunden reine Fahrzeit. Die Pelješac-Brücke, ein 2.404 Meter langes Schrägseilbauwerk, verbindet die Halbinsel seit dem 26. Juli 2022 mautfrei mit dem Festland und erspart dir den früheren Umweg über den bosnisch-herzegowinischen Neum-Korridor mit doppelter Grenzkontrolle. Autobahnmaut zahlst du nur auf den Abschnitten davor, Details dazu unter Maut in Kroatien, mehr zu Grenzübergängen und der Brücke selbst unter Grenzübergänge.
Der nächste Flughafen ist Dubrovnik (Čilipi, Code DBV), von Orebić aus rund 125 Kilometer beziehungsweise gut zwei Autostunden entfernt. Alternativ landest du in Split, von dort sind es noch einmal rund zweieinhalb Stunden über die Küstenstraße und die Brücke bis Pelješac. Alle Flugverbindungen und Routenvarianten ab Deutschland und Österreich stehen unter Anreise.
Die meisten Unterkünfte auf der Halbinsel sind kleine Pensionen, Privatzimmer und Ferienwohnungen bei Weinbaufamilien, große Hotelketten gibt es kaum. Orebić hat die größte Auswahl direkt am Strand, wer es ruhiger mag, wohnt in einem der Weindörfer zwischen Ston und Trpanj oder direkt in Ston selbst, nah an Salzgarten und Mauer. Ferienhäuser mit Garten und Pool findest du vor allem im Hinterland.
Pelješac liegt zwischen Dubrovnik und den vorgelagerten Inseln, die folgenden Ziele lassen sich gut mit einem Ausflug verbinden.
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Wetterdaten © OpenWeather, aktualisiert alle 6 Std.
Durchschnittliche Tageshöchsttemperaturen im Jahresverlauf.
Am angenehmsten: April bis Mai sowie September bis November.
Tipp: An der Adria bleibt der Hochsommer heiß; im Winter kann die Bora kalte, böige Tage bringen.
Ja, wenn du Wein, Austern und Geschichte statt Badeort suchst. Ston mit seiner Wehrmauer und den Salzgärten, dazu ein Austernessen in Mali Ston, lässt sich gut als Tagesausflug ab Dubrovnik einbauen, für Weinverkostungen und den Windsurf-Strand in Viganj lohnt sich aber mehr Zeit.
Am einfachsten mit dem Bus ab Dubrovnik oder Split, die über die Pelješac-Brücke Richtung Orebić und Ston fahren. Wer weiter auf die Insel Korčula will, nimmt ab Orebić die kurze Autofähre, die auch Fußpassagiere mitnimmt.
2026 zahlen Erwachsene 10 Euro, Kinder und Jugendliche von 7 bis 18 Jahren 5 Euro, Gruppen ab 10 Personen 8 Euro pro Person. Die Festung Veliki Kaštio ist im Ticket enthalten, geöffnet ist in der Saison täglich von 8 bis etwa 19:30 Uhr.
Dingač ist eine Steillage an der Südküste von Pelješac, in der ausschließlich die Rotweinsorte Plavac Mali wächst. Sie war 1961 die erste Weinlage Kroatiens mit geschützter Herkunftsbezeichnung und gilt bis heute als eine der besten Rotweinadressen des Landes, gleich nebenan liegt die etwas mildere Lage Postup.
Nein, die Brücke ist mautfrei. Du zahlst lediglich die normale Autobahnmaut auf den Abschnitten davor, falls du über die A1 anreist.
In Mali Ston, direkt an der Uferpromenade der Bucht, in der die Austern gezüchtet werden. Mehrere Restaurants servieren sie frisch und roh, meist mit einem Glas Pošip oder Plavac Mali von der Halbinsel dazu.
Ja, der Strand selbst ist ein ruhiger Kiesstrand mit klarem Wasser, nur der beständige Nachmittagswind macht ihn zusätzlich zum Windsurf-Spot. Wer nicht surft, badet einfach am Morgen, bevor der Wind auffrischt.
Eine kurze Autofähre ab Orebić nach Dominče auf Korčula, die Überfahrt dauert nur rund 20 Minuten und nimmt auch Fußpassagiere mit. Es ist die schnellste Verbindung zwischen Festland und Insel in der gesamten Region.
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