Festung Klis
Festung und Aussichtspunkt oberhalb von Split, bekannt aus Game of Thrones.

Omiš liegt rund 25 Kilometer südöstlich von Split genau dort, wo der Fluss Cetina durch eine steile Karstschlucht ins Meer bricht, und teilt damit die Alt- von der Neustadt in zwei Hälften. Der Ort mit rund 5.985 Einwohnern passt zu dir, wenn du Aktivurlaub willst: Rafting, Kajak und Zipline im Canyon direkt vor der Tür, dazu zwei Piratenfestungen über den Dächern und einen der wenigen sandigen Strände Mitteldalmatiens. Für reine Altstadt-Romantik wie in Split oder Trogir ist Omiš dagegen zu klein, dafür bist du mit dem Auto über die Autobahn A1 oder ab dem Flughafen Split in rund 50 Minuten da.
Omiš war im 12. und 13. Jahrhundert eines der gefürchtetsten Piratennester der Adria. Unter den Fürsten der Familie Kačić, deren erster namentlich bekannter Vertreter Nikola Kačić 1167 urkundlich erwähnt wird, kontrollierten Omiš-Korsaren die Seewege bis nach Dubrovnik und kassierten Tribut von jedem Schiff, das passieren wollte, selbst die mächtige Republik Venedig musste zahlen. Erst eine verlorene Seeschlacht gegen Venedig 1287 beendete die Macht der Kačić-Fürsten. Vor den Toren der Stadt bestand später bis ins 19. Jahrhundert die kleine Bauernrepublik Poljica, die mit den Piraten in guter Nachbarschaft lebte und sie mit Lebensmitteln versorgte.
Von dieser Zeit erzählen zwei Festungen über der Altstadt. Mirabela (auch Peovica genannt), von den Piraten selbst im 13. Jahrhundert zur Verteidigung errichtet, erreichst du in nur rund fünf Minuten über eine Treppe direkt vom Zentrum aus, mit Blick auf die Altstadt und die Cetina-Schlucht. Höher hinauf liegt Starigrad, oft auch Fortica genannt: eine kroatische Festung aus dem 15. Jahrhundert auf einem 262 Meter hohen Grat, in rund 20 Minuten zu Fuß erreichbar, mit dem weitesten Blick über Stadt, Mündung und Meer. Wer beide an einem Nachmittag schafft, hat die komplette Verteidigungsgeschichte der Piratenstadt gesehen.
Wo sich Cetina und Adria treffen, beginnt zugleich Kroatiens bekanntester Fluss-Canyon: Rafting- und Kajaktouren starten meist im Hinterland bei Penšići und führen über rund 11 Kilometer und leichte bis mittlere Stromschnellen durch Kalksteinwände, vorbei an Wasserfällen und Höhlen, bis kurz vor die Stadt, üblicherweise in etwa drei Stunden reiner Fahrzeit auf dem Wasser. Direkt darüber spannt sich eine Zipline mit rund 2.100 Metern Gesamtseilstrecke über acht Abschnitte, das längste einzelne Seil misst 700 Meter und hängt bis zu 150 Meter über dem Canyonboden. Wer das lieber an Land erlebt: In den Felswänden direkt über den Dächern von Omiš führen mehrere Kletterrouten, ebenfalls ein beliebter Grund für einen Zwischenstopp auf dem Weg von Split nach Süden.
Omiš verkauft sich über den Canyon vor der Stadt, nicht über die Altstadt dahinter.
Direkt in der Neustadt, wenige Gehminuten vom Zentrum, liegt die Velika plaža (auch Plaža Punta genannt): Der Tourismusverband von Omiš führt sie als größten und beliebtesten Strand der Gegend, mit einem feinen Sand-Kies-Gemisch und einem so flachen Einstieg, dass Kinder weit hinauswaten können, ohne den Boden unter den Füßen zu verlieren. Dazu kommen Verleihstationen für Kajaks, Tretboote und Wassertrampoline. Damit ist Omiš eine Ausnahme an einer Küste, die sonst fast nur Kies und Fels kennt, auch wenn der Sandanteil hier feiner und gemischter ausfällt als an den ganz reinen Sandstränden weiter nördlich, die wir unter Sandstrände einzeln vorstellen. Wer es kiesig und ruhiger mag, findet an der Küste beidseitig der Stadt weitere kleine Buchten, alle Strandtypen der Küste erklären wir ausführlicher unter Strände.
Am Kai beidseits der Cetina-Mündung reihen sich Konobas mit dalmatinischer Küche, gegrilltem Fisch und Lammfleisch aus dem Hinterland der Poljica, dazu Cafés mit Blick auf die einlaufenden Ausflugsboote. Wer nach einem Rafting-Tag Hunger hat, isst am besten dort, wo auch die Bootsführer selbst essen, direkt am Wasser zwischen Alt- und Neustadt. Ein großes Nachtleben wie in Makarska hat Omiš nicht, dafür sind die Abende an der Promenade ruhiger und familiärer.
Omiš liegt zentral genug, um es als Tagesausflug oder als ruhigere Basis für die ganze Region zu nutzen. Nach Split sind es nur rund 25 Kilometer beziehungsweise eine halbe Stunde, dort wartet der bewohnte Diokletianpalast als eigene Welt. Richtung Süden schließt sich nach rund 35 Kilometern die Makarska-Riviera an, mit dem Biokovo-Skywalk und dem Nachtleben von Makarska selbst. Wer die Gegend zwischen beiden noch entdecken will, findet unsere Porträts von Vodice, Primošten, Brela, Baška Voda und Tučepi. Weiter im Süden lohnen Cavtat und die Halbinsel Pelješac als eigene Tagesausflüge, allerdings mit deutlich mehr Fahrzeit. Einen Überblick über die ganze Region gibt, die Highlights aller Orte sammeln wir unter Sehenswürdigkeiten.

Der nächste Flughafen ist Split, rund 25 Kilometer beziehungsweise etwa 30 Autominuten entfernt, bedient unter anderem von Croatia Airlines, Lufthansa, Eurowings und Austrian ab Frankfurt, München, Wien und weiteren Städten. Ein Shuttle oder Mietwagen bringt dich direkt weiter, ohne Umweg über die Stadt Split.
Mit dem Auto folgst du derselben Route wie nach Split: Ab Wien über Graz, Zagreb und die Autobahn A1 sind es bis Split rund 740 Kilometer und 7,5 Stunden reine Fahrzeit, ab München über den Karawankentunnel und Zagreb rund 915 Kilometer und 9 Stunden, jeweils zuzüglich der letzten knapp halben Stunde über die Küstenstraße nach Omiš. An Sommer-Samstagen rechne zusätzlich mit 1 bis 3 Stunden Stauzuschlag. Mautkosten und die komplette Streckenführung findest du unter Anreise. Wer ohne Auto anreist, nutzt Linienbusse zwischen Split und Makarska, die in Omiš halten, oder den saisonalen Nachtzug ab Wien, der über Nacht direkt nach Split rollt.
Die meisten Unterkünfte liegen beidseits der Cetina-Mündung zwischen Alt- und Neustadt, von einfachen Apartments mit Flussblick bis zu kleinen Hotels nahe der Velika plaža. Wer aktiv unterwegs sein will, wohnt am besten möglichst nah am Fluss, die Rafting- und Zipline-Treffpunkte liegen meist fußläufig oder mit kurzem Shuttle erreichbar. Wer Ruhe sucht, weicht auf die kleineren Buchten außerhalb des Zentrums aus.
Omiš liegt zwischen Split, rund 25 Kilometer nördlich, und der Makarska-Riviera, rund 35 Kilometer südlich.
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Festung und Aussichtspunkt oberhalb von Split, bekannt aus Game of Thrones.
Der römische Kaiserpalast, in dem Split bis heute wohnt, kocht und feiert.
778 Meter hoher Aussichtsgipfel über Bol, der höchste Punkt aller kroatischen Inseln.
Waldpark auf der Halbinsel Splits mit Wanderwegen, Aussichtspunkten und Buchten.
Kroatiens meistfotografierter Strand bei Bol, eine Kieszunge, die mit jedem Wind ihre Form ändert.
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Wetterdaten © OpenWeather, aktualisiert alle 6 Std.
Durchschnittliche Tageshöchsttemperaturen im Jahresverlauf.
Am angenehmsten: April bis Mai sowie September bis November.
Tipp: An der Adria bleibt der Hochsommer heiß; im Winter kann die Bora kalte, böige Tage bringen.
Ja, vor allem als Ausflugsziel oder Aktivbasis: Rafting, Kajak, Zipline und Klettern direkt im Cetina-Canyon gibt es an keinem anderen Ort Dalmatiens so gebündelt. Für reinen Altstadt-Tourismus ist Omiš kleiner als Split oder Trogir, dafür ruhiger und günstiger gelegen zwischen beiden Rivieras.
Rafting oder Kajak auf der Cetina, Zipline über den Canyon, Klettern in den Felswänden über der Stadt sowie der Aufstieg zu den Festungen Mirabela und Starigrad. Dazu baden an der Velika plaža direkt in der Neustadt.
Beides. Die Velika plaža mit ihrem flachen, sandig-kiesigen Einstieg eignet sich gut für Familien, während Rafting, Zipline und Klettern eher aktive Urlauber und ältere Kinder ansprechen. Viele Anbieter haben eigene Familienvarianten der Rafting-Touren im Programm.
Im 12. und 13. Jahrhundert kontrollierten die Kačić-Fürsten von Omiš die Seewege der mittleren Adria und verlangten Tribut von durchfahrenden Schiffen, selbst von der Republik Venedig. Erst eine verlorene Seeschlacht 1287 beendete diese Ära, die Festungen Mirabela und Starigrad stammen aus genau dieser Zeit.
Rund 25 Kilometer beziehungsweise eine knappe halbe Stunde über die Küstenstraße oder Autobahn A1, der Flughafen Split liegt in etwa derselben Entfernung.
Die Velika plaža in der Neustadt hat ein feines Sand-Kies-Gemisch mit sehr flachem Einstieg, laut örtlichem Tourismusverband der größte Strand der Gegend. Das ist ungewöhnlich für die sonst kiesig-felsige dalmatinische Küste, auch wenn der Sandanteil feiner ausfällt als bei den ganz reinen Sandstränden weiter nördlich in Kroatien.
In der Hochsaison ja, besonders an Wochenenden und bei bekannten Anbietern direkt am Fluss. Die meisten Touren starten vormittags im Hinterland bei Penšići und enden nach rund drei Stunden auf dem Wasser nahe der Stadt.
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