Biokovo Skywalk
Glasplattform über der Makarska Riviera, Kroatiens erster Skywalk in 1.228 Metern Höhe.

Makarska ist die Hafenstadt, nach der die Makarska Riviera benannt ist: rund 13.300 Einwohner in einer Hufeisenbucht, eingeklemmt zwischen dem 1.762 Meter hohen Biokovo-Gebirge und der Adria, gut 60 Kilometer südöstlich von Split. Der Ort passt zu dir, wenn du Kiesstrand, Bergpanorama und ein spürbares Nachtleben in einem einzigen Ziel willst, weniger, wenn dich vor allem historische Altstadt-Substanz wie in Split oder Dubrovnik reizt, denn Makarskas Kern ist überschaubar. Du erreichst den Ort am schnellsten über den Flughafen Split (rund 80 Kilometer, knapp anderthalb Stunden Autofahrt) oder mit dem eigenen Auto über die Autobahn A1, deren Ausbau bis zur Anschlussstelle Ravča im Hinterland der Riviera reicht.
Das Zentrum von Makarska ist der Kačić-Platz, benannt nach dem Dichtermönch Andrija Kačić Miošić, dessen Statue von 1889 (ein Werk des Bildhauers Ivan Rendić) hier steht, umrahmt von Steinhäusern, Cafés und der Kathedrale des heiligen Markus. Der barocke Bau entstand zwischen 1700 und 1776 als Bischofskirche der damaligen Diözese Makarska, wurde beim schweren Erdbeben von 1962 beschädigt und trägt bis heute Spuren dieser Restaurierung im Innenraum.
Gleich daneben liegt das eigentliche Kuriosum der Stadt: das Franziskanerkloster, dessen Bau 1502 begann, beherbergt seit 1963 das Malakološki muzej, ein Muschelmuseum mit mehr als 3.000 ausgestellten Exemplaren aus der Adria und tropischen Meeren weltweit, eine der größten Sammlungen ihrer Art. Gegründet hat sie der Franziskanerpater Jure Radić, der neben den Muscheln auch ein Herbarium der Biokovo-Flora zusammentrug. Für einen Regentag oder die Mittagshitze ist das Museum ein Volltreffer, den kaum ein Kroatien-Gast auf dem Zettel hat.
Von der Kathedrale sind es nur wenige Schritte zur Riva, der rund einen Kilometer langen, von Palmen gesäumten Uferpromenade, an der sich Cafés, Boutiquen und der Fischereihafen aneinanderreihen. Wer es ruhiger mag, geht auf die Halbinsel Osejava im Westen der Stadt: ein dichter Pinienwald-Park mit Spazierwegen, den viele in Makarska schlicht die grüne Lunge des Ortes nennen, mit einem der schönsten Sonnenuntergangs-Aussichtspunkte der Riviera an der Landspitze.
Das eigentliche Wahrzeichen der Gegend liegt allerdings über der Stadt: der Biokovo Skywalk, seit 2020 eine Glasplattform in 1.228 Metern Höhe, die 12 Meter über die Felskante des Biokovo-Gebirges hinausragt, mit Blick bis Brač, Hvar und bei klarer Luft bis Italien. Der Skywalk liegt im Naturpark Biokovo, dessen Tageseintritt 2026 saisonal zwischen 10 Euro (April, Mai, Oktober) und 15 Euro (Juni bis September) liegt und den Zugang zum Skywalk einschließt. Wichtig: Tickets gibt es 2026 nur noch online mit festem Datum und Zeitfenster, an der Schranke wird nichts mehr verkauft. Die Serpentinenstraße hinauf ist im Sommer gut befahrbar, aber schmal, plane für Hin- und Rückweg samt Aussicht einen halben Tag ein.
Direkt unterhalb der Altstadt liegt die Gradska plaža, Makarskas Stadtstrand in der Bucht Donja Luka: feiner Kies, von Pinien beschattet, mit Duschen, Umkleiden und Rettungsschwimmern, der sich über gut einen Kilometer Richtung Halbinsel Sv. Petar zieht. Der Einstieg ist flach, was den Strand auch für Familien mit kleinen Kindern angenehm macht, im Hochsommer allerdings entsprechend voll.

Wer es einsamer mag, läuft rund 30 Minuten durch den Pinienwald der Osejava-Halbinsel oder fährt in Richtung Tučepi zur FKK-Bucht Nugal: ein Kieselstrand in einem Felskessel, nur zu Fuß, per Boot oder Kajak erreichbar, und genau diese Abgeschiedenheit hat ihn 2023 auf Platz 6 der CNN-Liste der 25 besten Nacktbadestrände der Welt gebracht. Badeschuhe sind hier Pflicht, der Strand ist reiner Kies ohne Sandanteil. Alle Strandtypen der Küste erklären wir ausführlich unter Strände.
Makarska gilt als eines der Zentren des Nachtlebens in Mitteldalmatien: Sobald die Sonne untergeht, füllen sich die Cocktailbars und Clubs entlang der Riva, etwa die direkt an der Promenade gelegene Providenca, die tagsüber Café und abends DJ-Bar ist. Tagsüber ist der Ton auf dem Kačić-Platz und in den Konobas der Altstadt deutlich ruhiger, dort bekommst du dalmatinische Klassiker wie Peka oder schwarzes Risotto, wie an der ganzen Küste. Wer ausgelassenes Strandnachtleben sucht, ist in Makarska richtig, wer Ruhe will, bucht besser in einem der kleineren Riviera-Orte und fährt für einen Abend herüber.
Kiesstrand, Bergpanorama und ein spürbares Nachtleben in einem einzigen Ziel: dafür fährt man nach Makarska.
Von Makarska aus bist du in gut einer Stunde über die Küstenstraße oder A1 in Split, wo der Diokletianpalast als bewohnte Altstadt-im-Palast auf dich wartet Split. Näher liegt Omiš an der Mündung der Cetina mit Rafting, Klettern und der Zipline über dem Canyon, ein beliebter Tagesausflug für alle, die Aktivurlaub mit dem Strandtag verbinden wollen Dalmatien.
Die Insel Brač erreichst du direkt: Von Makarska legt mehrmals täglich die Autofähre nach Sumartin ab, Fahrzeit rund 60 Minuten, in der Hochsaison bis zu fünf Abfahrten am Tag. Ein Tagesausflug zum Zlatni Rat bei Bol oder eine Übernachtung auf der Insel lassen sich damit unkompliziert einbauen, Details zu Fahrplan und Reservierung stehen unter Fähren, die Insel selbst stellen wir unter Inseln vor.
Und dann ist da noch die eigentliche Riviera: Nördlich von Makarska liegen mit Brela Brela und Baška Voda Baska Voda die ruhigeren Nachbarorte mit den fotogensten Kiesstränden der Küste, südlich schließt sich Tučepi Tucepi an. Alle liegen in 10 bis 20 Autominuten und lassen sich problemlos für einen Strandtag anfahren, wenn du in Makarska selbst wohnst.
Der nächste Flughafen ist Split, rund 80 Kilometer beziehungsweise knapp anderthalb Stunden Fahrzeit entfernt. Von dort verkehren im Sommer regelmäßig Linienbusse und Transfers direkt zur Riviera, ein Mietwagen lohnt sich aber, sobald du auch die Umgebung sehen willst.
Mit dem eigenen Auto aus Österreich nutzt du dieselbe Route wie nach Split: ab Wien über Graz, Zagreb und die A1, ab München über Salzburg, den Karawankentunnel und Ljubljana. Die kroatische Autobahn A1 ist inzwischen bis zur Anschlussstelle Ravča im Hinterland von Zagvozd ausgebaut, von dort führt eine kurze Zufahrt hinunter zur Küstenstraße bei Baška Voda oder Makarska. Rechne ab Wien mit rund 9 Stunden reiner Fahrzeit bis Makarska, ab München mit gut 10,5 Stunden, jeweils aufbauend auf den Fahrzeiten nach Split. Mautkosten und die komplette Streckenführung stehen unter Anreise.
Eine internationale Autofähre legt in Makarska nicht ab, die Nachtfähren aus Italien laufen Split und Dubrovnik an. Praktisch für deinen Urlaub ist dafür die lokale Verbindung nach Sumartin auf Brač, die einzige Fährlinie, die direkt in Makarska startet.
Die meisten Unterkünfte liegen entlang der Riva, rund um die Gradska plaža oder auf der Halbinsel Sv. Petar, vom einfachen Apartment bis zum Hotel mit Poollandschaft. Wer es ruhiger will, wohnt außerhalb des Zentrums Richtung Osejava oder weicht auf einen der Riviera-Nachbarorte aus und fährt für Nachtleben und Museum kurz herüber. Campingplätze findest du vor allem an den Rändern der Stadt und entlang der ganzen Riviera Camping.
Makarska liegt mittig auf der Riviera, die ruhigeren Nachbarorte sind in 10 bis 20 Autominuten erreichbar, Split in gut einer Stunde.
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Glasplattform über der Makarska Riviera, Kroatiens erster Skywalk in 1.228 Metern Höhe.
Kroatiens meistfotografierter Strand bei Bol, eine Kieszunge, die mit jedem Wind ihre Form ändert.
778 Meter hoher Aussichtsgipfel über Bol, der höchste Punkt aller kroatischen Inseln.
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Wetterdaten © OpenWeather, aktualisiert alle 6 Std.
Durchschnittliche Tageshöchsttemperaturen im Jahresverlauf.
Am angenehmsten: April bis Mai sowie September bis November.
Tipp: An der Adria bleibt der Hochsommer heiß; im Winter kann die Bora kalte, böige Tage bringen.
Ja, wenn du eine Mischung aus Strand, Bergkulisse und Nachtleben suchst. Als reines Kultur- oder Ruheziel ist die Stadt weniger geeignet, dafür sind die Altstadt klein und die Promenade abends belebt bis laut. Wer Ruhe will, wohnt in Brela oder Baška Voda und fährt für Ausflüge nach Makarska.
Für Stadt, Stadtstrand, Muschelmuseum und einen Ausflug zum Biokovo-Skywalk reichen 2 bis 3 Tage. Als Basis für die ganze Riviera mit Tagesausflügen nach Split, Omiš oder Brač lohnen sich 5 Tage und mehr.
Im Juli und August ja, besonders am Stadtstrand und auf der Riva am Abend. Wer es ruhiger mag, weicht auf die FKK-Bucht Nugal, die Osejava-Halbinsel oder die Nachbarorte der Riviera aus, oder kommt im Juni oder September.
Der Tageseintritt in den Naturpark Biokovo, der den Zugang zum Skywalk einschließt, liegt 2026 saisonal zwischen 10 Euro im April, Mai und Oktober und 15 Euro von Juni bis September.
Für Familien und kurze Wege die Gradska plaža direkt unter der Altstadt. Für Ruhe und Abgeschiedenheit die FKK-Bucht Nugal, erreichbar über einen 30-minütigen Fußweg durch den Pinienwald. Beide sind Kiesstrände, Sand gibt es in Makarska selbst nicht.
Mit der Autofähre ab Makarska nach Sumartin, Fahrzeit rund 60 Minuten, in der Hochsaison bis zu fünf Abfahrten täglich. Von Sumartin sind es noch rund 45 Autominuten bis zum Zlatni Rat bei Bol.
Beides, aber zu unterschiedlichen Tageszeiten. Tagsüber ist die Gradska plaža mit ihrem flachen Einstieg familienfreundlich, abends wird die Riva zum Zentrum des Nachtlebens der Riviera. Wer beides trennen will, wohnt etwas außerhalb des Zentrums.
Rund 80 Kilometer über die Küstenstraße beziehungsweise die Autobahn A1 bis Ravča, das entspricht knapp anderthalb Stunden Fahrzeit.
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