Biokovo Skywalk
Glasplattform über der Makarska Riviera, Kroatiens erster Skywalk in 1.228 Metern Höhe.

Imotski ist ein Städtchen mit rund 4.000 Einwohnern im dalmatinischen Hinterland, gut 75 Kilometer landeinwärts von Split, am Rand einer weiten Karstebene kurz vor der Grenze zu Bosnien-Herzegowina. Berühmt ist der Ort für zwei Naturwunder direkt am Stadtrand: den Blauen See (Modro jezero), an dessen Grund du im Sommer baden kannst, und den Roten See (Crveno jezero), einen der tiefsten wassergefüllten Erdtrichter der Welt. Dazu kommt die Festung Topana hoch über der Stadt. Imotski passt zu dir, wenn du das echte, unaufgeregte Landesinnere Dalmatiens sehen willst, sei es als Tagesausflug von der Küste oder als ruhiger Stopp abseits der Strandorte. Der nächste Flughafen ist Split, rund 75 Kilometer beziehungsweise gut eine Stunde Fahrzeit über die Autobahn A1 entfernt.
Das Wahrzeichen der Stadt ist die Festung Topana, die auf einem Felsen direkt über dem Trichter des Blauen Sees thront. Von hier hast du den besten Blick hinab auf das türkisblaue Wasser und über die Dächer der Altstadt. Die Anlage ist alt: Schon in einem byzantinischen Text aus dem 10. Jahrhundert wird eine Befestigung an dieser Stelle erwähnt, im Lauf der Jahrhunderte wechselten kroatische, osmanische und venezianische Herren. Der Aufstieg zur Festung ist kurz und lohnt sich vor allem am späten Nachmittag, wenn die Sonne den See ausleuchtet.
Neben der Festung steht die kleine Kirche Gospa od Anđela, die Kirche Unserer Lieben Frau von den Engeln, ein beliebter Aussichts- und Andachtsort am Rand des Trichters. Die Altstadt von Imotski selbst ist überschaubar, mit einer Handvoll Steinhäuser, Kirchen und Cafés rund um den Hauptplatz, an dem das Leben der Kleinstadt spielt. Der eigentliche Grund für den Besuch liegt aber vor den Toren des Ortes, an den beiden Seen.
Die beiden Karstseen von Imotski sind das, was den Ort weit über Dalmatien hinaus bekannt gemacht hat, und sie könnten unterschiedlicher kaum sein.
Imotski lebt nicht vom Meer, sondern von zwei Trichtern im Karst. Der eine lädt zum Baden ein, der andere lässt sich nur von oben bestaunen.
Der Blaue See (Modro jezero) liegt am Grund eines gewaltigen Einsturztrichters direkt am Stadtrand, umringt von steilen Felswänden, über die ein gewundener Weg hinabführt. Seinen Namen trägt er nach der intensiv blauen Farbe des Wassers. Der Wasserstand schwankt stark mit dem Regen: Bei guter Füllung ist der See rund 100 Meter tief, in trockenen Sommern kann er dagegen fast vollständig austrocknen. In solchen Jahren tragen die Imotski ihre lokale Legende weiter und spielen auf dem trockenen Seegrund ein Fußballspiel, eine Tradition, die längst zum Wahrzeichen der Stadt gehört.
Rund anderthalb Kilometer westlich liegt der Rote See (Crveno jezero), und er ist die spektakulärere, aber unzugänglichere der beiden Erscheinungen. Er füllt einen der größten wassergefüllten Erdtrichter der Welt: Von der höchsten Kante der Felswand bis zum Grund misst der Trichter rund 534 Meter, senkrecht abfallend, mit einem See auf dem Boden. Seinen Namen verdankt er den rötlich schimmernden Felswänden ringsum. Anders als der Blaue See ist der Rote See nicht begehbar, die Wände sind zu steil, du siehst ihn von einem Aussichtspunkt am oberen Rand. Beide Trichter entstanden vermutlich durch den Einsturz unterirdischer Karsthöhlen, und beide sind über das Karstsystem miteinander und mit dem Grundwasser verbunden.
Anders als der unzugängliche Rote See ist der Blaue See in gefüllten Sommern ein echter Badesee. Über den Serpentinenweg steigst du hinab zum Ufer, das je nach Wasserstand mal höher, mal tiefer liegt, und schwimmst in erstaunlich klarem, kühlem Karstwasser vor einer Felskulisse, die es an keinem Küstenstrand gibt. Ein ausgebauter Strand mit Infrastruktur ist das nicht, es geht ursprünglich zu, feste Schuhe und Trittsicherheit für den Abstieg sind sinnvoll. In trockenen Jahren mit niedrigem Wasserstand ist Baden dagegen kaum möglich, dann bleibt der Blaue See vor allem ein Naturschauspiel von oben. Wer klassisch am Meer baden will, fährt über den Biokovo-Pass an die Makarska Riviera, mehr zu allen Strandtypen der Küste steht unter Strände.
Imotski liegt im Landesinneren, und das schmeckt man: Statt Fisch stehen hier Lamm und Kalb unter der Peka, der gusseisernen Glocke mit glühender Kohle, im Vordergrund, dazu hausgemachter Schinken, Schafskäse und die kräftigen Rotweine der Region. Die Imotska torta, eine süße Mandeltorte, ist eine lokale Spezialität, die du in den Cafés am Hauptplatz findest. Konobas und einfache Gasthäuser rund um den Ort servieren ehrliche, bodenständige Küche, oft günstiger als in den Touristenorten an der Küste. Ein großes Nacht- oder Barleben wie in den Strandorten gibt es nicht, Imotski ist ein Ort für den Tag und den frühen Abend.
Imotski ist ein guter Ausgangspunkt ins Landesinnere und lässt sich in beide Richtungen mit einem Tag am Meer verbinden. Über den Biokovo-Pass erreichst du in rund einer Stunde die Makarska Riviera mit Makarska und ihren Kiesstränden Makarska. Richtung Westen liegt Split mit dem Diokletianpalast rund eine Stunde entfernt Split, und wer Kroatiens Wasserfälle sehen will, kombiniert Imotski gut mit dem Krka-Nationalpark, mehr zu allen Schutzgebieten des Landes unter Nationalparks. Direkt hinter der nahen Grenze lockt das bosnische Mostar mit seiner berühmten Brücke als längerer Tagesausflug. Einen Überblick über die ganze Region und ihre Ziele findest du unter Dalmatien.

Der nächste Flughafen ist Split, rund 75 Kilometer beziehungsweise gut eine Stunde Fahrzeit von Imotski entfernt. Von der Küste führt die Autobahn A1 fast bis vor die Stadt, die Anschlussstelle Zagvozd oder Šestanovac bringt dich ins Imotski-Umland. Ohne eigenes Auto ist der Ort schwer zu erreichen, es fahren zwar Busse ab Split und Makarska, für die beiden Seen und die Ausflüge ringsum bist du mit dem Mietwagen deutlich flexibler.
Mit dem eigenen Auto aus Österreich nutzt du dieselbe Route wie an die mitteldalmatinische Küste: ab Wien über Graz, Zagreb und die A1, ab München über Salzburg, den Karawankentunnel und Ljubljana bis in den Raum Split, von dort weiter ins Hinterland nach Imotski. Rechne ab Wien mit rund 8 Stunden reiner Fahrzeit. Die komplette Streckenführung und die Mautkosten stehen unter Anreise.
Imotski ist kein klassischer Übernachtungsort, die meisten Gäste kommen für einen Tag. Wer bleibt, findet vor allem private Apartments, Gästezimmer und einige kleine Familienhotels in und um die Stadt, oft ruhig und mit Blick über die Karstebene, dazu Landgüter im Umland, die Zimmer und regionale Küche verbinden. Camping ist im Hinterland weniger verbreitet als an der Küste, den Überblick über die Plätze der Region liefert Camping. Als Basis für einen längeren Aufenthalt eignet sich meist eher ein Küstenort, von dem aus Imotski als Tagesausflug erreichbar ist.
Von Imotski aus liegen die Küste und die nächste Großstadt jeweils rund eine Stunde entfernt.
Preise und Verfügbarkeit für deine Reisetermine.
Glasplattform über der Makarska Riviera, Kroatiens erster Skywalk in 1.228 Metern Höhe.
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Wetterdaten © OpenWeather, aktualisiert alle 6 Std.
Durchschnittliche Tageshöchsttemperaturen im Jahresverlauf.
Am angenehmsten: April bis Mai sowie September bis November.
Tipp: An der Adria bleibt der Hochsommer heiß; im Winter kann die Bora kalte, böige Tage bringen.
Ja, in Sommern mit gutem Wasserstand ist der Blaue See (Modro jezero) ein beliebter Badesee. Über einen Serpentinenweg steigst du hinab ans Ufer und schwimmst im klaren Karstwasser vor einer Felskulisse. In trockenen Jahren sinkt der Wasserstand stark, dann kann der See fast austrocknen und Baden ist kaum möglich. Feste Schuhe für den Abstieg sind sinnvoll.
Der Erdtrichter des Roten Sees (Crveno jezero) misst von der höchsten Felskante bis zum Grund rund 534 Meter und gilt damit als einer der größten wassergefüllten Erdtrichter der Welt. Der Rote See ist wegen der senkrechten Wände nicht begehbar, du siehst ihn von einem Aussichtspunkt am oberen Rand.
Der Blaue See liegt direkt am Stadtrand, ist über einen Weg zugänglich und in gefüllten Sommern ein Badesee. Der Rote See liegt rund anderthalb Kilometer westlich in einem viel tieferen, senkrecht abfallenden Trichter und ist nicht begehbar, nur von oben zu sehen. Beide sind Karstseen, entstanden durch den Einsturz unterirdischer Höhlen.
Ja, wenn du das echte Hinterland Dalmatiens abseits der Strandorte sehen willst: die beiden Seen, die Festung Topana und die bodenständige Küche des Landesinneren. Von der Makarska Riviera oder aus dem Raum Split ist Imotski ein guter Tagesausflug, gut kombinierbar mit einem halben Tag am Meer.
Von Split sind es rund 75 Kilometer beziehungsweise gut eine Stunde über die Autobahn A1. Zur Makarska Riviera an der Küste führt die Straße über den Biokovo-Pass, ebenfalls in rund einer Stunde. Ohne eigenes Auto ist Imotski schwer zu erreichen, ein Mietwagen lohnt sich.
Ja. Der Wasserstand des Blauen Sees schwankt stark mit dem Regen. Bei guter Füllung ist er rund 100 Meter tief, in besonders trockenen Sommern kann er dagegen fast vollständig austrocknen. In solchen Jahren spielen die Einheimischen aus Tradition ein Fußballspiel auf dem trockenen Seegrund.
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