Biokovo Skywalk
Glasplattform über der Makarska Riviera, Kroatiens erster Skywalk in 1.228 Metern Höhe.

Brela ist der ruhigste der großen Orte an der Makarska Riviera: rund 1.626 Einwohner in den zwei Dörfern Brela und Gornja Brela, eingeklemmt zwischen dem Biokovo-Gebirge und der Adria, gut 15 Kilometer nordwestlich von Makarska. Der Ort passt zu dir, wenn du den fotogensten Kiesstrand der Küste mit einem gehobenen, aber unaufgeregten Familienprofil verbinden willst, weniger, wenn du Nachtleben und Trubel suchst, dafür fährst du die 15 Minuten nach Makarska. Du erreichst Brela am schnellsten über den Flughafen Split (rund 65 Kilometer, gut eine Stunde Fahrzeit) oder mit dem eigenen Auto über die Autobahn A1 bis zur Ausfahrt Šestanovac, von der noch rund 10 Kilometer zur Küste hinunter bleiben.
Das Wahrzeichen von Brela liegt nicht an Land, sondern ein paar Meter vor der Küste: der Kamen Brela, ein einzelner Felsblock aus Brekzie direkt vor dem Strand Punta Rata, oft als kleinste Insel der Adria bezeichnet und Bestandteil des Gemeindewappens. Auf dem winzigen Felsen wachsen sieben Aleppo-Kiefern unterschiedlichen Alters und insgesamt elf Pflanzenarten, eine Rarität für einen reinen Meeresstandort ohne echten Boden. Der eigentliche Name des Steins lautet Sakan, überliefert ist eine Legende um die Mönchsrobbe, die hier einst gelebt haben soll. Der Fels steht als Naturdenkmal unter Schutz, Besteigen ist verboten, fotografieren und bewundern von Strand oder Boot aus dagegen ausdrücklich erwünscht.
Brela selbst geht auf die römische Siedlung Berulia zurück, erstmals schriftlich erwähnt um das Jahr 950 in einem Werk des byzantinischen Kaisers Konstantin Porphyrogennetos. Organisierter Tourismus begann 1932 mit der ersten Pension „Soline", die bereits Vollpension anbot, in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Verkehrsbüro wurde Brela in den folgenden Jahrzehnten zu einem der bekanntesten Urlaubsorte Dalmatiens. Von dieser Zeit zeugt bis heute die ruhige, auf Familien und längere Aufenthalte ausgelegte Hotellandschaft statt lauter Beachclubs.
Die eigentliche Attraktion zum Herumlaufen ist die Lungomare, eine rund 7 Kilometer lange, asphaltierte Uferpromenade, die durch Pinienwald an den schönsten Buchten Brelas vorbeiführt und sich bis nach Baška Voda fortsetzt Baska Voda. Flach, autofrei und schattig, ideal zum Spazieren, Joggen oder Radfahren, ganz ohne festes Ziel, und für den kompletten Weg bis Baška Voda solltest du für die einfache Strecke rund eine Stunde einplanen. Wer höher hinaus will, hat das Biokovo-Gebirge direkt im Rücken: Von den oberen Buchten Brelas siehst du die Felswand fast senkrecht aufragen, der Skywalk mit seiner Glasplattform liegt allerdings über Makarska und wird dort mit Ticketpreisen und Anfahrt ausführlich beschrieben Makarska.

Punta Rata ist der Strand, wegen dem die meisten Brela buchen: feiner, heller Kies unter dichtem Pinienwald, seit 1964 geschütztes Areal, 2004 von Forbes unter die zehn schönsten Strände der Welt gewählt. Die vollständige Einordnung von Punta Rata in die nationale Strand-Landschaft Kroatiens findest du unter Strände, hier zählt vor allem die Praxis: Duschen, Umkleiden, Schattenplätze unter den Bäumen, Café und ein paar Wassersportangebote wie Jetski oder SUP-Verleih.
Wer es weniger belaufen mag, findet in Brela genug Alternativen. Direkt am Hafen liegt Soline, ein familienfreundlicher Kiesstrand mit kurzen Wegen zu Geschäften und Restaurants. Nördlich davon folgt die kleine, deutlich ruhigere Bucht Podrače, und wer ganz zur Ruhe kommen will, geht weiter nach Stomarica, eine stille Bucht abseits des Trubels. Wirklich abgeschieden ist nur Vrulja: eine kleine, von Steilküste umgebene Bucht, benannt nach einer Süßwasserquelle direkt am Meeresgrund, die das Wasser hier spürbar kühler hält, am einfachsten per Boot erreichbar. Alle Buchten liegen an oder in kurzer Gehdistanz zur Lungomare, sodass du dir je nach Tagesform zwischen belebtem Hauptstrand und stiller Nebenbucht neu entscheiden kannst, ohne das Auto zu bewegen. Badeschuhe lohnen sich wie an der gesamten Riviera, der Untergrund ist überall Kies, kein Sand.
Brela ist kein Ort für lange Clubnächte, das Nachtleben findet ein paar Kilometer weiter in Makarska statt Makarska. Stattdessen prägen Konobas das Bild: Konoba Feral im Ortszentrum gilt als eine der besten Adressen für frischen Fisch und Peka, im höher gelegenen alten Ortsteil liegen Konoba Katara und Konoba Galinac mit Blick über die Dächer. In der Konoba Roko wird jedes Jahr aus eigenen Kirschen Višnjevača gebrannt, ein dalmatinischer Kirschlikör, den du sonst selten auf der Karte findest. Zum Nachtisch gehört vielerorts Rožata, ein Karamellpudding mit Rosenlikör, dazu.
Brela verlässt sich auf Konobas statt Cocktailbars: Wer Party sucht, fährt die paar Kilometer nach Makarska, wer bleibt, isst Fisch und Peka.
Makarska erreichst du in rund 15 bis 20 Autominuten über die Küstenstraße, mit Muschelmuseum, Riva und dem Biokovo-Skywalk als Tagesprogramm Makarska. Über die Lungomare oder mit dem Auto bist du in wenigen Minuten in Baška Voda Baska Voda, dem ruhigeren Nachbarort mit eigenem kleinen Zentrum. Südlich der Riviera schließt sich Tučepi an Tucepi.
Wer mehr Stadt will, fährt eine knappe Stunde nach Split zum Diokletianpalast Split oder ins nahe Omiš, wo Rafting auf der Cetina, Klettern und eine Zipline über dem Canyon warten Omis. Die Insel Brač mit dem Zlatni Rat bei Bol ist am einfachsten über die Autofähre ab Makarska nach Sumartin zu erreichen, Details dazu stehen unter Fähren, die Insel selbst unter Inseln.
Der nächste Flughafen ist Split, rund 65 Kilometer beziehungsweise gut eine Stunde Fahrzeit entfernt, etwas näher als Makarska. Mit dem Auto nimmst du die Autobahn A1 bis zur Ausfahrt Šestanovac, von dort sind es laut dem lokalen Tourismusverband noch rund 10 Kilometer über die Küstenstraße hinunter nach Brela.
Aus Österreich und Süddeutschland gilt praktisch dieselbe Route wie nach Makarska, nur die letzten 15 bis 20 Autominuten fallen kürzer aus: ab Wien über Graz, Zagreb und die A1, ab München über Salzburg, den Karawankentunnel und Ljubljana. Mautkosten, Vignettenpflicht und die komplette Streckenführung ab Deutschland und Österreich findest du unter Anreise. Wer lieber Bus fährt: Zwischen Split und Brela verkehren im Sommer regelmäßig Linienbusse Richtung Makarska und Dubrovnik, die auch in Brela halten.
Brela ist eher Hotel- als Apartmentort, und das auf gehobenem Niveau: Direkt an der Küste liegen mehrere Häuser derselben Hotelgruppe, vom klassischen Familienhotel mit Kinderclub bis zum 5-Sterne-Haus mit Pool und Spa, viele davon mit direktem Strandzugang zur Lungomare. Wer unabhängiger wohnen will, findet Ferienwohnungen im alten Ortsteil oberhalb der Küstenstraße, mit etwas Fußweg zum Strand dafür deutlich ruhiger und meist günstiger als die Hotelzimmer unten am Wasser. Campingplätze liegen vor allem an den Rändern der Riviera zwischen Brela und Gradac Camping.
Brela liegt mittig auf der Makarska Riviera, die folgenden Ziele erreichst du ohne große Umwege.
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Glasplattform über der Makarska Riviera, Kroatiens erster Skywalk in 1.228 Metern Höhe.
Aussichtsfestung über der Altstadt von Hvar mit Blick auf die Pakleni-Inseln.
Festung und Aussichtspunkt oberhalb von Split, bekannt aus Game of Thrones.
Der römische Kaiserpalast, in dem Split bis heute wohnt, kocht und feiert.
Kroatiens meistfotografierter Strand bei Bol, eine Kieszunge, die mit jedem Wind ihre Form ändert.
778 Meter hoher Aussichtsgipfel über Bol, der höchste Punkt aller kroatischen Inseln.
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Wetterdaten © OpenWeather, aktualisiert alle 6 Std.
Durchschnittliche Tageshöchsttemperaturen im Jahresverlauf.
Am angenehmsten: April bis Mai sowie September bis November.
Tipp: An der Adria bleibt der Hochsommer heiß; im Winter kann die Bora kalte, böige Tage bringen.
Ja, wenn du einen ruhigen, gehobenen Strandurlaub mit Kindern suchst und trotzdem in wenigen Minuten Nachtleben oder Stadt erreichen willst. Als Basis für lautes Ausgehen ist Brela der falsche Ort, dafür fährst du nach Makarska.
Deutlich. Brela hat kein nennenswertes Nachtleben und ist auf Hotels statt Beachclubs ausgelegt, Makarska liegt nur 15 bis 20 Autominuten entfernt und übernimmt die Rolle des Partyortes der Riviera.
Ein einzelner, mit Kiefern bewachsener Felsblock direkt vor dem Strand Punta Rata, das Wahrzeichen des Ortes und Teil des Gemeindewappens. Er steht als Naturdenkmal unter Schutz, Besteigen ist verboten.
Kies. Feiner, heller Kies unter Pinienwald, kein Sand. Wie sich der Strand in die Strandtypen Kroatiens einordnet, erklärt Strände.
Zu Fuß über die Lungomare-Promenade rund eine Stunde einfache Strecke durch Pinienwald und an mehreren Buchten vorbei, mit dem Auto nur wenige Minuten.
Rund 15 bis 20 Autominuten über die Küstenstraße, damit ist Makarska mit Museum, Riva und Biokovo-Skywalk problemlos als Tagesausflug oder Abendprogramm erreichbar.
Am Hauptstrand Punta Rata im Juli und August ja, an den kleineren Buchten wie Podrače, Stomarica oder der nur per Boot erreichbaren Vrulja bleibt es deutlich ruhiger.
Mit dem Auto über die A1 bis Ausfahrt Šestanovac und weiter auf der Küstenstraße, Fahrzeit rund eine Stunde. Alternativ verkehren Linienbusse zwischen Split und Brela im Halbstundentakt.
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