Kathedrale des hl. Jakob in Šibenik
UNESCO-Steinbau aus dem 15./16. Jahrhundert, komplett ohne Holz oder Ziegel gefügt.

Biograd na Moru ist eine Küstenstadt mit rund 5.600 Einwohnern in Norddalmatien, auf halbem Weg zwischen Zadar und Šibenik und im 11. Jahrhundert einmal Krönungsort kroatischer Könige. Der Ort lohnt sich für dich, wenn du eine kompakte, lebendige Stadt mit langer Strandpromenade und vielen Sonnenstunden suchst und gleichzeitig einen der besten Ausgangspunkte Dalmatiens für Bootsausflüge willst: Vor der Küste liegt der Nationalpark Kornati, im Rücken der Vrana-See, und eine der größten Marinas der Adria macht Biograd zur Seglerhochburg. Weniger passend ist der Ort, wenn du historische Altstadt-Kulisse wie in Zadar oder Trogir erwartest, denn Biograds Vergangenheit wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrfach zerstört. Du kommst per Flug nach Zadar und von dort in gut einer halben Stunde, mit dem Auto ab Wien in rund sechseinhalb Stunden oder ab München in etwa acht.
Der Name Biograd na Moru heißt übersetzt "die weiße Stadt am Meer", und hinter dem freundlichen Badeort steckt eine der ältesten Geschichten der kroatischen Krone. Erstmals im 10. Jahrhundert erwähnt, wurde Biograd im 11. Jahrhundert zu einem der wichtigsten politischen und kirchlichen Zentren des mittelalterlichen Kroatiens. König Petar Krešimir IV. ließ hier eine Kathedrale und das Kloster des heiligen Johannes errichten, 1102 wurde der ungarische König Koloman in Biograd zum König von Kroatien gekrönt. Für eine kurze Zeit war die Stadt so etwas wie eine Residenz der kroatischen Könige am Meer.
Genau diese Bedeutung wurde Biograd zum Verhängnis. 1125 ließ der venezianische Doge die Stadt bis auf die Grundmauern schleifen, viele Bewohner floh ins nahe Zadar, weshalb Biograd später auch "Jadera Vetula", das alte Zadar, genannt wurde. Ab 1409 gehörte der Ort zur Republik Venedig und blieb bis zu deren Untergang 1797 venezianisch. In den venezianisch-türkischen Kriegen wurde Biograd 1521 und erneut 1646 verwüstet. Von der mittelalterlichen Königsstadt sind deshalb kaum Bauten erhalten, wohl aber das Bewusstsein, auf historischem Boden zu stehen. Das Heimatmuseum am Hauptplatz zeigt Funde aus der Geschichte der Stadt, darunter Stücke von einem venezianischen Schiffswrack aus dem 16. Jahrhundert.
Biograd ist ein ausgesprochener Badeort, und anders als viele dalmatinische Städte hat er auch echte Sandabschnitte. Der bekannteste Strand ist Dražica am südlichen Stadtrand, ein langer, feiner Kieselstrand im Schatten von Pinien, seit 2006 mit der Blauen Flagge ausgezeichnet und über die durchgehende Uferpromenade bequem erreichbar. Direkt anschließend liegt Soline, eine künstlich angelegte Bucht mit einer Mischung aus Kies und Sand: flacher Einstieg, Duschen, Umkleiden, Spielplatz und Beachvolleyball machen den Abschnitt besonders familienfreundlich, auch er trägt die Blaue Flagge.
Am nördlichen Stadtrand ergänzt der Strand Bošana das Angebot, ebenfalls mit Blauer Flagge und direkt vor den Unterkünften gelegen. Zusammen mit den kleineren Buchten dazwischen zieht sich so ein fast durchgehendes Strandband um den Ort. Alle Strandtypen der kroatischen Küste, von Kies über Fels bis zum seltenen Sand, und wo die längsten Sandstrände liegen, erklären wir unter Strände.
Biograds größter Trumpf liegt auf dem Wasser. Der Stadt vorgelagert ist eine ganze Kette aus Inseln und Inselchen im Pašman-Kanal, und von hier aus starten täglich Ausflugsboote in den Nationalpark Kornati, jene Kette aus 89 fast unbewohnten Karstinseln, die es nur per Boot gibt. Eine organisierte Tagestour kostet meist rund 35 bis 40 Euro pro Person inklusive Mittagessen und Eintritt, oft kombiniert mit dem benachbarten Naturpark Telašćica auf Dugi otok. Ablauf, Preise und Buchung stehen ausführlich auf der Seite zum Kornaten-Nationalpark.
Direkt gegenüber liegt die Insel Pašman: Vom Hafen Biograd setzt die Autofähre in rund 20 Minuten nach Tkon über, ein beliebter Tagesausflug oder Zwischenstopp. Fahrpläne und Reservierung findest du unter Fähren. Im Rücken der Stadt, nur sieben Kilometer landeinwärts, liegt außerdem der Vrana-See (Vransko jezero), mit rund 30 Quadratkilometern der größte See Kroatiens. Als Naturpark und wichtiges Vogelschutzgebiet ist er ein Ziel für Radfahrer und Vogelbeobachter, vom Aussichtspunkt Kamenjak reicht der Blick über See und Meer zugleich. Wie sich der Vrana-See in Kroatiens Schutzgebiete einordnet, liest du unter Nationalparks.
Wer in Biograd ankommt, sieht sofort den Wald aus Masten: Die Marina Kornati ist mit rund 700 Liegeplätzen eine der größten der Adria und gilt als eine der ältesten Yachthäfen Kroatiens. Von hier aus starten Charterboote in die Kornaten und die norddalmatinischen Inseln, und im Herbst wird die Stadt zum Treffpunkt der Branche: Die Biograd Boat Show zählt zu den bedeutendsten Wassersportmessen der Region. Auch wenn du selbst kein Boot hast, lohnt der Bummel über die Stege, und für einen Tag auf dem Wasser findest du in der Marina und am Hafen zahlreiche Anbieter für geführte Touren.
Was Biograd an historischer Kulisse fehlt, macht die Stadt auf dem Wasser wett: Kornaten, Vrana-See und eine der größten Marinas der Adria liegen alle in Reichweite.
Entlang der Promenade und rund um den Hafen reihen sich Konobas mit dalmatinischer Küche, Pizzerien, Eisdielen und Bars. Auf den Tisch kommt, was die Region hergibt: Fisch und Meeresfrüchte, gegrillt oder als Brudet-Eintopf, dazu Olivenöl und Wein aus dem Hinterland. Biograd ist im Sommer lebhaft, die Promenade füllt sich abends mit Spaziergängern, für das große Clubleben fährst du aber eher ins nahe Vodice oder nach Zadar. Als Familien- und Segelort bleibt Biograd angenehm auf der geselligen, unaufgeregten Seite.
Biograd liegt ideal für Tagesausflüge in beide Richtungen der norddalmatinischen Küste. Nach Norden erreichst du in gut einer halben Stunde Zadar Zadar mit Meeresorgel, Altstadt-Halbinsel und dem größten römischen Forum der kroatischen Küste. Nach Süden liegt Šibenik Sibenik mit seiner Kathedrale aus dem UNESCO-Welterbe und dem nahen Krka-Nationalpark mit seinen Wasserfällen. Beide Städte sind gute Ganztagsziele, dazwischen locken der Vrana-See und die Inseln des Pašman-Kanals. Einen Überblick über die ganze Region gibt die Seite zu Dalmatien.

Der nächste Flughafen ist Zadar, rund 28 Kilometer beziehungsweise etwa 35 Minuten nördlich. Zadar ist eine der Ryanair-Basen in Kroatien und dadurch oft die günstigste Verbindung nach Dalmatien, mit Direktflügen unter anderem ab Memmingen, Frankfurt-Hahn, Köln/Bonn und Weeze. Vom Flughafen fährst du über die Schnellstraße D424 in gut einer halben Stunde nach Biograd.
Mit dem Auto ab Wien fährst du über Graz und Zagreb auf der Autobahn A1 in rund sechseinhalb Stunden nach Norddalmatien, ohne die österreichischen Sondermauten der Salzburger Route, nur mit Vignette und kroatischer Streckenmaut. Ab München sind es über den Karawankentunnel etwa acht Stunden. Alle Mautkosten und Routen im Detail stehen unter Anreise. Als Fährstadt ist Biograd zugleich dein Absprungpunkt auf die vorgelagerte Insel Pašman.
Biograd bietet die ganze Bandbreite: Ferienwohnungen und Apartments in Strandnähe, mehrere Hotels und Resorts entlang der Buchten Dražica und Soline sowie große Campingplätze am Stadtrand und in den Nachbarorten, etwa Richtung Pakoštane und Sveti Filip i Jakov am Vrana-See. Camping ist in dieser Ecke Dalmatiens ein Kernthema, viele Plätze liegen direkt am Wasser mit eigenem Strand Camping. Wer die Stadt lieber als Basis nutzt und tagsüber unterwegs ist, wohnt günstig und zentral zwischen Kornaten, Zadar und Šibenik.
Biograd liegt mittig zwischen Zadar und Šibenik, mit dem Vrana-See und den vorgelagerten Inseln direkt in Reichweite.
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Boutique Camping Bunjaab 18 €/Nacht
Camping Ugljanab 55 €/Nacht
Camping Karinab 21 €/Nacht
Camping Likaab 22 €/Nacht
Falkensteiner Camping Zadarab 39 €/Nacht
Camping Perošab 22 €/Nacht
Valamar Camping Krk 5*ab 34 €/Nacht
Camping Viterab 39 €/NachtBewertung und Richtpreis pro Nacht laut camping.info; tagesaktuelle Preise und Verfügbarkeit auf der Ergebnisseite. Vermittelt über camping.info, bei einer Buchung erhält kroatien.de eine Provision, für dich ohne Aufpreis.
UNESCO-Steinbau aus dem 15./16. Jahrhundert, komplett ohne Holz oder Ziegel gefügt.
Kroatiens wichtigstes Kletterrevier: zwei Schluchten im Velebit direkt über dem Meer bei Starigrad.
Die höchsten Steilklippen der Adria und ein warmer Salzsee mitten im Naturpark auf Dugi Otok.
Die weltberühmte Meeresorgel und ihr Lichtpartner Gruß an die Sonne an der Spitze von Zadars…
Inselwildnis vor Murter, die du nur vom Boot aus erlebst.
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Wetterdaten © OpenWeather, aktualisiert alle 6 Std.
Durchschnittliche Tageshöchsttemperaturen im Jahresverlauf.
Am angenehmsten: April bis Mai sowie September bis November.
Tipp: An der Adria bleibt der Hochsommer heiß; im Winter kann die Bora kalte, böige Tage bringen.
Ja, besonders wenn du einen familienfreundlichen Badeort mit Sandabschnitten und langer Promenade suchst und gern Bootsausflüge machst. Biograd ist einer der besten Ausgangspunkte für die Kornaten, hat den Vrana-See im Rücken und liegt mittig zwischen Zadar und Šibenik, ideal für Tagesausflüge in beide Richtungen.
Teilweise. Der Strand Soline am südlichen Stadtrand ist eine künstlich angelegte Bucht mit einer Mischung aus Sand und feinem Kies, flachem Einstieg und Blauer Flagge, damit besonders für Familien mit kleinen Kindern geeignet. Der Hauptstrand Dražica direkt daneben ist feiner Kies unter Pinien, ebenfalls mit Blauer Flagge.
Nur per Boot. Vom Hafen Biograd starten täglich organisierte Tagestouren in den Nationalpark Kornati, meist für rund 35 bis 40 Euro pro Person inklusive Mittagessen und Eintritt, oft kombiniert mit dem Naturpark Telašćica. Wer ein eigenes Boot hat, löst vorab ein Tagesticket des Nationalparks.
Ja, im 11. Jahrhundert war Biograd na Moru eines der wichtigsten Zentren des mittelalterlichen Kroatiens, König Petar Krešimir IV. ließ hier eine Kathedrale bauen, und 1102 wurde König Koloman in der Stadt gekrönt. 1125 zerstörten die Venezianer Biograd, weshalb heute kaum mittelalterliche Bauten erhalten sind.
Rund 28 Kilometer beziehungsweise etwa 35 Minuten mit dem Auto über die Schnellstraße D424. Zadar ist eine Ryanair-Basis, dadurch sind Direktflüge aus Deutschland oft günstig.
Bootsausflüge in den Nationalpark Kornati, eine Fährfahrt auf die Insel Pašman, Radtouren und Vogelbeobachtung am Vrana-See, dazu Tagesausflüge nach Zadar mit Meeresorgel und nach Šibenik mit Kathedrale und Krka-Nationalpark. Die Marina Kornati und die Biograd Boat Show machen den Ort außerdem zu einer Seglerhochburg.
Für Strand und Ort reichen zwei bis drei Tage. Als Basis für Kornaten, Vrana-See, Zadar und Šibenik und die vorgelagerten Inseln lohnen sich fünf bis sieben Tage.
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