Baška Voda
Schon 1688 verzeichnete eine venezianische Landkarte den Ort als Basca, lange vor dem ersten Urlauber.

Dalmatien ist der südliche, spektakulärste Teil der kroatischen Adriaküste: rund 350 Kilometer Karstgebirge, Altstädte aus römischer und venezianischer Zeit und die klarste Inselwelt des Mittelmeers, von Zadar im Norden bis Dubrovnik an der Grenze zu Montenegro. Die Region passt zu dir, wenn du Badeurlaub mit Kultur und Ausflügen verbinden willst und dafür eine etwas längere Anreise in Kauf nimmst. Du erreichst Dalmatien über die Autobahn A1 (ab Wien circa 7,5 Stunden bis Split, ab München circa 9 Stunden) oder per Direktflug nach Zadar, Split oder Dubrovnik in unter 2 Stunden.
Vier UNESCO-Welterbestätten liegen an diesem Küstenstreifen, dazu zwei Nationalparks in Tagesausflugs-Reichweite. Kein anderer Teil Kroatiens packt so viel auf so wenig Fläche. Genau deshalb lohnt sich vor der Buchung ein Blick auf die Unterschiede: Norddalmatien, Mitteldalmatien und der Süden um Dubrovnik sind drei ziemlich verschiedene Urlaubswelten.
Zadar ist die Stadt, mit der Dalmatien beginnt, und für viele die Überraschung der Reise: römisches Forum, venezianische Gassen und an der Uferpromenade die Meeresorgel, deren Musik das Meer selbst spielt. Schon Hitchcock schwärmte vom Sonnenuntergang hier. Was die Stadt sonst noch kann, von der Ryanair-Basis bis zu den Stränden, liest du auf unserer Zadar-Seite.
Šibenik wird gern übersehen, weil es zwischen den Schwergewichten Zadar und Split liegt. Fehler: Die steil in den Hang gebaute kroatische Gründung hat mit der Jakobs-Kathedrale und der Seefestung St. Nikolaus gleich zwei Welterbestätten und ist das beste Basislager für den Krka-Nationalpark. Mehr dazu auf der Šibenik-Seite.
Vodice, ein paar Kilometer nördlich, ist das Kontrastprogramm: kein Museum, sondern ein Badeort, der im Sommer auf laut und voll schaltet. Lange Kiesbuchten, Strandbars, Bootsausflüge zu den Kornaten, abends Musik an der Riva. Wer Trubel mag und eine Basis mit kompletter Infrastruktur sucht, ist hier richtig, was dich dort im Detail erwartet, zeigt die Vodice-Seite. Ruhesuchende weichen ins nahe Tribunj aus oder gleich nach Primošten.
Split ist die zweitgrößte Stadt Kroatiens und der verrückteste Ort der Adria: Die Altstadt lebt buchstäblich IM Palast des römischen Kaisers Diokletian, zugleich ist die Stadt Fährhafen für fast alle mitteldalmatinischen Inseln. Warum sich mehr als ein Zwischenstopp lohnt, steht auf unserer Split-Seite.
Trogir, nur eine halbe Stunde westlich, packt seine komplette Welterbe-Altstadt auf eine winzige Insel, und der Flughafen Split liegt praktisch vor der Tür. Abends, wenn die Ausflugsboote weg sind, zeigt der Ort sein echtes Gesicht.
Omiš war im Mittelalter berüchtigtes Piratennest an der Mündung der Cetina, die sich hier durch eine dramatische Schlucht ins Meer schiebt. Heute ist der Ort das Aktivzentrum Dalmatiens: Rafting und Kajak auf der Cetina, Klettern in den Wänden direkt über den Dächern und eine Zipline hoch über dem Canyon. Dazu ein Sand-Kies-Strand mitten im Ort, was an dieser Küste selten ist. Welche Tour zu wem passt, klärt die Omiš-Seite.
Makarska ist der Hauptort der gleichnamigen Riviera unter den Wänden des Biokovo-Gebirges: Palmenpromenade und Nachtleben unten, die Glasplattform des Biokovo-Skywalk oben am Fels. Strände, Nugal-Bucht und Skywalk-Praxis findest du auf der Makarska-Seite.
Baška Voda und Brela sind die ruhigeren Nachbarn im Norden der Riviera und haben die Strände, für die Dalmatien berühmt ist: feiner Kies, Pinien bis ans Wasser, dahinter das Biokovo-Panorama. Der Strand Punta Rata in Brela taucht seit Jahrzehnten in Ranglisten der schönsten Strände Europas auf, und anders als bei vielen solcher Listen versteht man hier sofort, warum. Familien und alle, die abends lieber Wellen als Bässe hören, buchen genau hier, in Brela oder gleich nebenan in Baška Voda.
Dubrovnik braucht keine Vorstellung, aber ein wenig Planung: Der Mauerrundgang um die Welterbe-Altstadt ist das Pflichtprogramm, will seit 2026 aber reserviert sein, und die Kreuzfahrt-Stoßzeiten meidet man besser. Wie du die Stadt früh morgens oder am Abend für dich hast, steht auf unserer Dubrovnik-Seite.
Cavtat, 20 Autominuten südlich, ist die entspannte Antwort auf Dubrovnik: ein Hafenort auf bewaldeter Halbinsel, Uferpromenade einmal rund, Zypressen, Badeleitern statt Strandtrubel. Viele wohnen hier und fahren mit dem Ausflugsboot zur Stadtbesichtigung, das spart Parkplatzsuche und Nerven. Ganz nebenbei ist Cavtat der südlichste der bekannten Urlaubsorte Kroatiens. Wie du beides kombinierst, ruhige Basis und Welterbe vor der Tür, steht auf der Cavtat-Seite.
Pelješac ist eine 65 Kilometer lange Halbinsel und schmeckt anders als der Rest Dalmatiens. An den Steilhängen von Dingač reift aus der Traube Plavac Mali Kroatiens bekanntester Rotwein, 1961 als erste Lage des Landes mit geschützter Herkunft ausgezeichnet. In Ston am Eingang der Halbinsel wartet dann eine echte Kuriosität: eine 5,5 Kilometer lange Wehrmauer aus dem 14. Jahrhundert, die längste erhaltene Festungsmauer Europas, gebaut zum Schutz der Salzgärten, die bis heute als älteste aktive Saline Europas Salz schöpfen. Unten in der Bucht von Mali Ston wachsen Austern, die du direkt vom Boot isst. Seit die mautfreie Pelješac-Brücke 2022 die Bucht überspannt, erreichst du das alles ohne den früheren Grenzstopp in Bosnien-Herzegowina. Was du zwischen Weinbergen, Salzgärten und Austernbänken einplanen solltest, sortiert die Pelješac-Seite.
Vor der Küste liegt die eigentliche Königsdisziplin Dalmatiens. Hvar ist mit über 2.700 Sonnenstunden im Jahr die sonnenreichste Insel Kroatiens, im Juni duften ihre Lavendelfelder, im Hafen von Hvar-Stadt parken die Yachten. Brač hat mit dem Zlatni Rat bei Bol das meistfotografierte Strandmotiv des Landes, eine Kieszunge, deren Spitze mit Wind und Wellen ständig wandert. Korčula kontert mit einer Miniatur-Altstadt, die aussieht wie ein kleines Dubrovnik, und Weißwein aus eigenen Sorten.
Dazu kommen Vis, Mljet, Pag, Murter und ein Dutzend weitere, jede mit eigenem Charakter. Fähren ab Split, Zadar und Dubrovnik verbinden sie im Sommer im Stundentakt. Weil die Inseln einen eigenen Urlaubstyp bedienen, widmen wir ihnen eine eigene Übersicht.
Der Nationalpark Krka liegt direkt im Hinterland von Šibenik und ist der bequemste Naturausflug Dalmatiens. Hauptattraktion ist der Skradinski Buk, wo die Krka über 17 Kaskaden auf rund 800 Metern Länge etwa 46 Meter in die Tiefe stuft, dazu kommen der Wasserfall Roški Slap und die Klosterinsel Visovac mitten im Fluss. Wichtig für die Planung: Baden ist am Skradinski Buk seit 2021 verboten, und der Eintritt ist saisonal gestaffelt, von 7 Euro im Winter bis 40 Euro in den Sommermonaten. Früh kommen lohnt doppelt, wegen Licht und Besucherströmen.
Die Plitvicer Seen gehören geografisch schon zur Lika, eine gute Stunde hinter dem Küstengebirge, aber praktisch jeder Dalmatien-Urlauber hat sie auf dem Zettel. Zu Recht: 16 türkisfarbene Seen, die über Travertinbarrieren ineinander fallen, UNESCO-Weltnaturerbe. Ab Zadar bist du in rund anderthalb Stunden dort, ab Split solltest du gut zweieinhalb Stunden pro Richtung einplanen. Tickets kosten je nach Saison 10 bis 40 Euro und sind in der Hochsaison online vorab zu buchen, sonst stehst du im Juli unter Umständen vor ausverkauften Zeitfenstern. Beide Parks und alle weiteren Ausflugsziele sammeln wir unter Sehenswürdigkeiten.
Dalmatiens Strände sind Kies und Fels, nicht Sand, und genau das macht das Wasser so klar. Die Klassiker: Punta Rata in Brela, Zlatni Rat auf Brač, die Stadtstrände von Makarska und die Buchten um Omiš mit ihrem Sand-Kies-Gemisch. Badeschuhe einpacken, Seeigel gibt es wirklich. Die schönsten Abschnitte stellen wir unter Strände vor.
Bei den Unterkünften ist Dalmatien Apartment-Land. Familiengeführte Ferienwohnungen mit Meerblick-Balkon sind die Standardwahl, Ferienhäuser mit Pool im Hinterland die gefragteste Kategorie überhaupt, gerade für den Sommer früh zu buchen.
Camping spielt in Dalmatien eine kleinere Rolle als in Istrien, hat aber Perlen: Plätze unter Pinien direkt am Wasser an der Makarska Riviera, rund um Omiš, bei Vodice und auf den Inseln. Wer mit dem Wohnmobil kommt, sollte die Höhenkategorie der Maut kennen. Alles Weitere steht unter Camping.
Mit dem Auto läuft fast alles über die A1. Ab Wien fährst du über Graz und Zagreb, nach Split sind es circa 740 Kilometer und 7,5 Stunden reine Fahrzeit, Zadar erreichst du gut eine Stunde früher. Ab München geht es über Salzburg und den Karawankentunnel, circa 915 Kilometer und 9 Stunden bis Split. An Sommer-Samstagen kommen durch Staus schnell 1 bis 3 Stunden dazu, und wer aus Österreich startet, spart auf der Graz-Route die Tauern- und Karawanken-Sondermaut.
Schneller geht es durch die Luft: Dalmatien hat mit Zadar (Ryanair-Basis, meist die günstigsten Tickets), Split (größtes Angebot ab Deutschland und Österreich) und Dubrovnik gleich drei Flughäfen, alle ab Frankfurt, München oder Wien in unter 2 Stunden erreichbar. Eine Besonderheit für Autofahrer aus dem Osten Österreichs: Der saisonale Nachtzug ab Wien rollt über Nacht direkt nach Split und nimmt das Auto mit. Alle Routen, Mautkosten und Verbindungen findest du unter Anreise.
Kurz gesagt: Baden von Mitte Juni bis Ende September, Städte und Nationalparks am angenehmsten im Mai, Juni, September und Oktober. Dalmatien ist der heißeste Teil Kroatiens, im Juli und August erreicht Split regelmäßig 31 Grad, das Meer im Süden bis 25 Grad. Der September verbindet warmes Wasser mit leeren Stränden und ist für viele der beste Monat. Klimatabellen und Wassertemperaturen im Detail findest du unter Wetter und Klima.
Der Küstenstreifen von der Insel Pag und Zadar im Norden bis Cavtat an der Grenze zu Montenegro, samt vorgelagerten Inseln wie Hvar, Brač, Korčula, Vis und Mljet. Üblich ist die Dreiteilung in Norddalmatien (Zadar, Šibenik), Mitteldalmatien (Split, Makarska) und Süddalmatien (Dubrovnik).
Kommt auf deinen Urlaubstyp an: Strandurlaub mit Bergkulisse an der Makarska Riviera (Brela, Baška Voda), Stadt plus Inselhopping in Split, Kultur pur in Dubrovnik, Preis-Leistung und Ausflüge rund um Zadar und Šibenik, Wein und Ruhe auf Pelješac.
Zadar für den Norden und die Plitvicer Seen, Split für Mitteldalmatien von Trogir bis Makarska und die Inseln, Dubrovnik für den Süden samt Pelješac und Cavtat. Zadar ist dank Ryanair-Basis meist am günstigsten.
Ab Wien nach Split circa 7,5 Stunden (740 Kilometer), ab München circa 9 Stunden (915 Kilometer), jeweils ohne Staus und Pausen. Zadar liegt jeweils gut eine Stunde näher. Die Mautkosten je Route stehen unter Anreise.
Krka ja, fast von überall: Der Park liegt direkt hinter Šibenik. Plitvice passt ab Zadar (rund anderthalb Stunden) oder als Zwischenstopp auf der Anreise, ab Mitteldalmatien wird es ein langer Tag. Eintritte, Zeitfenster und Bade-Regeln beider Parks stehen im Nationalpark-Guide.
Dubrovnik tagsüber an Kreuzfahrt-Tagen, die Split-Altstadt zur Mittagszeit und die Wasserfälle der Nationalparks am Vormittag. Die Gegenstrategie ist überall gleich: früh morgens oder ab dem späten Nachmittag kommen, und als Basis lieber die Nachbarorte wählen als das Zentrum des Trubels.
Für einen reinen Badeurlaub an einem Ort nicht zwingend, Flughafentransfers und Busse entlang der Küste funktionieren. Sobald du Nationalparks, mehrere Orte oder das Hinterland sehen willst, macht ein eigenes Auto oder ein Mietwagen den Urlaub deutlich reicher.
Von Zadar bis Cavtat, jeder Ort mit eigener Seite.
Schon 1688 verzeichnete eine venezianische Landkarte den Ort als Basca, lange vor dem ersten Urlauber.
Alte Königsstadt zwischen Zadar und Šibenik, Ausgangspunkt für Kornaten und den Vrana-See.
Vor dem Strand Punta Rata liegt ein einzelner Fels mit sieben Kiefern, geschützt wie ein Naturdenkmal und nicht zu besteigen.
Ivan Meštrović baute hier sein erstes architektonisches Werk, ein Mausoleum für eine Familie, die die Spanische Grippe verlor.
Durch ein Loch in der Stadtmauer gelangst du zur Buža Bar, ohne Dach, dafür mit Klippensprung und Sonnenuntergang.
Dalmatinisches Hinterland mit dem Blauen See zum Baden, dem tiefen Roten See und der Festung Topana.
Im alten Franziskanerkloster liegt eines der größten Muschelmuseen seiner Art, ein stilles Kontrastprogramm zum Trubel auf der Riva.
Kroatiens Partyhauptstadt im Norden von Pag: Zrće Beach direkt vor der Tür, ein römischer Wasserkanal unter der Stadt und ruhige Buchten drumherum.
Wo die Cetina zwischen Felswänden ins Meer stößt, sitzt die alte Piratenstadt. Heute fährt man hier Raft statt Kaperschiff.
Alte Kapitänsstadt auf Pelješac gegenüber Korčula, mit dem Strand Trstenica und den Weinbergen ringsum.
Badeort zwischen Adria und dem Vrana-See, Kroatiens größtem See, mit den Kornaten vor der Küste.
An den Steilhängen von Dingač spiegelt sich die Sonne zusätzlich vom Meer, hier wuchs 1961 Kroatiens erste geschützte Weinlage.
Ruhiger Badeort unter dem Biokovo mit Kiesstränden und dem Möwenflügel-Denkmal Galeb, südlich von Makarska.
Ein Luftbild der handgebauten Weinterrassen von Bucavac hing zeitweise sogar im UN-Gebäude in New York.
Seglerort südlich von Šibenik mit der großen Marina Frapa und dem Salzsee Zmajevo oko, dem Auge des Drachen.
Die Kathedrale wurde in Game of Thrones zur Eisernen Bank von Braavos, ganz ohne einen einzigen Holzbalken gebaut.
Das malerische Tor zum Nationalpark Krka: Parkboot zu den Wasserfällen und die Römerstadt Scardona.
Am Sandstrand Bačvice wurde in den 1920ern ein eigenes Ballspiel erfunden, das heute als Kulturerbe geschützt ist.
Das Tor zum Nationalpark Paklenica: Klettern und Wandern im Velebit, Kiesstrände am Velebitkanal.
Das Tor zur Insel Brač: 50 Minuten Fähre ab Split, Kiesstrände und das Rosandić-Mausoleum.
Wenn abends die letzten Ausflugsboote ablegen, gehört die Fußgängerinsel wieder ausschließlich ihren Bewohnern.
Nach dem Erdbeben von 1962 zogen die Bewohner vom Bergdorf Gornji Tučepi nach und nach hinunter ans Meer.
Bis ins 19. Jahrhundert verkaufte der Ort sein Wasser an durstige Handelsschiffe, heute wird bis in den Morgen getanzt.
Alfred Hitchcock schwärmte hier schon 1964 vom schönsten Sonnenuntergang der Welt, lange vor der Meeresorgel.
Kroatiens Partystrand bei Novalja: Open-Air-Clubs wie Papaya, Aquarius und Kalypso, Festivals und tagsüber Kies mit klarem Wasser.
InselnBis 1989 war Vis militärisches Sperrgebiet für Ausländer, heute ist genau das…
Kvarner BuchtBei Senj fegt die Bura mit Böen bis 200 km/h durch die…
IstrienIn Istriens Hügeln liegt mit rund 30 Einwohnern die kleinste Stadt der…
Orte A bis ZAlle Orte und Inseln alphabetisch, für alle, die den Namen kennen und…