
Kroatien hat keine Vignette. Du zahlst auf den Autobahnen eine streckenbezogene Maut: Beim Auffahren ziehst du ein Ticket, beim Abfahren zahlst du bar oder mit Karte. Die Strecke Zagreb bis Split kostet für einen Pkw 26,40 Euro, als Faustregel kannst du mit rund 8 Euro pro 100 Kilometer rechnen. Ab Herbst 2026 stellt Kroatien schrittweise auf eine digitale Maut ohne Schranken um, im Sommerurlaub 2026 läuft aber noch alles wie gewohnt.
Maut, Tunnel und Vignetten nach den amtlichen Tarifen von HAC, ASFINAG und DARS, Stand September 2026. Kilometer und Fahrzeit sind gerundete Routing-Werte, Spritkosten eine Näherung.
Viele suchen nach einer "Vignette für Kroatien", weil Österreich und Slowenien auf der Anreiseroute eine verlangen. Für Kroatien selbst gibt es aber nichts zu kleben und nichts online zu registrieren. Wer dir eine "Kroatien-Vignette" verkaufen will, verkauft dir etwas, das nicht existiert. Bezahlt wird nur das, was du tatsächlich fährst, direkt an den Mautstationen der Autobahnen. Landstraßen, Küstenstraßen und Städte sind mautfrei.
Was deine konkrete Strecke mit Vignetten, Tunneln und Autobahn zusammen kostet, rechnet der Maut-Rechner Route für Route vor.
Für die Anreise brauchst du trotzdem Vignetten, nur eben für Österreich und Slowenien. Die Details dazu stehen weiter unten im Abschnitt zur Anreise.
Kroatien nutzt ein geschlossenes Mautsystem. An der Auffahrt ziehst du ein Ticket oder fährst durch die ENC-Spur, an der Abfahrt wird nach Fahrzeugkategorie und gefahrenen Kilometern abgerechnet. Die wichtigsten Kategorien:
| Kategorie | Fahrzeug |
|---|---|
| IA | Motorräder, Trikes, Quads |
| I | Pkw mit 2 Achsen, bis 3,5 t, unter 1,9 m Höhe |
| II | Fahrzeuge über 1,9 m Höhe bis 3,5 t, viele Wohnmobile und Pkw mit Anhänger |
| III und IV | Schwerere Fahrzeuge, Busse, Lkw |
Einen separaten Sommerzuschlag gibt es nicht mehr. Der frühere Aufschlag von 10 Prozent für die Hauptsaison wurde in die ganzjährigen Grundtarife eingerechnet, dazu kamen im Januar 2026 rund 3,5 Prozent Inflationsanpassung. Die Preise sind also das ganze Jahr gleich, insgesamt aber spürbar höher als noch vor wenigen Jahren. Wie sich das in den gesamten Urlaubskosten niederschlägt, rechnet unser Kroatien-Preisindex 2026 vor.
Preisbeispiele für einen Pkw (Kategorie I), amtliche Tarife von HAC und Bina-Istra, Stand September 2026:
| Strecke | Maut Pkw |
|---|---|
| Zagreb bis Karlovac | 2,80 € |
| Zagreb bis Rijeka | 10,10 € |
| Zagreb bis Zadar | 17,60 € |
| Zagreb bis Šibenik | 22,10 € |
| Zagreb bis Split | 26,40 € |
| Zagreb bis Čarapine, Autobahnende bei Ploče (Richtung Dubrovnik) | 33,80 € |
| Umag bis Pula (Istrien, Bina-Istra) | 7,40 € |
Für Wohnmobile und andere Fahrzeuge der Kategorie II wird es deutlich teurer: Zagreb bis Split kostet dann 41,40 Euro, bis zum Autobahnende bei Čarapine 52,50 Euro. Die großen Küstenrouten starten alle in Zagreb, ein Grund mehr, die Hauptstadt Zagreb nicht nur vom Autobahnring aus zu kennen.
Zwei gute Nachrichten für die Südroute: Die Pelješac-Brücke ist mautfrei und bringt dich nach Dubrovnik, ohne dass du wie früher durch Bosnien und Herzegowina bei Neum musst. Auch die Krk-Brücke kostet seit Juni 2020 nichts mehr.
Exakte Preise für jede Teilstrecke berechnet der offizielle Mautrechner der Autobahngesellschaft HAC auf hac.hr.
An den Mautstationen zahlst du:
Plane in der Hochsaison Wartezeiten an den großen Mautstellen ein, vor allem samstags an der A1 Richtung Süden. Wer die ENC-Spur nutzen darf, fährt an den Schlangen vorbei.
Die ENC-Box ist der elektronische Transponder der kroatischen Autobahnbetreiber. Sie kostet einmalig 15 Euro, dazu kommt eine Mindestaufladung von 20 Euro. Dafür bekommst du dauerhaft 21,74 Prozent Rabatt auf die Maut und nutzt die schnelleren ENC-Spuren.
Die Rechnung ist einfach: Schon eine Hin- und Rückfahrt Zagrebs Richtung Split spart über 11 Euro Maut. Wer öfter nach Kroatien fährt oder einen längeren Roadtrip plant, hat die Box schnell wieder drin. Kaufen kannst du sie an vielen Mautstellen und in Verkaufsstellen der Betreiber. Alternativ gibt es die ADAC-Mautbox, die in Kroatien außerhalb Istriens funktioniert und zusätzlich weitere Länder abdeckt.
Wichtig für Istrien: Das istrische Autobahnnetz (Bina Istra) hat eigene Tarife und ein eigenes ENC-System. Der Učka-Tunnel zwischen Istrien und der Kvarner-Bucht kostet für Pkw 4,10 Euro in der Nebensaison, von Juni bis September mehr.
Kroatien baut die Mautstationen ab. Das neue System heißt Crolibertas und funktioniert ohne Schranken: Rund 212 Mautportale mit über 1.700 Kameras erfassen die Fahrzeuge im fließenden Verkehr. Der Zeitplan:
Für Pkw und Motorräder gibt es dann zwei Wege: Entweder du registrierst dein Kennzeichen im Onlineportal und die Maut wird automatisch über hinterlegte Zahlungsdaten abgebucht, oder du nutzt eine ENC-Box. Für Lkw und Busse über 3,5 Tonnen wird die Box Pflicht. Das System ist mit dem europäischen EETS-Standard kompatibel, EETS-Boxen anderer Anbieter funktionieren also ebenfalls.
Was das für deinen Urlaub heißt: Für die Saison 2026 musst du nichts tun. Wer 2027 fährt, sollte sich vor der Reise um Registrierung oder Box kümmern. Sobald das Portal für die Kennzeichenregistrierung live ist, findest du hier die Anleitung.
Du kannst die Maut komplett vermeiden, Kroatiens Landstraßen sind gratis. Die Küstenstraße (Jadranska Magistrala, D8) gehört landschaftlich zum Schönsten, was du in Europa fahren kannst. Als Sparmaßnahme taugt die Umfahrung trotzdem selten:
Für die Anreise mit engem Zeitfenster gilt: Autobahn nehmen, die Maut ist der günstigste Teil der Reisekasse.
Auf dem Weg nach Kroatien fährst du fast immer durch Österreich und Slowenien, und dort gilt Vignettenpflicht auf den Autobahnen, nur Kroatien selbst kommt ohne Vignette aus. Welche Vignette für Österreich zu deiner Reisedauer passt und welche Sondermauten dazukommen, liest du unter Maut in Österreich. Alles zur slowenischen E-Vignette samt Kaufweg erklärt dir Vignette Slowenien, die komplette Routenplanung mit allen Kosten steht unter Anreise.
Preise und Verfügbarkeit der Autovermieter für deinen Abholort und Reisezeitraum vergleichen.
Kroatien rechnet je Strecke ab. Auf der Anfahrt gelten dagegen zwei Vignettensysteme, die vorher gekauft sein wollen.
Nein. Kroatien hat keine Vignette, sondern streckenbezogene Maut an den Autobahnen. Du zahlst nur die Kilometer, die du fährst. Vignetten brauchst du nur für die Anreise durch Österreich und Slowenien.
26,40 Euro für einen Pkw (Stand Juli 2026). Wohnmobile über 1,9 Meter Höhe zahlen rund 42,50 Euro.
Ja, bar in Euro oder mit Kredit- und Debitkarte, direkt an der Mautstation. Das gilt noch die gesamte Saison 2026, bis die Stationen im Zuge der Umstellung auf die digitale Maut abgebaut werden.
Ein Transponder der kroatischen Autobahnbetreiber für 15 Euro plus 20 Euro Mindestguthaben. Du bekommst 21,74 Prozent Rabatt und nutzt die schnellere ENC-Spur. Ab etwa einer längeren Hin- und Rückfahrt pro Jahr rechnet sie sich.
Für den Sommerurlaub 2026 nicht, das alte System läuft noch. Der volle Free-Flow-Betrieb startet am 1. März 2027. Danach brauchst du eine Kennzeichenregistrierung im Onlineportal oder eine ENC-Box.
Ja. Die Jadranska Magistrala (D8) und alle Landstraßen sind kostenlos. Als Sparroute lohnt sich das kaum, als Panoramastrecke für einzelne Etappen sehr.
Nein, die Pelješac-Brücke ist mautfrei. Du erreichst Dubrovnik damit komplett ohne Grenzübertritt nach Bosnien und Herzegowina. Maut zahlst du nur auf der Autobahn davor: ab Zagreb bis zum Autobahnende bei Čarapine 33,80 Euro für den Pkw (HAC, Stand September 2026).
Nein. Die slowenische E-Vignette gilt nur auf slowenischen Autobahnen. In Kroatien zahlst du an der Mautstation, eine Vignette existiert dort nicht.
Maut in ÖsterreichDer Karawankentunnel wird nur Richtung Süden bemautet, die Rückfahrt zahlt Slowenien separat…
Vignette SlowenienFür Slowenien gibt es keine Tagesvignette, kürzestes Intervall ist eine volle Woche.
VerkehrsregelnDer Sicherheitsabzug beim Blitzer ist kein Freifahrtschein, er gleicht nur die Messungenauigkeit…
AnreiseSeit Juni 2026 fehlen feste Kontrollen an der slowenisch-kroatischen Grenze, plane an…