Maut Kroatien berechnen: Routen, Tunnel, Wohnmobil
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Maut Kroatien berechnen 2026: Routen, Tunnel, Wohnmobil

Maut nach Kroatien 2026 je Route: München nach Istrien 56,80 Euro, nach Split 80,20 Euro. Karawanken, Tauern, Zagreb-Split je Abschnitt, Wohnmobil-Klassen.

Für die Fahrt mit dem Pkw von München nach Istrien zahlst du 2026 auf der einfachen Strecke 56,80 Euro an Vignetten, Tunnelmaut und kroatischer Autobahn, nach Zagreb 53,80 Euro, nach Zadar 71,40 Euro, nach Split 80,20 Euro und nach Dubrovnik 87,60 Euro. Ab Wien fällt die Tunnelmaut weg, dort kostet die Fahrt nach Istrien 32,80 Euro, nach Zagreb 35,50 Euro und nach Split 61,90 Euro. Die beiden teuersten Einzelposten auf der Route aus Deutschland sind der Tauerntunnel mit 15,00 Euro und der Karawankentunnel mit 9,00 Euro je Fahrt (ASFINAG-Tarife 2026), die kroatische Autobahn von Zagreb nach Split kostet 26,40 Euro (HAC, Stand September 2026).

Kurz hinter Salzburg schluckt der Tauerntunnel das Autoradio für ein paar Minuten, dahinter wird die Luft am Wörthersee schon spürbar wärmer, und die slowenische E-Vignette hast du längst online aufs Kennzeichen gebucht. Bis zur kroatischen Grenze bei Bregana sind es vom Karawankentunnel aus noch rund zwei Stunden, die Schranke dort kostet einen Euro, und alles Weitere nach Süden steht in den Tabellen auf dieser Seite. Rechne deine eigene Strecke gleich im Rechner durch, darunter findest du jeden Posten einzeln mit Datum und Quelle.

Geschätzte Gesamtkosten 0,00 Euro
  • Strecke
  • Fahrzeit (grob, je Richtung)
  • Maut Kroatien
  • Tunnelmaut Österreich (Tauern, Karawanken)
  • Vignette Österreich
  • Vignette Slowenien
  • Spritkosten

Maut, Tunnel und Vignetten nach den amtlichen Tarifen von HAC, ASFINAG und DARS, Stand September 2026. Kilometer und Fahrzeit sind gerundete Routing-Werte, Spritkosten eine Näherung.

Routen: was die Maut je Strecke 2026 kostet

Die Tabelle rechnet für 14 typische Kroatien-Routen die komplette Maut zusammen: österreichische und slowenische Vignette, die Sondermaut für Tauern und Karawanken sowie die kroatische Autobahnmaut, jeweils für die einfache Fahrt mit einem Pkw der Kategorie I (bis 1,90 Meter Höhe, ohne Anhänger). Grundlage sind die 10-Tages-Vignette Österreich (12,80 Euro) und die Wochenvignette Slowenien (16,00 Euro). Kilometer und Fahrzeit sind reine Fahrzeit ohne Pausen, gerundet nach OSRM-Routing vom 20. September 2026.

RouteVignetten AT + SITunnel ATMaut KroatienSumme einfach
München nach Zagreb (546 km, 6 Std.)28,80 €24,00 €1,00 €53,80 €
München nach Poreč (565 km, 6 Std. 20)28,80 €24,00 €4,00 €56,80 €
München nach Pula (605 km, 6 Std. 40)28,80 €24,00 €7,40 €60,20 €
München nach Rijeka (517 km, 6 Std.)28,80 €24,00 €1,10 €53,90 €
München nach Zadar (821 km, 9 Std. 10)28,80 €24,00 €18,60 €71,40 €
München nach Split (944 km, 10 Std. 20)28,80 €24,00 €27,40 €80,20 €
München nach Dubrovnik (1.140 km, 12 Std. 55)28,80 €24,00 €34,80 €87,60 €
Stuttgart nach Poreč (799 km, 8 Std. 30)28,80 €24,00 €4,00 €56,80 €
Stuttgart nach Zadar (1.055 km, 11 Std. 20)28,80 €24,00 €18,60 €71,40 €
Stuttgart nach Split (1.179 km, 12 Std. 30)28,80 €24,00 €27,40 €80,20 €
Wien nach Zagreb (368 km, 4 Std. 15)28,80 €0 €6,70 €35,50 €
Wien nach Poreč (541 km, 6 Std. 05)28,80 €0 €4,00 €32,80 €
Wien nach Zadar (636 km, 7 Std. 05)28,80 €0 €24,30 €53,10 €
Wien nach Split (759 km, 8 Std. 20)28,80 €0 €33,10 €61,90 €

So kommen die Summen zustande:

  • Ab München und Stuttgart führt die Autobahnroute über Salzburg, den Tauern- und Katschbergtunnel (15,00 Euro), Villach und den Karawankentunnel (9,00 Euro) nach Ljubljana. Nach Istrien geht es von dort über Koper zur Grenze bei Kaštel oder Plovanija und auf die Bina-Istra-Autobahn (Umag nach Baderna für Poreč 4,00 Euro, Umag nach Pula 7,40 Euro). Nach Rijeka fährst du über Postojna zur Grenze Rupa, die A7 kostet dort 1,10 Euro. Nach Zagreb, Zadar, Split und Dubrovnik fährst du über Bregana (1,00 Euro) und ab Zagreb auf die A1: Zadar 17,60 Euro, Split 26,40 Euro, Autobahnende Čarapine vor Ploče 33,80 Euro. Stuttgart liegt rund 235 Kilometer weiter weg als München, an der Maut ändert das nichts, weil die deutsche Autobahn kostenlos ist.
  • Ab Wien läuft die Route über Graz, Spielfeld und Maribor. Tauern und Karawanken berührst du nicht, die Sondermaut entfällt komplett. Nach Zagreb, Zadar und Split kommst du über Macelj auf die A2 (6,70 Euro bis Zagreb) und weiter auf die A1, nach Istrien über Ljubljana und Koper mit derselben Bina-Istra-Maut wie ab München.
  • Berlin nach Zagreb (1.073 km, rund 11 Std.) über Regensburg, Passau, Linz und Graz kostet 54,50 Euro: statt Tauern und Karawanken zahlst du auf der Pyhrn-Autobahn den Gleinalmtunnel (12,00 Euro) und den Bosrucktunnel (7,00 Euro), dazu Vignetten und Macelj bis Zagreb. Über München sind es 1.132 Kilometer und 53,80 Euro, fast derselbe Preis.
  • Hin und zurück verdoppeln sich Tunnel und kroatische Maut, die Vignetten nicht, solange die Reise in ihre Laufzeit passt. München nach Split und zurück innerhalb von zehn Tagen: 131,60 Euro. Dauert der Urlaub zwei Wochen, brauchst du in Österreich eine zweite 10-Tages-Vignette (12,80 Euro) oder eine 1-Tages-Vignette für den Rückreisetag (9,60 Euro) und in Slowenien die Monatsvignette (32,00 statt 16,00 Euro).

Die komplette Routenplanung mit Flug, Bahn und Fähre steht auf der Anreise-Seite, welchen Grenzübergang du wählst, klärt unsere Übersicht der Grenzübergänge.

Kostenaufstellung: Maut von München nach Istrien Posten für Posten

Die meistgestellte Frage zur Anreise nach Istrien lautet, was die Fahrt ab München an Gebühren kostet. Hier die Aufstellung für einen Pkw, einfache Fahrt, Stand September 2026:

  • Deutschland, A8 München bis Salzburg: 0 Euro, keine Pkw-Maut
  • Österreich, digitale 10-Tages-Vignette (Pflicht ab Grenze Walserberg): 12,80 Euro
  • Österreich, Sondermaut A10 Tauern- und Katschbergtunnel: 15,00 Euro
  • Österreich, Sondermaut A11 Karawankentunnel Richtung Süden: 9,00 Euro
  • Slowenien, E-Vignette 7 Tage, Klasse 2A: 16,00 Euro
  • Kroatien, Bina-Istra Umag nach Baderna (Abfahrt Poreč): 4,00 Euro, bis Pula 7,40 Euro
  • Summe bis Poreč: 56,80 Euro, bis Pula 60,20 Euro

Wer die Sondermaut sparen will, fährt ab Salzburg über die Tauernbundesstraße B99 und den Wurzen- oder Loiblpass. Das spart 24,00 Euro, kostet aber rund zwei Stunden auf Passstraßen mit Steigungen bis 18 Prozent, für Wohnwagen und Anhänger über 750 Kilogramm ist der Loiblpass gesperrt. Details dazu auf der Seite Maut in Österreich.

Abschnitte: Maut von Zagreb nach Split als Liste

Die A1 rechnet nach Ein- und Ausfahrt ab, deshalb lässt sich jede Teilstrecke einzeln nennen. Die Tabelle zeigt die amtlichen HAC-Preise ab Einfahrt Zagreb (Mautstelle Lučko) für Pkw (Kategorie I) und für Wohnmobile über 1,90 Meter sowie Gespanne (Kategorie II), Stand 20. September 2026:

Ausfahrt ab ZagrebKategorie I (Pkw)Kategorie II (Wohnmobil, Gespann)
Karlovac2,80 €5,00 €
Bosiljevo (Abzweig Rijeka)4,30 €8,00 €
Rijeka (Grobnik, über A6)10,10 €18,50 €
Otočac9,60 €15,80 €
Gospić12,50 €20,40 €
Sveti Rok (vor dem Velebit-Tunnel)14,50 €23,40 €
Zadar centar17,60 €28,20 €
Šibenik22,10 €35,30 €
Split (Dugopolje)26,40 €41,40 €
Čarapine (Autobahnende bei Ploče)33,80 €52,50 €

Dazu kommt auf der Anreise aus Slowenien die Einfahrt bei Bregana (1,00 Euro Kategorie I, 1,20 Euro Kategorie II) oder bei Macelj (6,70 Euro bis Zagreb). Wer die Autobahn erst in Karlovac betritt, etwa nach einer Fahrt über Metlika, zahlt ab dort bis Zadar 14,90 Euro und bis Split 23,70 Euro. Die Pelješac-Brücke nach Dubrovnik und die Krk-Brücke sind mautfrei. Alle Zahlungswege, die ENC-Box und die Umstellung auf das schrankenlose System ab März 2027 erklärt unsere Übersicht zur Maut in Kroatien.

Karawankentunnel: was die einfache Fahrt 2026 kostet

Die Fahrt durch den Karawankentunnel kostet 2026 für Pkw und Wohnmobile bis 3,5 Tonnen 9,00 Euro je Richtung. Richtung Süden kassiert die österreichische ASFINAG an der Mautstelle vor dem Tunnel, Richtung Norden die slowenische DARS an der Mautstelle Hrušica, beide verlangen denselben Betrag (ASFINAG-Tarif ab 1. Januar 2026, DARS-Verordnung gültig ab 1. Januar 2026). Die Sondermaut kommt zur Vignette dazu, auf dem Tunnelabschnitt selbst brauchst du keine Vignette. Wer den Tunnel mehr als vier Mal in einem Monat fährt, spart mit der kennzeichengebundenen 14-Fahrten-Karte für 40,40 Euro. Bezahlen kannst du bar, mit Karte oder vorab als Digitale Streckenmaut über die ASFINAG, dann öffnet sich die Schranke automatisch.

Mautfrei über die Karawanken kommst du nur über den Loiblpass (B91) oder den Wurzenpass (B109): beide steil, kurvig und in der Ferienzeit gern verstopft, der Loiblpass ist für Anhänger über 750 Kilogramm gesperrt. Für Wohnmobile ist der Tunnel die einzige vernünftige Wahl.

Tauerntunnel: 15 Euro für Tauern und Katschberg zusammen

Auf der A10 zwischen Flachau und Rennweg zahlst du 2026 für die Gesamtstrecke mit Tauern- und Katschbergtunnel 15,00 Euro je Fahrt, eine Teilstrecke (nur Tauerntunnel zwischen Flachau und St. Michael oder nur Katschbergtunnel zwischen St. Michael und Rennweg) 7,50 Euro. Die Mehrfahrtenkarte für 90,00 Euro lohnt sich ab der siebten Fahrt und damit für kaum einen Urlauber. Wie beim Karawankentunnel gilt: Sondermaut plus Vignette, die Vignette allein reicht auf diesem Abschnitt nicht. Die kostenlose Ausweichroute ist die Tauernbundesstraße B99 über den Radstädter Tauern und den Katschbergpass, rund eine Stunde länger und im Sommer bei Stau auf der A10 eine echte Alternative.

Vignetten: welche du für die Fahrt von Deutschland nach Kroatien brauchst

Für die klassische Route brauchst du zwei Vignetten, für Kroatien selbst keine. Österreich verkauft die Vignette für Pkw als 1-Tages-Vignette (9,60 Euro), 10-Tages-Vignette (12,80 Euro), 2-Monats-Vignette (32,00 Euro) und Jahresvignette (106,80 Euro), Tarife gültig seit 1. Dezember 2025. Kauf sie digital auf asfinag.at, dann ist sie ans Kennzeichen gebunden und sofort gültig, wenn du sie im Shop kaufst und nicht online (online gilt die 18-tägige Konsumentenschutzfrist, wenn du das nicht ausdrücklich abwählst).

Slowenien hat seit 2022 nur noch die E-Vignette: kein Aufkleber mehr, sondern ein Eintrag zu deinem Kennzeichen, den Kameras an den Autobahnen prüfen. Für Pkw der Klasse 2A (bis 3,5 Tonnen, Höhe über der Vorderachse bis 1,30 Meter) kostet sie 16,00 Euro für 7 Tage, 32,00 Euro für einen Monat und 117,50 Euro für ein Jahr. Bezahlt wird online auf evinjeta.dars.si, an Tankstellen in Grenznähe oder an den DARS-Verkaufsstellen, immer vor der ersten Autobahnauffahrt, denn Slowenien kennt keine Karenzzeit. Motorräder zahlen 8,00 Euro für die Woche. Auf der Route ab München hängt nach dem Karawankentunnel sofort die erste slowenische Autobahn, die E-Vignette gehört also schon vor der Abfahrt gebucht. Alle Details, auch zur Klasse 2B für hohe Kastenwagen, stehen auf der Seite zur slowenischen Vignette.

Kroatien rechnet streckenbezogen ab: Ticket an der Einfahrt ziehen, an der Ausfahrt bar oder mit Karte zahlen, oder mit ENC-Box durchrollen. Eine Vignette gibt es nicht und wird es auch mit dem neuen System 2027 nicht geben.

Wohnmobil: die Mautkategorien in Kroatien als Liste

Kroatien teilt Fahrzeuge an den Mautstellen nach dem Tarifreglement der HAC in fünf Kategorien ein, entscheidend sind Höhe, Achsen, zulässiges Gesamtgewicht und Anhänger, nicht die Zulassung als Wohnmobil:

  • Kategorie IA: Motorräder, Trikes und Quads
  • Kategorie I: Fahrzeuge mit zwei Achsen bis 1,90 Meter Höhe (Pkw, die meisten SUV, flache Vans)
  • Kategorie II: Fahrzeuge mit zwei Achsen über 1,90 Meter Höhe bis 3,5 Tonnen (fast jedes Wohnmobil, hohe Kastenwagen) sowie jedes Fahrzeug der Kategorie I oder IA mit Anhänger, unabhängig von Achszahl und Höhe des Anhängers (also auch Pkw mit Wohnwagen)
  • Kategorie III: Fahrzeuge mit zwei oder drei Achsen über 3,5 Tonnen, Fahrzeuge über 3,5 Tonnen mit einachsigem Anhänger und Kategorie-II-Fahrzeuge mit Anhänger (Wohnmobil mit Anhänger)
  • Kategorie IV: Fahrzeuge mit vier und mehr Achsen über 3,5 Tonnen sowie schwere Gespanne

Für ein typisches Wohnmobil bis 3,5 Tonnen heißt das: Zagreb nach Split 41,40 statt 26,40 Euro, bis Zadar 28,20 statt 17,60 Euro, bis Čarapine 52,50 statt 33,80 Euro, durchweg rund 55 Prozent mehr als mit dem Pkw. Ein Pkw mit Wohnwagen zahlt dasselbe wie das Wohnmobil.

In Slowenien zählt die Höhe über der Vorderachse: über 1,30 Meter greift Klasse 2B mit 32,00 Euro für die Woche und 64,10 Euro für den Monat. Typisierte Wohnmobile bleiben laut DARS in Klasse 2A, umgebaute Kastenwagen ohne Wohnmobil-Zulassung nicht. Wohnmobile in Slowenien sind bei der Maut also nur dann teurer, wenn sie nicht als Wohnmobil eingetragen sind. In Österreich gilt bis 3,5 Tonnen dieselbe Vignette und dieselbe Sondermaut wie für Pkw, über 3,5 Tonnen läuft die Abrechnung über die GO-Box nach Kilometern, in Slowenien dann über DarsGo.

Für die Beispielroute München nach Split heißt das: ein typisiertes Wohnmobil bis 3,5 Tonnen zahlt 95,40 Euro statt 80,20 Euro für die einfache Fahrt (Bregana 1,20 Euro plus Zagreb-Split 41,40 Euro), ein hoher Kastenwagen ohne Wohnmobil-Zulassung mit der slowenischen Klasse 2B 111,40 Euro.

Bezahlung: wie die Maut in Kroatien und Slowenien funktioniert

In Kroatien ziehst du an der Einfahrt ein Ticket und zahlst an der Ausfahrt, bar in Euro oder mit Kredit- und Debitkarte, an jeder Mautstelle. Schneller geht es mit der ENC-Box: 15 Euro einmalig plus 20 Euro Mindestguthaben, dafür 21,74 Prozent Rabatt auf jede Fahrt und eigene Spuren ohne Anhalten. Ab 1. März 2027 stellt Kroatien auf ein schrankenloses System mit Kennzeichenerfassung um, für die Saison 2026 gilt noch das Ticketsystem. In Slowenien zahlst du nichts an der Straße: Die E-Vignette ist die Maut, kontrolliert wird per Kamera, wer ohne fährt, zahlt ab 300 Euro Strafe. Einzige Ausnahme ist die Mautstelle Hrušica am Karawankentunnel Richtung Österreich, dort zahlst du die 9,00 Euro bar oder mit Karte.

Sparen: was wirklich hilft

Bei der österreichischen Vignette lohnt sich Nachrechnen, bevor du zur 2-Monats-Vignette greifst. Zwei 10-Tages-Vignetten kosten zusammen 25,60 Euro und damit weniger als die 32,00 Euro für zwei Monate, erst ab 21 Tagen Gesamtreise dreht sich das Verhältnis um. In Slowenien passiert dasselbe schon nach zwei Wochen: Zwei Wochenvignetten kosten so viel wie die Monatsvignette, ab dem 15. Tag ist der Monat die richtige Wahl.

Für die kroatische Maut bringt die ENC-Box 21,74 Prozent Rabatt, auf der Hin- und Rückfahrt bis Split rund 11,90 Euro. Weil die Box selbst 15 Euro kostet, rechnet sie sich ab rund 69 Euro Maut, also ab der zweiten längeren Fahrt oder wenn ihr im selben Jahr noch einmal runterfahrt.

Die Abkürzung über Metlika spart auf dem Weg nach Dalmatien Kilometer und Maut: Ab Novo mesto verlässt du die slowenische A2 und fährst über den Grenzübergang Metlika und die kroatische D6 nach Karlovac, erst dort auf die A1. Das sind rund 70 Kilometer weniger als über Zagreb und spart die Einfahrt Bregana plus Zagreb bis Karlovac (zusammen 3,80 Euro), führt dafür 60 Kilometer über Landstraße mit Ortsdurchfahrten. Bei freier Strecke ist die Variante etwa eine halbe Stunde schneller, an Wechseltagen im Juli und August staut es sich am kleinen Übergang Metlika schneller als auf der Autobahn bei Bregana.

Mautfreie Ausweichrouten über die B99, den Wurzenpass oder den Loiblpass sparen bis zu 24 Euro je Richtung, kosten aber rund zwei Stunden auf Passstraßen. Für die meisten Kroatien-Urlauber lohnt sich das nur bei akutem Stau auf der Autobahn, nicht als geplante Sparstrategie, mehr dazu unter Maut in Österreich. Wie stark Maut und Vignetten dein Gesamtbudget belasten, ordnet der Preisindex 2026 ein.

Häufige Fragen zur Maut nach Kroatien

Hat Kroatien eine Vignette?

Nein. Kroatien kennt keine Vignette, du zahlst streckenbezogene Maut direkt an der Autobahn, Ticket an der Einfahrt, Bezahlung an der Ausfahrt. Vignetten brauchst du nur für die Durchfahrt durch Österreich und Slowenien.

Wie teuer ist die Maut von Deutschland nach Kroatien?

Für einen Pkw ab München oder Stuttgart 2026 zwischen 53,80 Euro (bis Zagreb) und 87,60 Euro (bis Dubrovnik) für die einfache Fahrt, Istrien liegt bei 56,80 bis 60,20 Euro, Zadar bei 71,40 Euro und Split bei 80,20 Euro. Darin stecken die 10-Tages-Vignette Österreich, die Wochenvignette Slowenien, 24,00 Euro Tunnelmaut für Tauern und Karawanken sowie die kroatische Autobahn bis zum Ziel.

Was kostet die einfache Fahrt durch den Karawankentunnel?

9,00 Euro für Pkw und Wohnmobile bis 3,5 Tonnen, in beiden Richtungen gleich: Richtung Slowenien kassiert die ASFINAG, Richtung Österreich die DARS an der Mautstelle Hrušica. Die Vignette ist zusätzlich nötig, gilt aber nicht für den Tunnelabschnitt selbst. Stand: Tarife 2026.

Wie hoch sind die Mautgebühren in Kroatien 2026?

Die HAC-Tarife gelten seit Januar 2026 rund 3,5 Prozent über dem Vorjahr, einen Sommerzuschlag gibt es nicht mehr. Für Pkw: Zagreb nach Rijeka 10,10 Euro, nach Zadar 17,60 Euro, nach Split 26,40 Euro, bis zum Autobahnende bei Ploče 33,80 Euro, Einfahrt Bregana 1,00 Euro, Istrien von Umag nach Pula 7,40 Euro. Wohnmobile über 1,90 Meter und Gespanne zahlen als Kategorie II rund 55 Prozent mehr.

Welche Vignetten benötige ich für eine Fahrt von Deutschland nach Kroatien?

Zwei: die österreichische Vignette (10 Tage 12,80 Euro) und die slowenische E-Vignette (7 Tage 16,00 Euro, ans Kennzeichen gebunden, vor der ersten Auffahrt kaufen). Dazu kommt die Sondermaut für Tauern (15,00 Euro) und Karawanken (9,00 Euro), die keine Vignette abdeckt. Für Kroatien selbst brauchst du keine Vignette.

Wie bezahle ich die Maut in Slowenien?

Mit der E-Vignette, die du online auf evinjeta.dars.si oder an Tankstellen vor der Grenze kaufst, sie gilt ab dem gewählten Starttag. An der Straße zahlst du nichts, Kameras prüfen das Kennzeichen. Nur am Karawankentunnel Richtung Österreich zahlst du an der Mautstelle Hrušica 9,00 Euro bar oder mit Karte.

Sind Wohnmobile in Slowenien teurer bei der Maut?

Nur, wenn das Fahrzeug nicht als Wohnmobil zugelassen ist und über der Vorderachse höher als 1,30 Meter baut: dann gilt Klasse 2B mit 32,00 Euro für die Woche statt 16,00 Euro. Typisierte Wohnmobile bis 3,5 Tonnen bleiben in Klasse 2A und zahlen den Pkw-Preis.

Was ist die Cestarina?

Cestarina ist das kroatische Wort für Maut. Auf den Schildern an der Autobahn steht „naplata cestarine" (Mautstelle), auf der Quittung „cestarina". Das Wort für Vignette, „vinjeta", wirst du in Kroatien nur in den Nachbarländern brauchen.

Brauche ich einen internationalen Führerschein für Kroatien?

Nein. Der EU-Führerschein aus Deutschland oder Österreich gilt in Kroatien ohne Zusatzdokument, auch der Schweizer Führerschein wird anerkannt. Bei einer Polizeikontrolle zeigst du Führerschein, Zulassungsschein und Personalausweis vor, bei einem Fahrzeug, das nicht auf dich zugelassen ist, ist eine Vollmacht des Halters sinnvoll. Alle Regeln am Steuer, vom Tempolimit bis zur Lichtpflicht, stehen unter Verkehrsregeln in Kroatien.

Gibt es eine Promillegrenze für Fahrer unter 25 Jahren in Kroatien?

Ja, null. Für Fahrer bis zum vollendeten 24. Lebensjahr und für Berufskraftfahrer gilt in Kroatien absolute Nulltoleranz, für alle anderen 0,5 Promille. Seit dem 1. Juli 2026 kostet Alkohol am Steuer bei den schweren Verstößen 2.000 bis 2.700 Euro.

Ist eine grüne Versicherungskarte für Kroatien zwingend erforderlich?

Nein. Kroatien gehört zum Kennzeichenabkommen der Grüne-Karte-Büros, das Kennzeichen gilt als Versicherungsnachweis. Die Karte ist bei einem Unfall trotzdem praktisch, weil sie alle Versicherungsdaten in einem Format enthält, das die Polizei und die Gegenseite kennen. Viele Versicherer stellen sie kostenlos zum Herunterladen bereit.

Was muss ich in Kroatien im Auto mitführen?

Warndreieck, Verbandskasten und Warnweste, bei Gespannen zwei Warndreiecke. Ein Ersatzlampenset brauchst du nur für Lampen, die du selbst wechseln kannst. Vom 1. November bis 31. März ist Abblendlicht auch tagsüber Pflicht. In Slowenien gilt dieselbe Grundausstattung. Die Details stehen unter Verkehrsregeln in Kroatien.

Kostet die Pelješac-Brücke Maut?

Nein, die Fahrt über die Pelješac-Brücke nach Dubrovnik ist mautfrei, ebenso die Krk-Brücke. Auf der Route nach Dubrovnik zahlst du nur die kroatische Autobahn bis zum Autobahnende bei Čarapine, für den Pkw 33,80 Euro ab Zagreb. Stand: September 2026

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