
Kroatien blickt auf über zwei Jahrtausende Geschichte zurück. Die Römer richteten hier die Provinz Dalmatia ein, Kaiser Diokletian ließ um 305 seinen Palast im heutigen Split bauen. Die Kroaten siedelten sich im 7. Jahrhundert an, um 925 wurde Tomislav der erste König Kroatiens. Danach folgten rund 800 Jahre in wechselnden Verbünden: Personalunion mit Ungarn ab 1102, venezianische Küste, Habsburg, ab 1918 Jugoslawien. Die staatliche Unabhängigkeit erklärte Kroatien am 25. Juni 1991, seit dem 1. Juli 2013 ist das Land EU-Mitglied und seit dem 1. Januar 2023 Teil von Eurozone und Schengen-Raum.
Vor der römischen Herrschaft lebten an der Ostküste der Adria illyrische Stämme. Rom unterwarf Illyrien ab 168 v. Chr. und machte die Region später zur Provinz Dalmatia, die weite Teile des heutigen Kroatien umfasste. Aus dieser Zeit stammen die bekanntesten antiken Bauten des Landes.
Das prägendste Bauwerk ist der Palast des Kaisers Diokletian in Split. Er entstand etwa zwischen 295 und 305 n. Chr. als Alterssitz. Diokletian gilt als einziger römischer Kaiser, der 305 freiwillig aus dem Amt schied. Der Palast bildet bis heute den Kern der Altstadt von Split Split und gehört seit 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Auch im istrischen Pula Pula steht mit dem Amphitheater ein römisches Bauwerk, das den Rang der Provinz belegt. Wenn du diese Orte besuchst, findest du weitere Ziele unter Sehenswürdigkeiten.

Diokletian gilt als einziger römischer Kaiser, der freiwillig aus dem Amt schied.
Im 7. Jahrhundert siedelten sich im Zuge der slawischen Landnahme auf dem Balkan Kroaten in den ehemaligen römischen Provinzen Dalmatia und Pannonien an. Aus mehreren Fürstentümern formte sich nach und nach ein eigenes Herrschaftsgebiet.
Um 925 wurde Tomislav der erste König Kroatiens. Sein Reich reichte über Teile Dalmatiens, Slawoniens und angrenzender Gebiete. Die staatliche Eigenständigkeit hielt bis 1102. In diesem Jahr ging das Königreich Kroatien in eine Personalunion mit Ungarn über, der kroatische Adel erkannte den ungarischen König an. Diese Verbindung mit der ungarischen Krone bestand in wechselnder Form bis zum Ende der Habsburgermonarchie 1918.
Während das Landesinnere an Ungarn gebunden war, entwickelte sich die Küste eigenständig. Venedig kaufte Dalmatien 1409 und beherrschte bis 1797 auch den größten Teil Istriens. Der venezianische Löwe an Stadttoren und Fassaden erinnert vielerorts an diese Epoche.
Eine Sonderrolle spielte die Stadtrepublik Ragusa, das heutige Dubrovnik Dubrovnik. Sie bewahrte über Jahrhunderte ihre politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit als Stadtstaat und bestand bis 1808. Ihr Wohlstand aus dem Seehandel prägt die Altstadt bis heute.
Ab dem 16. Jahrhundert rückte das Osmanische Reich vor. Nach der Schlacht bei Mohács 1526 erkannte der kroatische Adel die Habsburger als Könige an, in der Hoffnung auf Schutz vor den Osmanen. Die Grenze zwischen habsburgischem und osmanischem Gebiet verlief über Generationen mitten durch kroatisches Land, entlang der sogenannten Militärgrenze.

Unter Napoleon wurde die Region kurzzeitig französisch. Nach dem Frieden von Schönbrunn richtete Napoleon 1809 die Illyrischen Provinzen ein, zu denen die ehemalige Republik Ragusa, das venezianische Dalmatien und Istrien sowie Teile des zivilen und militärischen Kroatien gehörten. Ziel war, Österreich den Zugang zum Mittelmeer abzuschneiden. 1813 rückten österreichische Truppen wieder ein, die französische Herrschaft endete.
Danach fielen die kroatischen Länder an das Kaisertum Österreich und gehörten bis 1918 zur Habsburgermonarchie, ab 1867 zur Doppelmonarchie Österreich-Ungarn. Die Küste Dalmatiens und Istriens war österreichisch verwaltet, der Norden ungarisch. Dubrovnik, Split, Rijeka und Pula waren wichtige Häfen dieser Zeit.
Mit dem Zerfall Österreich-Ungarns endete die Habsburger-Ära. Am 1. Dezember 1918 wurde das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen proklamiert, das ab 1929 offiziell Jugoslawien hieß. Kroatien war damit erstmals Teil eines südslawischen Gesamtstaats, in dem Belgrad das Zentrum bildete.
Im Zweiten Weltkrieg errichteten die Achsenmächte einen Marionettenstaat: Am 10. April 1941 wurde der sogenannte Unabhängige Staat Kroatien ausgerufen, geführt von der faschistischen Ustascha. Diese Jahre gehören zu den dunkelsten der Landesgeschichte, geprägt von Verfolgung und Massenverbrechen. Parallel kämpfte die Partisanenbewegung unter Josip Broz Tito gegen die Besatzung.
Nach Kriegsende entstand 1945 das sozialistische Jugoslawien, in dem Kroatien eine der sechs Teilrepubliken war. Tito regierte bis zu seinem Tod 1980. Nach seinem Tod verschärften sich die Spannungen zwischen den Republiken, wirtschaftlich wie politisch.
Am 25. Juni 1991 erklärte das kroatische Parlament die Unabhängigkeit. Nach Ablauf eines dreimonatigen Moratoriums bestätigte Kroatien diesen Schritt am 8. Oktober 1991. Die internationale Anerkennung folgte am 15. Januar 1992.
Auf die Unabhängigkeitserklärung folgte der Krieg, den Kroatien als Heimatkrieg (kroatisch Domovinski rat) bezeichnet. Er dauerte von 1991 bis 1995. Kämpfe und Belagerungen trafen unter anderem Vukovar und die Region um Dubrovnik. Militäroperationen im Jahr 1995 stellten die staatliche Kontrolle über weite Landesteile wieder her, danach kehrte schrittweise Frieden ein. Der 8. Oktober wird in Kroatien bis heute als Tag der Unabhängigkeit begangen.
Nach dem Krieg orientierte sich Kroatien nach Westen. Am 1. Juli 2013 wurde das Land 28. Mitglied der Europäischen Union. Rund ein Jahrzehnt später folgte der nächste Schritt: Zum 1. Januar 2023 führte Kroatien den Euro als Landeswährung ein und trat gleichzeitig dem Schengen-Raum bei. Die frühere Währung Kuna wurde vom Euro abgelöst, und die Grenzkontrollen zu den Nachbarländern der EU fielen weg. Für die Anreise mit dem Auto in die Region Dalmatien Dalmatien bedeutet das kürzere Wartezeiten an den bisherigen Landgrenzen.
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Kroatien erklärte am 25. Juni 1991 seine Unabhängigkeit von Jugoslawien. Nach einem dreimonatigen Moratorium bestätigte das Parlament diesen Schritt am 8. Oktober 1991, die internationale Anerkennung folgte am 15. Januar 1992.
Tomislav gilt als erster König Kroatiens. Er wurde um 925 gekrönt. Sein Königreich blieb bis 1102 eigenständig, dann ging es in eine Personalunion mit Ungarn über.
Kroatien war ab 1918 Teil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen, das ab 1929 Jugoslawien hieß, und ab 1945 des sozialistischen Jugoslawien. Diese Zugehörigkeit endete mit der Unabhängigkeitserklärung 1991.
So nennt Kroatien den Krieg von 1991 bis 1995, der auf die Unabhängigkeitserklärung folgte. Er endete 1995 mit der Wiederherstellung der staatlichen Kontrolle über das Landesgebiet.
Split ist um den Palast des römischen Kaisers Diokletian herum entstanden, der um 295 bis 305 als kaiserlicher Alterssitz gebaut wurde. Der Palast bildet heute den Kern der Altstadt und ist seit 1979 UNESCO-Weltkulturerbe.
Kroatien ist seit dem 1. Juli 2013 Mitglied der Europäischen Union. Den Euro als Währung und die Schengen-Mitgliedschaft kamen zum 1. Januar 2023 hinzu.
Große Teile der Küste, vor allem Dalmatien und Istrien, standen bis 1797 unter venezianischer Herrschaft. Die Stadtrepublik Ragusa (Dubrovnik) blieb bis 1808 ein eigenständiger Stadtstaat.
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