Die Stadtmauer von Ston zieht sich über 5,5 Kilometer über die Landenge am Fuß der Halbinsel Pelješac und gehört damit zu den längsten erhaltenen Festungsanlagen Europas. Zum ursprünglichen System gehörten rund 40 Türme und fünf Festungen, etwa 20 Türme sind erhalten. Gebaut hat es die Republik Dubrovnik, nachdem sie Pelješac in den 1330er Jahren erworben hatte, und zwar nicht in erster Linie zum Schutz der Bewohner, sondern zum Schutz der Salinen von Ston.
Der begehbare Abschnitt führt von Ston über den Kamm hinüber nach Mali Ston. Erwachsene zahlen im Sommerhalbjahr rund 10 Euro, Kinder ab sieben Jahren etwa die Hälfte, das ist der Stand der zuletzt veröffentlichten Preisliste. Geöffnet ist ganzjährig, im Hochsommer bis in den Abend, von November bis März nur bis zum frühen Nachmittag. Geh früh am Morgen oder am späten Nachmittag: Auf der Mauer gibt es keinen Schatten.
In den 1330er Jahren kam Pelješac an die Republik Dubrovnik, und mit der Halbinsel kamen die Salinen von Ston. Die Quellen datieren den Erwerb auf 1333 beziehungsweise 1334. Salz war damals ein Handelsgut von erheblichem Wert, also sicherte die Republik den Neuerwerb entsprechend ab: Sie legte Ston und Mali Ston als planmäßige Siedlungen an und verband beide durch eine durchgehende Befestigung quer über die schmalste Stelle der Landenge.
Ursprünglich maß das System etwa sieben Kilometer, erhalten sind heute rund 5,5 Kilometer. Das Herzstück ist der Veliki zid, die Große Mauer: ungefähr 1.200 Meter, die über den gut 200 Meter hohen Hügel Podzvizd laufen. In Ston selbst umschließt ein etwa einen Kilometer langer Mauerring den fünfeckigen Stadtgrundriss, in Mali Ston sitzt die Festung Koruna am Wasser.
Gebaut wurde über Jahrhunderte, zwischen 1461 und 1464 arbeitete der Florentiner Baumeister Michelozzo an der Anlage. Am 5. September 1996 traf ein Erdbeben der Magnitude 6,0 die Region um Slano und Ston und beschädigte Stadt und Mauer schwer. Seither wird abschnittsweise restauriert, deshalb sind nicht immer alle Teilstücke offen.
Der Weg ist keine ebene Promenade, sondern eine Treppe mit Aussicht. Von Ston aus steigst du auf unregelmäßigen Steinstufen hinauf, oben läuft der Wehrgang über den Kamm, dann geht es nach Mali Ston hinunter. Der Blick reicht auf der einen Seite über die geometrisch geteilten Salzbecken, auf der anderen über die Bucht von Mali Ston mit ihren Muschelfarmen.
Es gibt zwei Eingänge und einen Ausgang: Eingang A am westlichen Rand von Ston, Eingang B in Mali Ston bei der Festung Koruna, Ausgang C beim Turm Barabanata. Du läufst also in einer Richtung und musst nicht denselben Weg zurück. Feste Schuhe sind Pflicht, Geländer gibt es nicht durchgehend, bei Nässe werden die Stufen rutschig. Wasser mitnehmen, oben gibt es keine Versorgung.
Tickets bekommst du an den Eingängen. Betrieben wird die Anlage von der Gesellschaft der Freunde der Dubrovniker Altertümer, die auch die Stadtmauer von Dubrovnik verwaltet. Nach der zuletzt veröffentlichten Preisliste, sie ist mit dem Stand 2024 überschrieben, kostet der Eintritt im Sommerhalbjahr für Erwachsene 10 Euro, Kinder von 7 bis 18 Jahren zahlen 5 Euro, für Gruppen über zehn Personen gelten 8 Euro pro Person. In den Monaten Januar, Februar, November und Dezember liegen die Preise niedriger, bei 5 Euro für Erwachsene und 2 Euro für Kinder. Eine neuere Preisliste hat der Betreiber bislang nicht veröffentlicht, frag die Tarife vor der Fahrt nach.
Auch die Öffnungszeiten stammen aus derselben Aufstellung und verschieben sich über das Jahr. In der Hochsaison ist ab 8 Uhr geöffnet und erst gegen 19:30 Uhr Schluss, von November bis März gilt ein Winterfenster von etwa 9 bis 15 Uhr, Frühjahr und Herbst liegen dazwischen. Für den Aufstieg eignen sich der frühe Morgen oder die letzte Stunde vor Schließung, zwischen 11 und 16 Uhr steht die Sonne im Sommer voll auf dem Stein.
Die Saline von Ston arbeitet bis heute mit Meerwasser, Sonne und Wind. 58 Becken sind in fünf Gruppen gegliedert, neun davon sind Kristallisationsbecken. Geerntet wird von April bis Oktober. Vom Wehrgang aus siehst du das ganze Raster von oben.
Der zweite Grund, warum Leute nach Ston fahren, liegt im Wasser. In der Bucht von Mali Ston wachsen die Europäische Auster, Ostrea edulis, und die Mittelmeermiesmuschel. Die Austern gelten im März als besonders gut, rund um den Josefstag am 19. März wird das Austernfest gefeiert. Mehrere Betriebe fahren Gäste per Boot zu den Zuchtanlagen.
Ston liegt rund 53 Straßenkilometer nordwestlich von Dubrovnik, mit dem Auto brauchst du etwa eine Stunde. Seit der Eröffnung der Pelješac-Brücke am 26. Juli 2022 fährst du aus Richtung Split, ohne den bosnischen Korridor bei Neum zu durchqueren, also ohne Grenzkontrolle. Die Brücke ist 2.404 Meter lang, eine Maut wird bislang nicht erhoben. Die Umfahrung von Ston ist seit April 2023 fertig.
Ohne eigenes Auto kommst du mit dem Bus. Von Dubrovnik fahren mehrere Busse am Tag, an Sonn- und Feiertagen ist das Angebot dünner. Die Fahrt dauert gut eine Stunde. Parkplätze gibt es am Ortsrand von Ston und in Mali Ston, im Juli und August füllen sie sich am Vormittag. Praktisch: in Ston parken, über die Mauer nach Mali Ston laufen und unten auf der Straße zurückgehen.
Erhalten sind heute rund 5,5 Kilometer, das ursprüngliche System maß rund sieben Kilometer. Dazu gehörten etwa 40 Türme und fünf Festungen, von den Türmen sind rund 20 erhalten. Die Anlage zählt zu den längsten erhaltenen Festungsmauern Europas.
Nach der zuletzt veröffentlichten Preisliste mit Stand 2024 zahlen Erwachsene im Sommerhalbjahr 10 Euro, Kinder von 7 bis 18 Jahren 5 Euro, Gruppen über zehn Personen 8 Euro pro Person. In den Wintermonaten gelten niedrigere Preise. Eine neuere Liste liegt nicht vor, prüfe die Tarife vor der Fahrt beim Betreiber nach.
Rechne je nach Tempo und Fotopausen mit ungefähr einer Stunde. Der Weg besteht überwiegend aus Steinstufen und hat einen deutlichen Anstieg.
Ganzjährig, aber mit saisonal wechselnden Zeiten. In der Hochsaison öffnet sie gegen 8 Uhr und schließt gegen 19:30 Uhr, von November bis März gilt ein kürzeres Fenster von etwa 9 bis 15 Uhr.
Der Weg ist steil und besteht aus unregelmäßigen Steinstufen ohne durchgehendes Geländer. Für Kinderwagen und Rollstühle ist er nicht geeignet. Mit trittsicheren Kindern und festen Schuhen funktioniert er gut.
Mit dem Auto sind es rund 53 Kilometer und etwa eine Stunde Fahrt. Mit dem Bus fahren mehrere Verbindungen am Tag ab dem Busbahnhof Dubrovnik, an Sonn- und Feiertagen ist das Angebot dünner. Die Fahrt dauert gut eine Stunde.
Sie schützte die Salinen von Ston, eine der wichtigsten Einnahmequellen der Republik Dubrovnik. Nach dem Erwerb von Pelješac in den 1330er Jahren riegelte die Republik die Landenge ab.
Ja, das ist der übliche Ablauf. Am Morgen über die Mauer nach Mali Ston, dort Austern oder Muscheln essen, danach die Salzbecken ansehen.
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