Die Kirche der heiligen Euphemia thront ganz oben auf dem Hügel der Rovinjer Altstadt und ist von fast jedem Punkt der Stadt aus zu sehen. Der Innenraum ist kostenlos zugänglich, für den rund 60 Meter hohen Glockenturm, den höchsten Istriens, zahlst du 4 Euro Aufstieg. Geöffnet ist die Kirche saisonal, in den Sommermonaten meist von etwa 10 bis 18 Uhr, außerhalb der Hauptsaison mit kürzeren Zeiten oder nur nach Absprache.
Die heutige Barockkirche wurde zwischen 1720 und 1736 nach Plänen des Venezianers Giovanni Scalfarotti errichtet und 1756 geweiht, an der Stelle eines über 1.000 Jahre alten Vorgängerbaus, der ursprünglich dem heiligen Georg geweiht war. Mit rund 51 Metern Länge gilt sie als der bedeutendste barocke Sakralbau der istrischen Küste. Anfahrt, Übernachtung und die übrigen Sehenswürdigkeiten der Stadt stehen auf der Ortsseite Rovinj.
Euphemia war der Überlieferung nach eine 15-jährige Christin aus Chalcedon in Kleinasien, die im Jahr 304 unter Kaiser Diokletian den Löwen vorgeworfen wurde, weil sie ihrem Glauben nicht abschwor. Laut einer Handschrift aus dem 12. oder 13. Jahrhundert trieb ihr steinerner Sarkophag in der Nacht zum 13. Juli 800 an die Küste Rovinjs, niemand konnte ihn bergen, bis sie einem Jungen im Traum erschien und ihn anwies, seine Kälber vor den Sarg zu spannen. Die Tiere zogen ihn den Hügel hinauf bis zur Kirche. Bis heute ist der 16. September, ihr Todestag, Feiertag der Stadt mit Prozession und Messe.
Der Sarkophag der Heiligen aus dem 3. Jahrhundert, aus prokonnesischem Marmor, steht hinter dem Hauptaltar, das Gesicht der Figur wurde 1953 in Wachs nachgebildet. Sehenswert ist zudem ein Pietro Pergolesi zugeschriebenes Altarbild aus dem späten 16. Jahrhundert. Der Glockenturm wurde bereits 1654 begonnen und 1687 fertiggestellt, deutlich vor dem barocken Kirchenneubau, nach dem Vorbild des Markusturms in Venedig. Über 200 Holzstufen führen hinauf zur 1758 montierten, 4,70 Meter hohen Kupferstatue der Heiligen, die sich als Wetterfahne dreht und früher den Fischern die Windrichtung anzeigte. Von oben reicht der Blick über die Altstadt und den vorgelagerten Archipel bis zu den Alpen.
Die Kirche liegt am höchsten Punkt der Altstadt und ist nur zu Fuß erreichbar, von der Grisia führen Treppenwege direkt zum Kirchplatz hinauf, eine Zufahrt für Autos gibt es nicht. Der Eintritt ist kostenlos, der Turmaufstieg kostet 4 Euro, zahlbar am Turmeingang. Die Öffnungszeiten sind saisonal gestaffelt, in der Hochsaison meist von späten Vormittag bis frühen Abend, in der Nebensaison verkürzt oder nur auf Anfrage, die aktuellen Zeiten hängen am Eingang aus. Der Turm schließt meist vor der Kirche und bleibt bei Nässe auf der Treppe gelegentlich ganz zu. Am ruhigsten besuchst du beide direkt nach der Öffnung, bevor die Tagesausflügler aus Pula und Poreč eintreffen, für den Ausblick vom Turm lohnt sich der späte Nachmittag. Weitere Stationen der Altstadt stehen auf der Ortsseite Rovinj, weitere Sakralbauten unter Sehenswürdigkeiten.
Die Kirche selbst ist kostenlos zugänglich. Nur für den Aufstieg auf den Glockenturm zahlst du 4 Euro, direkt am Turmeingang.
Rund 60 Meter, damit ist er der höchste Kirchturm Istriens. Er wurde von 1654 bis 1687 gebaut, nach dem Vorbild des Markusturms in Venedig.
In der Hochsaison meist von etwa 10 bis 18 Uhr, außerhalb des Sommers mit kürzeren Zeiten oder nur nach Absprache. Die aktuellen Zeiten hängen am Eingang aus, sie ändern sich je nach Saison.
Eine 15-jährige Christin aus Chalcedon, die 304 unter Kaiser Diokletian als Märtyrerin starb. Ihr Sarkophag soll im Jahr 800 an die Küste Rovinjs getrieben sein, seither ist sie Schutzpatronin der Stadt.
Nur zu Fuß, über die Grisia oder andere Treppengassen der Altstadt bis zum höchsten Punkt des Hügels. Die nächsten Parkplätze liegen am Rand der autofreien Altstadt.
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