Die Tropfsteinhöhle Baredine bei Nova Vas, rund acht Kilometer von Poreč entfernt, führt dich 60 Meter tief hinab bis an einen unterirdischen See. Der ausgebaute Weg ist 300 Meter lang, verläuft durch fünf Säle und zählt 270 Stufen. Seit 1986 steht die Höhle als geomorphologisches Naturdenkmal unter Schutz, seit 1995 ist sie die erste touristisch erschlossene Höhle Istriens.
Eine Führung dauert etwa 40 Minuten, in der Saison starten die Gruppen ungefähr alle 30 Minuten. Erwachsene zahlen 14 Euro, Kinder von 5 bis 15 Jahren 10 Euro. Von April bis Oktober ist täglich geöffnet, im Winter gibt es nur eine angemeldete Führung um 11 Uhr, und von Mitte Januar bis Ende Februar bleibt die Höhle ganz geschlossen. Unten herrschen konstant rund 14 Grad, was den Besuch an heißen Sommernachmittagen angenehm macht.
Baredine liegt auf etwa 117 Metern Seehöhe im Kalkstein Westistriens. Das Gestein stammt aus der Kreidezeit und ist nach Angaben des Betreibers rund 100 Millionen Jahre alt. Die Höhle selbst bildete sich vor etwa 3,5 Millionen Jahren, als versickerndes Karstwasser den Kalk auflöste. Der Prozess läuft bis heute weiter, das durchsickernde Wasser lässt die Tropfsteine langsam wachsen.
Frühe Befahrungen Anfang des 20. Jahrhunderts kamen bis in etwa 80 Meter Tiefe, erst in den 1970er Jahren wurden die tieferen Abschnitte erschlossen. Insgesamt reicht das System 132 Meter hinunter, ganz unten liegen wassergefüllte Seen von bis zu 16 Metern Tiefe.
Der Rundgang führt durch fünf Säle, die über Treppen miteinander verbunden sind. Die Formationen haben über die Jahre Namen bekommen: Sinterfahnen von rund zehn Metern Länge hängen wie Vorhänge von der Decke, ein Tropfstein erinnert an eine Madonnenfigur, ein anderer an den schiefen Turm von Pisa. Das Wahrzeichen der Höhle ist ein Stalagmit in Form eines Schneemanns.
Am tiefsten zugänglichen Punkt stehst du am Rand eines unterirdischen Sees. Das Wasser hat dort etwa 13 Grad, die Luft rund 14. Die 270 Stufen sind der eigentliche Knackpunkt, denn es geht denselben Weg wieder hinauf. Fotografieren ist für den privaten Gebrauch erlaubt, allerdings ohne Blitz. Nach kroatischem Recht darf die Höhle nur in Begleitung eines konzessionierten Führers betreten werden.
Der bekannteste Bewohner von Baredine ist der Grottenolm, wissenschaftlich Proteus anguinus. Der blasse Schwanzlurch lebt ausschließlich im unterirdischen Wasser des Dinarischen Karsts. In Baredine bewohnt er die Wasserbecken der Höhle, und die Führung hält an einer Stelle, an der man ihn mit etwas Glück sehen kann. Garantieren lässt sich das nicht, denn die Tiere bewegen sich wenig und halten sich gern verborgen.
Die Saison läuft vom 1. April bis zum 31. Oktober mit täglichen Führungen. Im April und Oktober ist von 10 bis 16 Uhr geöffnet, im Mai, Juni und September bis 17 Uhr, im Juli und August bis 18 Uhr. Von Anfang November bis Ende März gibt es nur eine angemeldete Führung um 11 Uhr, anmelden musst du dich am Vortag. Vom 13. Januar bis 28. Februar sowie montags, am 1. November und am 25. Dezember bleibt die Höhle geschlossen. Weil sich die Zeiten jährlich leicht verschieben, lohnt vor der Fahrt ein Blick auf die Seite des Betreibers.
Beim Preis liegt der Einzeltarif für Erwachsene bei 14 Euro, Kinder von 5 bis 15 Jahren zahlen 10 Euro, Studierende 11 Euro, Senioren ab 65 Jahren 12 Euro. Kinder unter fünf Jahren kommen kostenlos mit. Gruppen ab 20 Personen bekommen mit Anmeldung einen Tag vorher 10 Euro je Erwachsenem und 7 Euro je Kind. Eine eigene Ermäßigung für Menschen mit Behinderung weist die Preisliste nicht aus, frag im Zweifel direkt beim Betreiber nach. Die Angaben geben den Stand der zuletzt veröffentlichten Preisliste wieder und können sich ändern.
Einzelbesucher müssen in der Saison nicht vorbuchen. Onlinetickets sind spätestens am Tag vor dem Besuch erhältlich, am Besuchstag selbst verkauft nur die Kasse vor Ort. Zwischen Mitte Juni und Mitte September kann die Wartezeit länger ausfallen, ein früher Vormittag ist dann die ruhigere Wahl.
Die Adresse lautet Gedići 55, 52446 Nova Vas bei Poreč. Von Poreč sind es rund acht Kilometer, von Višnjan und von Tar jeweils etwa fünf, und zur Küste sind es ungefähr fünf Kilometer. Parkplätze gibt es direkt am Gelände und kostenlos. Wer ohne Auto anreist, ist auf Ausflugsangebote oder ein Taxi angewiesen.
Oberirdisch ist mehr geboten als der Höhleneingang. Zum Areal gehören ein Höhlenpark, eine Ausstellung zu Geologie und Speläologie, ein Souvenirladen, eine Café-Bar und ein Spielplatz, dazu eine Sammlung alter Traktoren. Weil die Höhle vom Wetter unabhängig ist, eignet sie sich außerdem als Programm für Regentage.
Die Führung dauert etwa 40 Minuten. Dabei legst du 300 Meter durch fünf Säle zurück und steigst bis auf 60 Meter Tiefe ab. Mit Wartezeit und dem Gelände oberhalb solltest du ein bis zwei Stunden einplanen.
Nach der zuletzt veröffentlichten Preisliste des Betreibers zahlen Erwachsene 14 Euro, Kinder von 5 bis 15 Jahren 10 Euro, Studierende 11 Euro und Senioren ab 65 Jahren 12 Euro. Kinder unter fünf Jahren haben freien Eintritt. Weitere Ermäßigungen sind nicht ausgewiesen, Preise können sich ändern.
Von 1. April bis 31. Oktober täglich: im April und Oktober von 10 bis 16 Uhr, im Mai, Juni und September bis 17 Uhr, im Juli und August bis 18 Uhr. Von Anfang November bis Ende März gibt es nur eine angemeldete Führung um 11 Uhr, Anmeldung am Vortag.
Zum Teil ja. Vom 13. Januar bis 28. Februar bleibt Baredine durchgehend zu. Geschlossen ist außerdem montags sowie am 1. November und am 25. Dezember. In der übrigen Winterzeit läuft eine Führung um 11 Uhr, für die du dich am Vortag anmelden musst.
Der Grottenolm lebt in den Wasserbecken der Höhle, und die Führung hält an einer Stelle, an der er zu sehen sein kann. Eine Garantie gibt es nicht, weil sich die Tiere kaum bewegen und oft verborgen bleiben.
Es sind 270 Stufen hinab und dieselbe Strecke wieder hinauf. Barrierefrei ist die Höhle nicht, Rollstühle und Kinderwagen kommen unten nicht weiter. Wer schlecht zu Fuß ist, sollte den Abstieg vorher realistisch einschätzen.
Die Lufttemperatur liegt ganzjährig bei rund 14 Grad, das Wasser des unterirdischen Sees bei etwa 13 Grad. Ein Pullover oder eine leichte Jacke genügt, dazu feste Schuhe, weil die Stufen feucht sein können.
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Wetterdaten © OpenWeather, aktualisiert alle 6 Std.
Durchschnittliche Tageshöchsttemperaturen im Jahresverlauf.
Am angenehmsten: April bis Juni sowie September bis Oktober.
Tipp: An der Adria bleibt der Hochsommer heiß; im Winter kann die Bora kalte, böige Tage bringen.
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