
Tauchen darfst du in Kroatien nicht frei auf eigene Faust, sondern nur über ein registriertes, lizenziertes Tauchzentrum und unter dessen Aufsicht. Die Adria belohnt dich dafür mit klarem Wasser: Bei ruhigen Bedingungen reicht die Sicht bis zu 30 Meter, im Sommer liegt die Wassertemperatur an der Oberfläche bei rund 24 bis 27 Grad. Die gute Saison läuft von Mai bis Oktober. Das bekannteste Ziel ist das Wrack der Baron Gautsch vor Rovinj, eines der wenigen intakten Passagierschiffe des Ersten Weltkriegs, das du nur mit einer eigens genehmigten Basis betauchen darfst.
Die kroatische Adria ist klar, salzhaltig und im Sommer angenehm warm. Für die Sicht gilt: Bei ruhiger See sind bis zu 30 Meter möglich, im Hochsommer kann eine Planktonblüte oder viel Bootsverkehr die Sicht zeitweise etwas trüben. Die Wassertemperatur an der Oberfläche erreicht im Juli und August ihren Höhepunkt, in der Tiefe wird es an vielen Spots durch die Sprungschicht spürbar kühler, ein Anzug bleibt also auch im Hochsommer Pflicht.
| Faktor | Wert (Adria, Kroatien) |
|---|---|
| Sicht bei ruhiger See | bis zu 30 m |
| Wassertemperatur Oberfläche Juli/August | ca. 24 bis 27 °C |
| Wassertemperatur Hochsaison allgemein | ca. 20 bis 25 °C |
| Gute Tauchsaison | Mai bis Oktober |
| Übliche Öffnung der Tauchbasen | rund April bis November |
Die meisten Basen öffnen im Frühjahr und schließen zum Saisonende im Herbst. Wer außerhalb dieser Zeit tauchen will, sollte vorher anfragen, ob überhaupt jemand fährt.
In Kroatien ist touristisches Tauchen ausschließlich im Rahmen und unter Aufsicht von Tauchzentren erlaubt, die für das erholsam-touristische Tauchen befugt sind. Frei und allein abzutauchen ist nicht vorgesehen. Für die Praxis heißt das: Du buchst deinen Tauchgang bei einer registrierten Basis, zeigst deinen Tauchschein und dein Logbuch, und die Basis kümmert sich um Anmeldung und Genehmigung.
Wer wirklich individuell und auf eigene Faust tauchen will, braucht eine kostenpflichtige persönliche Tauchgenehmigung, die beim Hafenamt entlang der Küste ausgestellt wird und mehrere hundert Euro kostet. Für einen normalen Tauchurlaub lohnt sich das nicht, deshalb tauchen fast alle Gäste über eine Basis. Ein einfacher persönlicher Tauchausweis (Registrierung) kostet dagegen nur wenige Euro und gilt ein Jahr.
An der Küste gibt es rund hundert registrierte Tauchzentren, viele davon in Istrien, in der Kvarner-Bucht und in Mitteldalmatien. Die meisten arbeiten unter internationalen Verbänden wie PADI, SSI oder CMAS.
Das bekannteste Wrack der Adria liegt rund neun Seemeilen vor Rovinj. Der 1908 in Dienst gestellte österreichische Passagierdampfer lief am 13. August 1914 kurz nach Kriegsbeginn auf eine Mine und sank. Das rund 85 Meter lange und gut 11 Meter breite Wrack steht aufrecht auf dem Grund, die tiefste Stelle liegt bei etwa 40 Metern, der oberste Aufbau bei rund 28 Metern. Kroatien hat die Baron Gautsch zum Kulturgut erklärt, sie gilt zugleich als Kriegsgrab. Tauchen darfst du hier nur über Zentren mit einer besonderen Genehmigung des kroatischen Kulturministeriums, und ins Innere geht es aus Sicherheitsgründen nur durch die ersten beiden Decks.
Die Insel Vis war jahrzehntelang militärisches Sperrgebiet und für Touristen gesperrt. Das hat die Unterwasserwelt gut erhalten und für Wracktaucher eine dichte Geschichte hinterlassen. Vor Vis liegen unter anderem der Stahldampfer Teti (gesunken 1930, in rund 10 bis 34 Metern) und der US-Bomber B-24 Tulsamerican, der im Dezember 1944 notwasserte und heute in etwa 39 bis 52 Metern in zwei Teilen liegt. Wracktauchen an solchen Tiefen ist etwas für erfahrene Taucher mit passendem Brevet.
Im Archipel der Kornati fallen die Felswände auf der offenen Meerseite fast senkrecht in die Tiefe ab, ein klassisches Ziel für Wandtauchgänge. Weil die Kornati ein Nationalpark sind, brauchst du hier zusätzlich eine schriftliche Genehmigung der Parkverwaltung, die deine Basis organisiert. Mehr zu den Schutzgebieten findest du unter Nationalparks.
Vor der kleinen Insel Premuda zwischen Zadar und Lošinj liegt eine Höhle, die wegen ihrer gewölbeartigen Form und der Lichtspalten die Kathedrale genannt wird. Durch die Risse in der Decke fällt das Sonnenlicht in Bündeln ins Wasser. In der Nähe liegt außerdem ein stark bewachsenes italienisches Dampferwrack, das sich zu einem künstlichen Riff entwickelt hat.
Rund um die kleine Insel Biševo, bekannt für die Blaue Grotte (Modra Špilja), gibt es zahlreiche Tauchplätze mit klarem Wasser und zerklüfteten Felsen. Biševo liegt vor Vis und lässt sich mit einem Tauchtag in der Region gut verbinden. Einen Überblick über die Reviere vor den Inseln geben dir die lokalen Basen.
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Wenn du noch keinen Schein hast, kannst du ihn direkt vor Ort machen. Viele Basen bieten die komplette Ausbildung nach PADI, SSI oder CMAS an, vom Schnupperkurs bis zum vollwertigen Brevet. Für den Einstieg reicht oft ein verlängertes Wochenende, für Wracks in größerer Tiefe brauchst du entsprechende Aufbaukurse. Bringst du schon einen Schein mit, nimm Brevet und Logbuch mit, ohne diese Nachweise nimmt dich keine seriöse Basis mit.
Nicht überall darfst du tauchen. Gesperrt sind unter anderem Häfen und Hafenzufahrten, strenge Naturreservate, der Kanal von Lim, der Nationalpark Brijuni sowie ein Umkreis von 100 Metern um verankerte Kriegsschiffe. In Nationalparks und Kulturgutschutzgebieten ist Tauchen nur mit schriftlicher Genehmigung der zuständigen Stelle erlaubt. Auch das ist ein Grund, warum du über eine Basis gehst: Sie kennt die Zonen und holt die nötigen Papiere ein. Wer die Küste lieber über Wasser erkundet, findet Anregungen unter Strände und in der Region Dalmatien.
Nein. Touristisches Tauchen ist nur über registrierte, lizenzierte Tauchzentren und unter deren Aufsicht erlaubt. Freies Solotauchen ist nicht vorgesehen. Wer wirklich individuell tauchen will, braucht eine kostenpflichtige persönliche Genehmigung vom Hafenamt.
Über eine Tauchbasis brauchst du dich darum kaum zu kümmern, die Basis übernimmt Anmeldung und Genehmigung für ihre Gäste. Eine eigene individuelle Tauchgenehmigung ist teuer und lohnt nur für Sonderfälle. Ein persönlicher Tauchausweis kostet wenige Euro und gilt ein Jahr.
Von Mai bis Oktober. Im Hochsommer ist das Wasser mit rund 24 bis 27 Grad an der Oberfläche am wärmsten und die Sicht oft am besten, dafür ist mehr los. Mai, Juni und September gelten als guter Kompromiss aus warmem Wasser und ruhigeren Spots.
Bei ruhiger See reicht die Sicht bis zu 30 Meter. Nach Sturm, bei Bootsverkehr oder einer Planktonblüte im Hochsommer kann sie zeitweise schlechter sein. Insgesamt zählt die kroatische Adria zu den klareren Tauchgewässern Europas.
Das Wrack liegt rund neun Seemeilen vor Rovinj in Istrien, die tiefste Stelle bei etwa 40 Metern. Weil es Kulturgut und Kriegsgrab ist, darfst du es nur über Tauchzentren mit besonderer Genehmigung des Kulturministeriums betauchen. Ins Innere geht es nur durch die ersten beiden Decks.
Ja. Viele Basen bilden nach PADI, SSI oder CMAS aus, vom Schnupperkurs bis zum vollen Brevet. Für den Grundkurs reicht oft ein langes Wochenende, tiefere Wracktauchgänge setzen Aufbaukurse voraus.
Gesperrt sind unter anderem Häfen, strenge Naturreservate, der Kanal von Lim, der Nationalpark Brijuni und ein 100-Meter-Umkreis um verankerte Kriegsschiffe. In Nationalparks wie den Kornati und in Kulturgutschutzgebieten ist Tauchen nur mit schriftlicher Genehmigung erlaubt.