Wer Hotelburgen mit tausenden von Zimmern an der kroatischen Adriaküste sucht, wird nicht so schnell fündig werden.
Wenn ein Hotel 500 Zimmer hat, dann zählt es schon zu den „Großen“.
Da erstaunt umso mehr, dass dennoch genügend Kapazitäten zur Verfügung stehen um jedes Jahr über 11 Millionen Besucher mit weit mehr als 56 Millionen Übernachtungen versorgen zu können.
Und dies alles zum überwiegenden Großteil nur in den Sommermonaten von Mitte Mai bis Mitte September.
Dies ist nur möglich, weil sich der Tourismus in Kroatien durch seine sehr lange Tradition und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Laufe seiner Entwicklung sehr stark auf das Angebot von Privatunterkünften konzentrierte.
Das hat sich bis heute nicht wesentlich geändert. Jedoch haben sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen an die Trends und Bedürfnisse eines weltweit konkurrierenden Marktes angepasst und es wurden in den letzten Jahren viele Schritte unternommen, um den gesamten Sektor der Privatunterkünfte qualitativ, aber auch quantitativ anzuheben.
Durch staatliche Fördermaßnahmen und erleichterte Vergabe für Investitionskredite im Tourismusbereich wurden viele Appartementhäuser neu gebaut oder bestehende saniert und modernisiert.
Der Erfolg dieser Strategie zeigt sich im überproportional wachsenden Anteil der Privatunterkünfte und an der Zahl der Gesamtkapazitäten. Dabei geht der Trend immer mehr in Richtung Appartements und weg von der reinen Zimmervermietung.
Die Qualität wurde unter anderem durch die neuen Verordnungen zur Kategorisierung und Besteuerung von Privatunterkünften verbessert. Wurden früher lediglich Steuern bezahlt, wenn die Kapazitäten auch vermietet wurden, so wird jetzt die Besteuerung unabhängig von der Vermietung vorgenommen. Das hat zur Folge, dass sich nur noch solche Privatpersonen mit der Vermietung beschäftigen, die auch ein gewisses Maß an Investitionen in die Unterkünfte und vor allem in deren Vermarktung investieren.
Die vorgeschrieben Kategorisierung der Unterkünfte, ohne die keine Genehmigung zur Vermietung erteilt wird, hat sowohl zu einer gewissen „Normung“ geführt und stellt dadurch auch eine gewisse Handhabe für die Touristen bei der Auswahl und Reservierung von Privatunterkünften dar, sorgt aber auch immer wieder für Irritationen, da nur den wenigsten die Kriterien bekannt sind, nach denen eine Unterkunft zwei, drei oder vier Sterne bekommt.
Diese Entwicklung ist nicht ohne Grund forciert worden.
Der Großteil der Urlaubsgäste sind Familien, die in Privatunterkünften eine Unterkunftsart suchen, die ein Maximum an Flexibilität und Geräumigkeit bietet und dabei im Schnitt wesentlich günstiger als eine entsprechende Anzahl Hotelzimmer ist.
































